Donnerstag, 30. März 2017

Osterferien in Schweden - Boda, unsere schönste Entdeckung des letzten Sommers

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Basic Strickmantel für meine Urlaubsgarderobe und jede Menge Arznei im Gepäck

Nach den letzten tollen Frühlingstagen heute einen Strickmantel zu zeigen ist schon ein bisschen blöd und ich kann euch sagen, ich habe bei den Fotos auch ordentlich geschwitzt. Aber wir wollen in einer Woche nach Schweden und da kann es vielleicht doch ganz nett sein, etwas zum Einkuscheln dabei zu haben. Zumindest vor dem Kaminfeuer.


Oder wenn man mal am See sitzen will… denn so warm wie im letzten Sommer wird es im Frühling noch nicht sein.


Da kommt mir der Basic Strickmantel von Ki-ba-doo dann doch genau recht. Auch wenn alle schon von der Frühlingsgarderobe sprechen, heute morgen ist es wieder ungemütlich und nass draussen und der Mantel genau richtig.




Der Stoff und der Schnitt lagen hier schon seit Herbst und warteten, und dank des Samstags mit meinen Nähdeerns habe ich endlich Zeit zum Nähen gefunden. Gemeinsam macht es einfach mehr Spaß und ich hatte außerdem das Glück, ihn mit Svenja gemeinsam nähen zu können. Perfekt.

Ich freue mich riesig auf Boda und auf unsere Instafamilie. Wer mir letztes Jahr im Sommer auf Instagram gefolgt ist, war sozusagen live dabei, wie wir Tini und ihre Familie kennengelernt haben, die wir bisher nur von Instagram kannten und wie aus einem nur kurz geplanten Besuch eine tolle Freundschaft und viele schöne Sommertage in Boda wurden.

Dieses Jahr haben wir ihre Bodastuga gemietet und freuen uns nun auf Ferien im Wald. Natur pur.


Das Ferienhaus ist erst ein paar Jahre alt und total liebevoll eingerichtet. Platz ist für 4-6 Personen und die Fellnase darf auch mit. Jette hat sich im letzten Sommer auf Anhieb mit Theo, der schwedischen Fellnase verstanden (mit den Katzen hatte sie schon eher ihre Probleme…)

Und auch diese beiden Mädchen haben sich auf Anhieb verstanden und sind allerbeste Freundinnen geworden.



Sie sind dort durch dick und dünn gegangen, haben gemeinsam in unserem Dachzelt geschlafen und waren einfach untrennbar, so dass wir kurzer Hand unsere Pläne für die Weiterfahrt geändert haben.
Inzwischen war Majla bei uns zu Besuch und mit Malin gemeinsam in der Schule und nun freut sich Malin auf den Gegenbesuch.

Bei dem Foto da oben stockt mir übrigens immer noch der Atem, denn eine Schaukel über dem Wasser birgt ja durchaus die Gefahr, das man reinfällt. Das wäre dann ein kleiner Supergau, da Malin eine Insulinpumpe am Körper trägt, die nicht wasserdicht ist und so einen Platsch wohl nicht überstehen würde. Wie oft man in einem Sommer sehr dicht am Wasser steht, ist mir gerade beim Bilderangucken aufgefallen.


Und ohne die Insulinpumpe würden wir es nicht mal bis nach Hamburg zurück schaffen… Deshalb mache ich mir nicht nur über die Urlaubsgarderobe Gedanken, sondern auch über das Equipment für meine Jüngste. Ehrlich gesagt, sind Urlaubsfahrten seit der Diabetes Typ 1 Diagnose nur noch halb so entspannt für mich wie vorher (da waren wir mitunter jedes zweite Wochenende weg). An alles muss gedacht werden, die Arzneivorräte müssen aufgestockt werden, ganz besonders die Rezeptpflichtigen und alles möglichst in zweifacher Ausführung mitgenommen werden.



Um alles bei Zeiten dabei zu haben, habe ich ein paar Taschen genäht. In den Schwimmflügeln ist Essen für den Notfall, sprich bei Unterzuckerung. Diese leuchtend orangenen Taschen haben sich in den drei Jahren schon super bewährt, denn dank der Signalfarbe findet man sie immer ganz schnell (auch in Schultaschen und sehr geräumigen Handtaschen ;-) und im unaufgeräumten Teeniezimmer. Wie ich sie genäht habe findet ihr hier .


Natürlich braucht es auch Piekser, Blutzuckermessgeräte, Tupfer und und und… (was wir mitnehmen zeige ich hier nur der Vollständigkeithalber. Das sind keine Empfehlungen, sondern jeder Typ 1er findet andere Sachen gut oder hat sein Insulin.)


In die  selbstgenähte Kulturtüte (mehr dazu hier ) kommt bei Ausflügen der Proviant , damit wir immer etwas zu essen haben, falls die Blutzuckerwerte schwanken oder es auch mal etwas kohlenhydratfreies sein muss, weil der Wert leider zu hoch ist.  Die Taschenlampe benutze ich oft nachts, wenn ich Malin messen muss, um die anderen nicht zu stören. Und für den Traubenzucker haben wir inzwischen diverse Dosen.

Wenn die Temperaturen jetzt ansteigen und wir mit unserem Bus unterwegs sind brauchen wir auch Taschen, in denen wir das Insulin kühl halten können. Zuhause lagern wir das Insulin und die Notfalspritze im Kühlschrank, aber in unserem selbstausgebauten Bus haben wir keinen. Ungünstig ist es auch in Hotelzimmer, da wir ja jederzeit Zugang zum Kühlschrank haben müssen, sowie im Sommer am Strand.

Deshalb freue ich mich, Frio Kühltaschen entdeckt zu haben.


Da passt das Insulin für die Pumpe und den Ersatzpen rein und die Notfallspritze bei extremer Unterzuckerung (glücklicherweise noch nie gebraucht).
Neu entdeckt bei Apotal im Onlineshop habe ich die kleine Kühltasche für die Insulinpumpe. Ihr seht sie im ersten Bild oben unter der Insulinpumpe. Im Rahmen einer Kooperation durfte ich Produkte aus dem Shop testen und habe mich für die beiden Taschen entschieden. Die Beschreibung zu den Bildern im Onlineshop würde ich mir zwar ausführlicher wünschen (leider gibt es kein Bild zu der blauen Pumpenkühltasche) und auch nach meiner telefonisches Nachfrage, war ich nicht wirklich schlauer. Aber ich bin immer auf der Suche nach Dingen, die Malin und uns das Leben mit Typ 1 erleichtern und deshalb habe ich sie einfach mal  bestellt. Der Versand hat ein paar Tage gedauert, aber dann konnten wir die Taschen gleich testen.


Die Handhabung ist super einfach und dank des ausgeklügelten Systems überall anwendbar, denn Wasser hat man ja immer irgendwie.
Die Taschen haben kleine Kristalle  eingenäht, die bei kurzem Einlegen in Wasser aufquellen und zu einer Art gelartigen Masse werden, die nun dank des gespeicherten Wassers ein paar Tage kühlt.


Dank eines kleinen Innensäckchens kann die Pumpe trocken in dem kühlen Säckchen aufbewahrt und so kühl am Gürtel getragen werden. Das ist super bei allen Aufenthalten in starker Hitze.


Wenn sich das Gel wieder fühlbar in Kristalle zurückverwandelt, kann der Beutel wieder kurz in Wasser gelegt werden und die Kühlung beginnt erneut. Nach Gebrauch wird der Beutel einfach zum Trocknen hingelegt. Und solange man den Friobeutel nicht in einem geschlossenen Gefäß (Vorsicht spakt! ...ähm, gerade mal gegoogelt: Spakig ist der norddeutsche Begriff für schimmelig, nur falls jemand den Ausdruck nicht kennt)) oder in der Waschmaschine wäscht… kann man ihn immer wieder verwenden und ist herrlich unabhängig, trotz wichtiger Medikamente.

Natürlich kann man nicht nur Insulin darin lagern. Wenn jetzt noch jemand etwas weiß, worin man das Insulin bei extremer Kälte aufbewahren kann, bin ich glücklich.


Für die Badesaison sind wir jedenfalls schon mal gerüstet… aber jetzt freuen wir uns erst mal auf den schwedischen Frühling. Zur Einstimmung werde ich in den nächsten Tagen noch mehr Bilder von Schweden zeigen, falls eure Urlaubsplanung noch in vollem Gange ist.

Claudia

Outtakes: Meine Stylistin und Fotografin Malin sorgt für den richtigen Sitz. …man beachte übrigens die roten Schwedenclogs ohne Socken zum Strickmantel...


Ps. Den Satz wollte ich schon immer schreiben: "…im Zweifel fragen sie ihren Arzt oder Apotheker"
Dieser Post ist deutlich medizinischer als alle anderen und weil von dieser Medizin das Leben meiner Tochter abhängt, bin ich diese für meinen Blog etwas ungewöhnliche Kooperation eingegangen. Ihr glaubt ja nicht, wie viel Geld jeden Monat in diese blöde chronische Erkrankung fließt, für all die wichtigen Kleinigkeiten, die keine Krankenkasse zahlt. Angefangen beim Traubenzucker und endend bei kühlenden Taschen.

Strickmantel : von Ki-ba-doo, genäht in Größe 40, in der langen Ausführung, mit selbstgebastelten aufgesetzten Taschen , heute gezeigt bei RUMS
Strickstoff : Stoffmarkt

Mittwoch, 22. März 2017

Leichte Frühlingsgefühle

Die erste "Spring-Flut" hat uns erreicht…



Dieser nervige Regen am Wochenende hat eine Seenlandschaft bei uns hinterlassen.Aber, wenn man davon absieht, dass die Narzissen am Flussufer jetzt ordentlich gewässert sind und alle Möbel auf dem Deich stehen müssen, ist es ja auch ganz hübsch…




Montag, 20. März 2017

Einstimmung auf den Schwedenurlaub zu Ostern



Noch drei Wochen, dann hat auch Schleswig-Holstein endlich Ferien. (Wer hat sich eigentlich ausgedacht, das Schleswigholsteinische SchülerInnen so lange ohne Ferien aushalten können? Alle anderen hatten wenigstens schon ein paar Tage frei!!!)
Damit die Zeit bis dahin schneller vergeht und ich bei dem miesen Wetter da draußen nicht an schlechter Laune eingehe, habe ich mir am Wochenende "Gustav - alter Schwede" geschnappt und endlich darin gelesen. Ihr erinnert euch vielleicht an unser Bloggerevent vor ein paar Wochen, als wir alle in einer geheizten! Fasssauna mitten in Hamburg-Winterhude einer Lesung gelauscht haben. Vorgetragen vom Schauspieler Andree Östen Solvik mit schönem schwedischen Akzent für den Geist Gustav. Herrlich war es und noch dazu das leckere Essen im Café Frau Larsson. 
Jetzt fehlen mir nur noch ein paar Zimtschnecken zu meinem Glück und Sonne!!!!