Sonntag, 10. Januar 2016

Projekt Brot und Butter


Den Januar nutze ich gerade zu einer Inventur meiner Schränke und Schubladen. Man könnte es auch Aufräumen und Ausmisten nennen, aber Inventur trifft es irgendwie auch, denn es ist tatsächlich so etwas wie eine Bestandsaufnahme. Ihr glaubt ja gar nicht, wie viele schöne Schätze ich gestern in meinen Scrapschubladen entdeckt habe. Ähnlich war es bei den Stoffen und bei der Wolle.
Ich werde wohl noch den ganzen Januar für meine Inventur brauchen… so viele Schubladen und Ecken, in denen ich etwas unterbringe.

Die Inventur im Kleiderschrank fällt da schon etwas anders aus. So viele Dinge, die ich liebe, aber die nicht so recht zusammen passen wollen. Klamotten, die mega schön an der Stange aussahen, aber wo nix passendes dazu in meinem Schrank ist. Und nun?
Dazu tolle Stoffe, die auf ihre Verwendung warten, die ich im Laden fast tot gestreichelt habe und bei denen ich nun nicht so recht weiß, was aus ihnen werden soll und ob ich die fertigen Teile dann auch wirklich anziehe.

Das Foto ist beim Renovieren im letzten Sommer entstanden...


Ganz ehrlich, ich habe schon mehr als ein Teil genäht, bei dem ich mich danach gefragt habe, was  oder wer mich da geritten hat…

Deshalb möchte ich mein Nähen in sinnvollere und nachhaltigere Bahnen lenken.
Basics nähen, die meine Klamotten im Schrank sinnvoll zusammenfügen und auf die Farben, die ich gerne trage, abgestimmt sind.

Da kommt mir das Projekt Brot und Butter von Frau Siebenhundertsachen gerade recht. Ein Sew-Along ohne Stress und ohne viele Vorgaben. Alle 4 Wochen eine Bestandsaufnahme und am Ende hoffentlich ein paar tolle selbstgenähte Teile, die meinen Kleiderschrankinhalt sinnvoll ergänzen.

Ich möchte mir in den nächsten drei Monaten ein paar schlichte, möglichst einfarbige Teile nähen :


  • eine lange Wolljacke, weil ich die so gerne und immer trage
  • zwei  bis drei Shirts, am liebsten Raglan
  • eine Bluse, wahrscheinlich eine Frau Aiko
  • ein bis zwei Hoodies 
  • eine lange Else
  • eine bequeme Sweatshirthose
  • einen Wickelrock oder Rock über die Hose


Und das ganze, wie es Alexandra gesagt hat :

"Für mehr Tragbarkeit, für mehr Flexibilität, letztlich für mehr Leichtigkeit im Kleiderschrank" 



Ich bin dann mal in der Nähecke verschwunden. Könnte sein, dass ich mir da ein bisschen viel vorgenommen habe. Das werden wir dann sehen, wenn es Ende des Monats darum geht, die Projekte vorzustellen. das heißt konkrete Schnitte, Materialien und eventuell erste Ergebnisse. Ach, übrigens : Stricken, Häkeln, Upcyclen, Ufos vollenden ist auch alles erlaubt.

Claudia

Kommentare:

  1. Schau Dir doch mal die Schnittübersicht der letzten ottobre an, vielleicht gefallen Dir da die Schnitte (Strickjacke, Raglanshirt und Hoodie haben den gleichen Grundschnitt/Passform). http://www.ottobredesign.com/lehdet_js/2015_5/all_designs.pdf
    LG,
    Martina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. HAllo MArtina!
      Tatsächlich habe ich mir gestern gerade die letzte Oktober und eine aus dem Vorjahr rausgenommen und beschlossen, die Shirts daraus auszuprobieren. Obwohl ich eigentlich nicht so viele Experimente machen wollte, sondern lieber auf bewährte Schnitte zurück greifen wollte, damit ich mehr schaffe (so der Plan :-)
      Liebe Grüße vom Deich
      Claudia

      Löschen
  2. Deine Nähliste liest sich schon mal sehr beeindruckend. Und Shirts sind auch dabei! Ich wünsche Dir viel Spaß beim Nähen und gutes Gelingen. Und danke für den Einblick in Dein Stofflager - habe ich erstmal dem HaLiebsten gezeigt, dass das total normal ist... LG von Mrs Go

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lach! Ich habe auch extra kein aufgeräumtes Bild genommen… Und es war auch nur ein kleiner Teil des Stofflagers… obwohl ich Frauen kenne, die deutlich mehr haben.
      Liebe Grüße vom Deich
      Claudia

      Löschen
  3. Hallo Claudia,
    Inventur ist ein schönes Wort. Und verdeutlicht, dass man auch wirklich jährlich die Schränke durchschauen soll. Ich mach das ja sehr gerne - in einem 1-Personen-Haushalt mit 2 Zimmern sammelt sich ja auch nicht sooo viel an. Außerdem bin ich mittlerweile ganz gut im differenzieren, was wirklich in meine Wohnung darf und was ich gar nicht erst kaufen bzw. was ich zügig wieder verschenken sollte. Und wenn ich dann doch mal "ausmiste", ist das Gefühl einfach befreiend. Ich sage immer: Man braucht in einem Raum auch genug Luft.
    Bin gespannt, was du alles von deiner Liste nähst. Listenpunkte erfüllen ist ja ähnlich wie ausmisten: ein tolles Gefühl, wenn man was geschafft hat.
    Liebe Grüße, Katharina von 4Freizeiten

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Katharina!
      Deine Kommentare bringen es immer noch mal so schön auf denn Punkt!
      Ja, ich finde Inventur klingt auch nicht nach unbedingt wegschmeißen, sondern sich auch an den Dingen erfreuen, die da sind. Und darauf freuen, etwas mit den schönen Materialien anzustellen. Nett war auch, dass die Kids mir zwischendurch auf die Finger geguckt haben und Dinge freudestrahlend entdeckt haben. Und Materialjunkie wie ich bin, kann ich oft nicht gleich loslassen, aber gestern konnte ich das zu ihrer Freude super.

      Ja, auf das Endergebnis meiner Nähliste bin ich auch gespannt. Aber das ist ja noch ein bisschen hin. Und wenn es klappt, bin ich gut versorgt :-)

      Liebe Grüße in den Süden
      Claudia

      Löschen
  4. Oh, das ist ein toller Ansatz! Ich habe leider auch Sachen im Schrank, bei denen ich den Kopf schütteln, so als hätte das nicht ich gekauft/genäht...

    AntwortenLöschen