Donnerstag, 27. April 2017

Ein Sommerhaus in Schweden im Frühling

Eine Woche Schweden - eine Woche Ruhe und Klarheit


Die Woche in Schweden habe ich ganz unglaublich genossen. Die Bodastuga, die wir von Tini und ihrer Familie gemietet hatten, ist so liebevoll eingerichtet. Wohltuend minimal und trotzdem ist alles drin, was man braucht und gemütlich ist es sowieso.
Kein Wunder, dass in dieser Woche der Wunsch nach einem eigenen Ferienhaus wieder aufkam.
Aber schaut selbst.





Wenige schöne Möbel, dass meiste sehr sehr alt. Mein Bett ist aus einer alten Küchenbank gebaut. Die Bank am Esstisch ist von 1750. (das habe ich mir gemerkt, weil unser Haus auch so alt ist). Der Schaukelstuhl, gemütlich und alt. Überall alte Schränke und Kommoden - eine schöne als die andere. Also am liebsten hätte ich alles eingepackt. Aber das geht natürlich nicht, da ich im Sommer und Herbst schon wieder komme und dann möchte ich alles wieder so wohltuend minimalistisch und trotzdem genau richtig vorfinden. Meiner etwas chaotischen Seele hat es jedenfalls sehr gut getan.
Ich weiß, viele von euch lesen gerade Bücher über das Ausmisten - habe ich auch schon vor vielen Jahren, damals war "Fengshui gegen das Gerümpel des Alltags" in aller Munde und natürlich miste auch ich immer wieder etwas aus. Aber schneller als ich gucken kann, füllen sich die Schubladen wieder. In dieser Schwedenwoche war ich tatsächlich nur zweimal einkaufen. Einmal in der Mitte und ganz am Ende, vor der Rückfahrt, um Marabou als Mitbringsel zu kaufen. Ansonsten war ich im Wald auf wunderschönen Spaziergängen, habe gemeinsam gekocht und gebacken oder stundenlang gelesen und gestrickt. Phantastisch!


Auch bewohnt ließ es sich wunderbar aushalten, da ein gewisses Mass an Ordnung schnell wieder hergestellt war. Rechts neben meinem Schlafzimmer befindet sich das Kinderzimmer mit einem Stockbett. Davon gibt es aber keine Fotos… #ausgründen . Genauso verhält es sich mit dem "Sovloft" , wo es zwei zusätzliche Schlafplätze gibt.


Die Küche habe ich geliebt. Ich habe noch nie so eine durchdachte Küche in einem Ferienhaus vorgefunden. Es war ein großes Vergnügen dort zu backen und zu schnippeln. Und es gab genügend Geschirr um mit neun Personen um den selbstgebauten Esstisch zu sitzen und Kaiserschmarren zu essen. (ich hasse Ferienhäuser in denen die Teller abgezählt sind. Das haben wir tatsächlich in Österreich mehrfach erlebt. Damals mussten unsere Freunde ihr Geschirr zum gemeinsamen Essen aus der eigenen Ferienwohnung mitbringen…) 


Ein paar neue Socken sind auch entstanden und die wärmen heute auch vor dem eigenen Schwedenofen die Füße. Ich bin vernarrt in das schöne melierte Garn und habe gerade mal wieder Zopfmuster für mich entdeckt.

Ich hoffe, euch hat der Blick in unser (schön wär´s ;-) Schwedenhaus gefallen. Weil mir die Deko so gut gefallen hat, habe ich beschlossen, es heute bei Monis DekoDonnerstag zu zeigen. Ich habe zwar nur die Fotos gemacht…  Wenn ihr mehr über die Bodastuga wissen möchtet, findet ihr hier mehr Infos. Ein paar Termine sind noch frei.

Vielleicht nehme ich euch beim nächsten Mal mit hinter diese Türen… Da steht doch glatt so ein kleines verwunschenes Häuschen im Wald und wartet darauf wachgeküsst zu werden… leider ist es im Moment unverkäuflich…


Verlinkt mit RUMS und Dekodonnerstag

Mittwoch, 26. April 2017

Me Made Mittwoch mit Malou Sweater

Diesen Pullover habe ich zur Zeit morgens fast immer an, wenn ich auf Hunderunde gehe. Mein Malou Sweater - ein absolutes Wohlfühlteil. Und auch im Schwedenurlaub war er immer mit dabei.
Und weil die Bilder so schön geworden sind, gibt es jetzt Bilderkino...



Aber vorher noch ein paar Informationen. Gestrickt habe ich mit 4,5 , das Garn ist Drops Air. Angenehm weich und gut zu verstricken. Für den Pullover habe ich samt Entwurf eine Woche gebraucht. Gestrickt wird von oben nach unten. Mal wieder ein Top-down. Ich finde das wirklich genial. Keine Nähte, alles in einem Stück und immer schön in Runden. Das kleine Muster unten vor den Bündchen hat Herr Reetselig Charley Brown Abschlusskante genannt :-). Wer mag kann den Pullover übrigens optional mit Taillenabnahme stricken.










Ich vermisse diese Schafherde. besonders die kleinen Lämmer. Dabei stehen bei mir zu Hause auch drei Soayschafe auf dem Deich und blöken mich an. Aber diese Farbenvielfalt hat mich einfach umgehauen. Diese schöne "Wolle". Also wenn ich spinnen könnte, dann hätte ich gleich angefangen und wäre mit den verschiedensten Strängen Wolle nach Hause gekommen und hätte eine Decke im Patchwork angefangen. Ich sehe sie richtig vor mir.

Vielleicht beim nächsten Schwedenurlaub im Sommer… bis dahin kuschle ich mich in meinen Pulli und schau nach meinen Schafen oder gucke Fotos und stricke

Und weil heute Mittwoch ist bin ich nicht nur bei MemadeMittwoch dabei, sondern auch bei Frollein Pfau´s Mittwochs mag ich, denn dieser Post ist voller Dinge, die ich mag. Ich mag jetzt nämlich am liebsten noch mehr Schafe haben und wieder zurück nach Schweden und bei den Außentemperaturen (ich sag nur kratzen!) den nächsten warmen Pullover stricken….

Link:  MemadeMittwoch
Pullover: Malou Sweater Design Claudia Fromke / Ravelry
Wolle: Drops Air, 7 Knäule in der Grundfarbe und je eins in den Kontrastfarben

Ps: !000 Dank Stine für die tollen Fotos. Das gemeinsame Shooten hat viel Spaß gemacht.

Dienstag, 25. April 2017

Osterlämmer in Schweden kuscheln mit dem Malou Sweater und Sturm-Stine




Wir hatten eine phantastische Ferienwoche in Boda / Schweden und meinetwegen hätte sie ewig weitergehen können. Wer mir auf Instagram folgt hat ja schon eine kleine Bilderflut über sich ergehen lassen müssen… Es war aber auch herrlich. Sogar das Wetter hat mitgespielt. Die ersten 5 Tage hatten wir super schönes Frühlingswetter, haben draußen Kaffee getrunken und sind teilweise im T-Shirt rumgelaufen. Oder hatten maximal einen Wollpulli an.


Da es in Boda bei unserer Instafamilie jede Menge Tiere gibt, haben alle mal beim Füttern geholfen. Schafe füttern war dabei sehr beliebt, denn die kleinen Lämmer waren so niedlich.


Natürlich mussten sie ausgiebig gekuschelt werden. Aber auch die großen Schafe wurden gekrault.



Stines Malou Sweater habe ich nach ihren Farbwünschen gestrickt und mich beim Stricken immer über die grünen Momente gefreut, denn es gibt dem Pullover so etwas frühlingshaftes finde ich. Obwohl die Wolle so kuschelig ist, hat sie sich im ersten Härtetest (auf der Weide und im täglichen! tragen) als erstaunlich robust erwiesen. Ihren Sweater habe ich in L gestrickt - entscheidend ist der Brustumfang - mit Taillenabnahme.  Mehr zu dem Pulli - welche Wolle, Farbe, Menge etc. findet ihr auf Ravelry unter dem Link . Das Pattern gibt es übrigens noch bis zum 1.Mai günstiger.
Stine sitzt jetzt übrigens gerade in der Schule und schreibt ihre Deutsch Abi Klausur. Daumen drück!!! Wenn ihr Lust habt, dann guckt doch mal auf ihren Blog Sturm Stine. Sie macht tolle Fotos.


Wir haben es alle sehr genossen, durch den Wald zu streifen und die Natur in uns aufzusaugen und uns zwischendurch über die verwunschenen Häuser von Boda zu freuen. Oder über die Tiere. Ich hatte  das Glück eine Elchkuh mit Kalb zu sehen.


So sah das Wetter dann zum Abschluss aus… auf dem Rückweg hatten wir sogar eine Stunde  Schnee … (aber das gibt es genau jetzt auch in Norddeutschland in einigen Teilen, scheint also in diesem April normal zu sein ;-).


In den nächsten Tagen gibt es noch ein paar  Einblicke in unser schönes Ferienhaus. Jetzt werde ich mich gleich in meine Winterklamotten schmeißen und auf Hunderunde gehen.

Wollpulli: Malousweater
Wolle : Drops Air
Link: Creadienstag, Handmade on tuesday, Auf den Nadeln April

Samstag, 22. April 2017

Der Malou Sweater ist online!


Juchhu, ich hab es endlich geschafft! Meine erste Strickanleitung ist fertig und ihr könnt sie bei Ravelry bekommen. 


Alles was ihr noch wissen müsst erfahrt ihr auf meiner Designerseite bei Ravelry oder Mittwoch im nächsten Post. Dann gibt es auch noch mehr von diesen tollen Bildern mitten in der Schafherde.

Das war die tollste Fotolocation ever und ein riesengroßer Spaß.


Claudia


Dienstag, 4. April 2017

Sommerzeit ist Festivalzeit

A summer´s Tale - Das Familienfestival in der Lüneburger Heide

Mit dem Frühling kommt die Lust auf schöne Events in der Natur, mit jedem Sonnenstrahlen auf meiner Nase steigt die Vorfreude auf den Sommer und die Ferienplanung ist in vollem Gange. Das Urlaubsziel für den Sommer ist klar : SCHWEDEN




Aber auf meiner Summer Bucket List stehen noch mehr schöne Sachen. Definitiv gehören dazu:

  • tolle Unternehmungen mit der Familie
  • schöne Events draußen
  • Open Air Konzerte
Nicht weit von unserem beschaulichen Dorf geht einmal im Jahr die Post ab… aber Musikgeschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Also lass ich meine große Tochter mit meinen schönen schwarzen Gummistiefeln eine Woche dort im Schlamm arbeiten ( eine gute Gelegenheit Job, Musik und coole Leute zu vereinen, wenn man jung ist ) und such mir ein anderes Festival.

Diesen Sommer geht es auf das A Summer´s Tale Festival mit ein paar Bloggerkolleginnen und wenn  meine Familie mag, kann sie mit. Sommer, Sonne und schöne Musik mitten im Naturpark Lüneburger Heide.

Fotocredit Dario Dumancic
Und sie mögen! Denn dort erwartet uns eine tolle Mischung .

Musikalisch freue ich mich auf  Birdy, Judith Holofernes und Element of Crime. Eine heiße Zusammenstellung, ich weiß, aber gerade das ist ja der Reiz an Festivals, die unterschiedlichen Bands. 

Beim A Summer´s Tale gibt es auch diverses Kulturprogramm in Form von Lesungen und Kino. z.B. die Tragikkomödie "Ferien" u.a. mit Detlev Buck in der Hauptrolle. Klingt gut finde ich und Herr Reetselig mag Filme mit Detlev Buck.

Es gibt verschiedene Workshops und Activities . Gerade mit Familie finde ich AcroYoga und Zirkus toll.

Fotocredit Malte Schmidt

Fotocredit Robin Schmiedebach
Herr Reetselig hat sofort entdeckt, das man auch Kanutouren auf der Luhe machen kann und schon

Fotocredit Hinrich Carstensent 
schwelgten wir zwei in Erinnerungen . Denn während des Sportstudiums in Hamburg haben wir auch oft Kanutouren auf der Luhe und der Seeve gemacht.  Zu schön! Wenn man mehrere Tage auf einem Musikfestival ist, kann so eine Auszeit in der Natur ganz reizvoll sein.

Was mir besonders gut gefällt, dass es den Machern von A Summer´s Tale eine Herzensangelegenheit ist, ein umweltfreundliches Festival mit Nachhaltigkeitsanspruch zu feiern.
Die Anreise ist mit dem Metronom  kostenlos möglich. Zeltequipment wird am Ende wieder mitgenommen und Sofas sind gar nicht erst erlaubt. (warum ich das sage? Weil bei Itzehoe auf der Autobahn mal ein Sofa stehen blieb, nachdem sich der Anreisestau zum Festival wieder aufgelöst hatte. Und von den Dingen die nach dem Festival zurückbleiben, leben andere wochenlang…)
Glas ist auf dem Gelände komplett verboten, das macht das Gelände sicher und möglich, das man barfuss laufen kann. Klasse!

Fotocredit Malte Schmidt
Das tolle Essen kommt möglichst aus der Region und da Reste doof sind, gibt es extra ein Zelt, wo man übrig gebliebenes Essen für die Tafel spenden kann.

Wie das Festival im letzten Jahr war, erfahrt ihr in diesem Video


Sehen wir uns in der Heide beim A Summer´s Tale Festival vom 5. bis 8.August?

Claudia


Ps. Wer wissen möchte, wie das Festival mit kleinen Kindern klappt, kann dies bei Susanna von a family affair nachlesen.

Donnerstag, 30. März 2017

Osterferien in Schweden - Boda, unsere schönste Entdeckung des letzten Sommers

Werbung

Basic Strickmantel für meine Urlaubsgarderobe und jede Menge Arznei im Gepäck

Nach den letzten tollen Frühlingstagen heute einen Strickmantel zu zeigen ist schon ein bisschen blöd und ich kann euch sagen, ich habe bei den Fotos auch ordentlich geschwitzt. Aber wir wollen in einer Woche nach Schweden und da kann es vielleicht doch ganz nett sein, etwas zum Einkuscheln dabei zu haben. Zumindest vor dem Kaminfeuer.


Oder wenn man mal am See sitzen will… denn so warm wie im letzten Sommer wird es im Frühling noch nicht sein.


Da kommt mir der Basic Strickmantel von Ki-ba-doo dann doch genau recht. Auch wenn alle schon von der Frühlingsgarderobe sprechen, heute morgen ist es wieder ungemütlich und nass draussen und der Mantel genau richtig.




Der Stoff und der Schnitt lagen hier schon seit Herbst und warteten, und dank des Samstags mit meinen Nähdeerns habe ich endlich Zeit zum Nähen gefunden. Gemeinsam macht es einfach mehr Spaß und ich hatte außerdem das Glück, ihn mit Svenja gemeinsam nähen zu können. Perfekt.

Ich freue mich riesig auf Boda und auf unsere Instafamilie. Wer mir letztes Jahr im Sommer auf Instagram gefolgt ist, war sozusagen live dabei, wie wir Tini und ihre Familie kennengelernt haben, die wir bisher nur von Instagram kannten und wie aus einem nur kurz geplanten Besuch eine tolle Freundschaft und viele schöne Sommertage in Boda wurden.

Dieses Jahr haben wir ihre Bodastuga gemietet und freuen uns nun auf Ferien im Wald. Natur pur.


Das Ferienhaus ist erst ein paar Jahre alt und total liebevoll eingerichtet. Platz ist für 4-6 Personen und die Fellnase darf auch mit. Jette hat sich im letzten Sommer auf Anhieb mit Theo, der schwedischen Fellnase verstanden (mit den Katzen hatte sie schon eher ihre Probleme…)

Und auch diese beiden Mädchen haben sich auf Anhieb verstanden und sind allerbeste Freundinnen geworden.



Sie sind dort durch dick und dünn gegangen, haben gemeinsam in unserem Dachzelt geschlafen und waren einfach untrennbar, so dass wir kurzer Hand unsere Pläne für die Weiterfahrt geändert haben.
Inzwischen war Majla bei uns zu Besuch und mit Malin gemeinsam in der Schule und nun freut sich Malin auf den Gegenbesuch.

Bei dem Foto da oben stockt mir übrigens immer noch der Atem, denn eine Schaukel über dem Wasser birgt ja durchaus die Gefahr, das man reinfällt. Das wäre dann ein kleiner Supergau, da Malin eine Insulinpumpe am Körper trägt, die nicht wasserdicht ist und so einen Platsch wohl nicht überstehen würde. Wie oft man in einem Sommer sehr dicht am Wasser steht, ist mir gerade beim Bilderangucken aufgefallen.


Und ohne die Insulinpumpe würden wir es nicht mal bis nach Hamburg zurück schaffen… Deshalb mache ich mir nicht nur über die Urlaubsgarderobe Gedanken, sondern auch über das Equipment für meine Jüngste. Ehrlich gesagt, sind Urlaubsfahrten seit der Diabetes Typ 1 Diagnose nur noch halb so entspannt für mich wie vorher (da waren wir mitunter jedes zweite Wochenende weg). An alles muss gedacht werden, die Arzneivorräte müssen aufgestockt werden, ganz besonders die Rezeptpflichtigen und alles möglichst in zweifacher Ausführung mitgenommen werden.



Um alles bei Zeiten dabei zu haben, habe ich ein paar Taschen genäht. In den Schwimmflügeln ist Essen für den Notfall, sprich bei Unterzuckerung. Diese leuchtend orangenen Taschen haben sich in den drei Jahren schon super bewährt, denn dank der Signalfarbe findet man sie immer ganz schnell (auch in Schultaschen und sehr geräumigen Handtaschen ;-) und im unaufgeräumten Teeniezimmer. Wie ich sie genäht habe findet ihr hier .


Natürlich braucht es auch Piekser, Blutzuckermessgeräte, Tupfer und und und… (was wir mitnehmen zeige ich hier nur der Vollständigkeithalber. Das sind keine Empfehlungen, sondern jeder Typ 1er findet andere Sachen gut oder hat sein Insulin.)


In die  selbstgenähte Kulturtüte (mehr dazu hier ) kommt bei Ausflügen der Proviant , damit wir immer etwas zu essen haben, falls die Blutzuckerwerte schwanken oder es auch mal etwas kohlenhydratfreies sein muss, weil der Wert leider zu hoch ist.  Die Taschenlampe benutze ich oft nachts, wenn ich Malin messen muss, um die anderen nicht zu stören. Und für den Traubenzucker haben wir inzwischen diverse Dosen.

Wenn die Temperaturen jetzt ansteigen und wir mit unserem Bus unterwegs sind brauchen wir auch Taschen, in denen wir das Insulin kühl halten können. Zuhause lagern wir das Insulin und die Notfalspritze im Kühlschrank, aber in unserem selbstausgebauten Bus haben wir keinen. Ungünstig ist es auch in Hotelzimmer, da wir ja jederzeit Zugang zum Kühlschrank haben müssen, sowie im Sommer am Strand.

Deshalb freue ich mich, Frio Kühltaschen entdeckt zu haben.


Da passt das Insulin für die Pumpe und den Ersatzpen rein und die Notfallspritze bei extremer Unterzuckerung (glücklicherweise noch nie gebraucht).
Neu entdeckt bei Apotal im Onlineshop habe ich die kleine Kühltasche für die Insulinpumpe. Ihr seht sie im ersten Bild oben unter der Insulinpumpe. Im Rahmen einer Kooperation durfte ich Produkte aus dem Shop testen und habe mich für die beiden Taschen entschieden. Die Beschreibung zu den Bildern im Onlineshop würde ich mir zwar ausführlicher wünschen (leider gibt es kein Bild zu der blauen Pumpenkühltasche) und auch nach meiner telefonisches Nachfrage, war ich nicht wirklich schlauer. Aber ich bin immer auf der Suche nach Dingen, die Malin und uns das Leben mit Typ 1 erleichtern und deshalb habe ich sie einfach mal  bestellt. Der Versand hat ein paar Tage gedauert, aber dann konnten wir die Taschen gleich testen.


Die Handhabung ist super einfach und dank des ausgeklügelten Systems überall anwendbar, denn Wasser hat man ja immer irgendwie.
Die Taschen haben kleine Kristalle  eingenäht, die bei kurzem Einlegen in Wasser aufquellen und zu einer Art gelartigen Masse werden, die nun dank des gespeicherten Wassers ein paar Tage kühlt.


Dank eines kleinen Innensäckchens kann die Pumpe trocken in dem kühlen Säckchen aufbewahrt und so kühl am Gürtel getragen werden. Das ist super bei allen Aufenthalten in starker Hitze.


Wenn sich das Gel wieder fühlbar in Kristalle zurückverwandelt, kann der Beutel wieder kurz in Wasser gelegt werden und die Kühlung beginnt erneut. Nach Gebrauch wird der Beutel einfach zum Trocknen hingelegt. Und solange man den Friobeutel nicht in einem geschlossenen Gefäß (Vorsicht spakt! ...ähm, gerade mal gegoogelt: Spakig ist der norddeutsche Begriff für schimmelig, nur falls jemand den Ausdruck nicht kennt)) oder in der Waschmaschine wäscht… kann man ihn immer wieder verwenden und ist herrlich unabhängig, trotz wichtiger Medikamente.

Natürlich kann man nicht nur Insulin darin lagern. Wenn jetzt noch jemand etwas weiß, worin man das Insulin bei extremer Kälte aufbewahren kann, bin ich glücklich.


Für die Badesaison sind wir jedenfalls schon mal gerüstet… aber jetzt freuen wir uns erst mal auf den schwedischen Frühling. Zur Einstimmung werde ich in den nächsten Tagen noch mehr Bilder von Schweden zeigen, falls eure Urlaubsplanung noch in vollem Gange ist.

Claudia

Outtakes: Meine Stylistin und Fotografin Malin sorgt für den richtigen Sitz. …man beachte übrigens die roten Schwedenclogs ohne Socken zum Strickmantel...


Ps. Den Satz wollte ich schon immer schreiben: "…im Zweifel fragen sie ihren Arzt oder Apotheker"
Dieser Post ist deutlich medizinischer als alle anderen und weil von dieser Medizin das Leben meiner Tochter abhängt, bin ich diese für meinen Blog etwas ungewöhnliche Kooperation eingegangen. Ihr glaubt ja nicht, wie viel Geld jeden Monat in diese blöde chronische Erkrankung fließt, für all die wichtigen Kleinigkeiten, die keine Krankenkasse zahlt. Angefangen beim Traubenzucker und endend bei kühlenden Taschen.

Strickmantel : von Ki-ba-doo, genäht in Größe 40, in der langen Ausführung, mit selbstgebastelten aufgesetzten Taschen , heute gezeigt bei RUMS
Strickstoff : Stoffmarkt