Dienstag, 24. März 2020

Landleben versus Stadtleben: haben wir nun Glück oder Pech?

Ich bin ein Stadtkind. Habe mehr als mein halbes Leben in der Stadt verbracht und dort - zugegebenermaßen am Stadtrand - in Hamburg wunderschön gelebt. Zentral und doch draußen, alle Geschäfte fußläufig, der Job nur ein paar Minuten entfernt. Gefühlt eine Million Kitas und Schulen um mich rum, genug Physiotherapie Praxen in der Nähe, um über einen Jobwechsel nachdenken zu können. Alles einfach und leicht, wenn auch nicht immer bezahlbar.






Dann wuchs da der Wunsch nach dem alten, besonderen Haus, mit Platz drum rum. Logischerweise bezahlbar. Und so landeten wir hier. Zuerst gefühlt viel zu weit weg von Zuhause, dann wurde es immer mehr unser Zuhause. Freunde kamen hinzu, ein paar Alte wurden weniger gesehen. Ich habe geflucht über die wenigen Einkaufsmöglichkeiten (obwohl ich den Weltbesten E**** Meyer in meiner Straße habe). Wollte shoppen ohne lange zu fahren, suchte Zerstreuung. Wollte zwischen mehr als diesen beiden Kindergartenmodellen wählen können, wollte überhaupt einen Kindergartenplatz für meinen Kinder haben. Ich war genervt, als wir bangen mussten, ob wir einen Platz an der für uns besten weiterführenden Schule bekommen. Ich war neidisch und bin es noch, wenn Herr Reetselig tagaus tagein in meine Stadt mit dem Zug fährt und dieses Stadtfeeling schnuppern darf/kann/muss, während ich mir diese Fahrten verkneife, weil ein Hin-Rückticket mit der Bahn knappe 25,-€ kostet und das Auto klimatechnisch gesehen, nur für ein bisschen Stadtfeeling ohne Grund, echt ein nogo ist. Also vergehe ich manchmal vor Sehnsucht nach meiner Heimatstadt, sitze ein paar Kilometer nördlicher in der Sonne, blicke auf den Fluss, arbeite vor Ort und genieße die Sonne und bin auch glücklich. Ich mache Fotos und halte das Glück fest. Ich poste auf Instagram, die erste Tasse Kaffee am Fluss oder wenn ich mit dem Hund durch Feld,Wald und Flur ziehe. Ich poste wie ich im Sommer das Büro nach draußen verlege wenn alle im Büro schwitzen oder wenn ich mit dem Strickzeug im Strandkorb sitze.

Und jetzt sind wir wegen der größten Krise, die ich mir nicht mal im Traum hätte ausmalen können, wegen dieses miesen Coronavirus SARS-CoV-2, dazu verdammt, Zuhause zu bleiben. Uns nicht bei der ersten Frühlingssonne in Cafés und Parks mit Freundinnen zu setzen, nicht nach St.Peter Ording auf den Strand zu fahren. Keine gemütlichen Grillabende mit Freunden, keine Spielplatztreffen, Geburtstagsfeiern im Park, kein Sport auf dem Wasser oder auf Außensportanlagen...
Nicht alle haben jetzt das Glück einen Balkon oder gar ein Haus mit Garten zu haben, rausgehen zu können, die Kinder und Hunde vor der Tür zu lüften.

Und ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich das genieße, weil ich weiß, das verdammt viele von euch Zuhause sitzen und einen Lagerkoller kriegen. Ich mag deshalb gar keine Fotos posten, wie der Frühling vor der Tür erwacht. Ich traue mich nicht zu schreiben, wie schön es ist.

Aber muss ich wirklich ein schlechtes Gewissen haben? Muss ich jetzt darüber nachdenken, wie ihr euch alle da in der Stadt fühlt, wenn ihr euch doch wahrscheinlich niemals fragt, wie mir hier im Winter an dunklen Tagen die Decke auf den Kopf fällt, weil es keine Cafés und hübschen Geschäfte fußnah gibt. Weil ich nicht spontan ins Theater oder Kino gehen kann? Weil die Auswahl schöner Restaurants eher bescheiden ist, usw.... Ach Schiet drauf!

Wisst ihr was? Ich denke ganz fest an euch alle!

So oder so. Ich mache mir Sorgen. Ich versuche, euch Sonnenstrahlen zu schicken. Ich möchte mich  mit euch zusammen an den Strand träumen und deshalb werde ich Bilder von draußen posten, denn ich freue mich auch wie Bolle über Strandbilder von denen, die dort leben und das Glück haben dort frische Meeresluft schnappen zu dürfen. Also lasst uns den Feed mit schönen Bildern zupflastern, damit wir nicht komplett durchdrehen. Postet was ihr gerade macht. Egal ob nur die Füße auf der Fensterbank in der Sonne liegen, der Sauerteig dort wächst und gedeiht oder die Blumen sprießen. Und manchmal sind es auch die schönen Fotos aus dem letzten Jahr, die unsere Laune heben. Ich hoffe stark darauf, jetzt die Zeit zu finden meine Schwedenbilder vom letzten Jahr durchzusehen, um ein paar  schöne Fotos zum Aufhängen rauszusuchen und hier für den Blog .

      Haltet alle die Ohren steif und bleibt gesund!

             Claudia

Sonntag, 22. März 2020

Inseln im Corona Alltag: Wie wir uns es in diesen Zeiten Zuhause gemütlich machen können

Puh, einmal tief durchatmen und losschreiben. 

Jetzt habe ich so unfassbar lange nicht gepostet, weil mir meine Hardware ja einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte und habe so lange überlegt, wie ich dieses Jahr starte, viele tolle Ideen gehabt und doch noch mal verschoben und jetzt sind wir am Beginn ( noch lange nicht mittendrin) einer großen Krise und es fühlt sich echt beknackt an, wieder zu starten. Aber ich habe den Blog vermisst und ich habe gefühlt eine Million schöne Fotos und Themen, die ich mit euch teilen möchte, Dinge die mich und wahrscheinlich auch euch bewegen und deswegen starte ich jetzt. Da bin ich also wieder. Diese Pause war keineswegs geplant und auch nicht so kreativ, wie ich es mir gewünscht habe, aber es sind einige schöne Dinge entstanden.


Das ist mein Ratzfatz Sweater. Pattern coming soon

Ich habe viel gelesen in der Zeit ohne Computer, stapelweise Bücher aus der Bücherei und die Schließung der Büchereien jetzt zu Corona Zeiten finde ich echt hart. Ganz besonders weil ich es nicht mehr geschafft habe, mich schnell mit einem Korb voll schöner Literatur einzudecken. Aber natürlich liegt hier noch das eine oder andere Buch, dass ich noch nicht gelesen habe und auch ein paar Fachbücher, Kochbücher, Magazine und Artikel liegen hier und werden mir bestimmt ein paar Stunden Zerstreuung bringen. Und dann gibt es da ja auch immer noch die Lösung Nachschub im Internet zu bestellen. Denkt daran, ruhig bei den kleinen Buchhandlungen zu bestellen, nicht nur beim großen Riesen, denn es wäre verdammt traurig, wenn die kleinen wunderbaren Buchhandlungen, in denen man stundenlang schmökern kann, der Krise zum Opfer fallen.

Wenn ich an meinen neuen Designs arbeite und manchmal stundenlang vor mich hinstricke höre ich seit einiger Zeit gerne Hörbücher oder Podcasts. 

Meine Lieblingspodcasts sind:
Elbsoda - die Beiden von Elbsoda , Caro und Jasmin sind witzig, unterhaltsam, informativ und Interior verrückt. Das mag ich ja sehr gerne.  

Hello Holly - Der Podcast über Interior, Trends und Friends. Holly talkt mit interessanten Menschen. aus dem Interiorbereich. Zu Gast waren schon Nici Brandmark vom Blog Scandinavian Style, Trend Stefan / Stefan Nilsson, Charlotte Heidemann von Rice und einige mehr. Der Podcast ist auf Englisch.  

Bestatten, Hauda - Ein Podcast von Bianca Lauda über den Tod. Klingt in diesen Zeiten vielleicht fies, aber ich finde, der Tod ist ein Thema, welches man nie ausklammern darf, weil man den Zeitpunkt, an dem man sich damit auseinandersetzen muss, nicht aussuchen kann. Sehr stark fand ich die Folgen über die Bestatterin und den Tatortreiniger. Unbedingt mal reinhören.

Nur noch eine Reihe - der Maschenfein Podcast Nach dem Maschenfein Blog gibt es nun auch den Podcast. Leider nur zum Hören.

Da ich Wolle und Gestricktes allerdings schwer zu beschreiben finde, gucke ich lieber Strickpodcasts auf Youtube und hier kommen meine liebsten: 

Kammebornia   Sofia und Dennis senden von Gotland. Da ich ein Fan der Insel bin, stört es mich nicht, dass der Podcast überwiegend auf Schwedisch, jedoch mit englischen Untertiteln, ist. Ich mag Sofias ruhige Art, ihre Musterstrickereien, ihre eigenen Designs und die schönen Landschaftsaufnahmen.

fibertales podcasts  Lærke sendet von Fynen in Dänemark. Der Podcast ist in Englisch und auch Lærke mag ich wegen ihres schönen Strickdesigns, der Bilder, ihrer Liebe zu Gotlandschafen und vielem mehr.

The gentle Knitter Podcast  Nicole sendet aus Kanada. Sie designed nicht selber, strickt aber unheimlich viel und vielfältig und stellt diese Strickstücke dann vor. Sie spricht über Wollfestivals und Retreats (Rückzugsorte an denen gestrickt und in kleinen Kursen unterrichtet wird ). Nicoles ruhige Art erdet mich immer.

Truly myrtle Podcast   Libby lebt mit ihrer Familie in Neuseeland, entwirft und strickt und hat so einen fantastischen Charme und eine mitreißende Ausstrahlung, dass man beim Gucken einfach nur gute Laune bekommen kann. 

Joji's Journal   Joji, Argentiniens bekannteste Strickdesignerin stellt in ihrem Podcast ihr Design vor, die Wolle, mit der sie arbeitet, spricht über ihre derzeitigen Projekte und manchmal talkt sie mit ihrer Mum, dem heimlichen Star dieser Unterhaltungen. Der Podcast ist in Englisch, manchmal ein kleines bisschen chaotisch, aber einfach aus dem wirklichen Leben und wunderbar authentisch. 

fruity knitting podcast   Andrea und Andrew leben in Deutschland, da sie aus dem englischsprachigen Raum kommen reden sie Englisch. Der Podcast besteht aus mehreren immer wiederkehrenden Elementen und ist wahnsinnig informativ und fast wie ein Magazin aufgebaut.  Jeder Podcast hat ein Thema, bzw. stellt einen DesignerIn und /oder eine StrickerIn vor. Andrea führt Interviews, manchmal via Skype, weltweit, oft aber auch vor Ort, auf Wollfesten oder anderen Veranstaltungen. Neben den neusten Trends, schöner Wolle, die sie sich gekauft haben, erfährt man viel über die Dinge, die die Beiden zur Zeit gerade stricken. Dabei werden Änderungen genau erklärt und oft durch Tutorials von Andrea ergänzt. 

Mandarine's  Melodie lebt in Frankreich, spricht im Podcast jedoch Englisch, zeigt viele kleine Vlogs aus ihrem täglichen Leben, ihre Strickprozesse, ihre Strickentwürfe und die Wolle 🧶 mit der sie arbeitet.  Sie arbeitet ähnlich wie fibertales und the gentle knitter viel mit Naturtönen und erdet einen ganz wunderbar.

Welches sind eure liebsten Podcasts? Ich freue mich immer über neue Anregungen, also her damit und schreibt gerne in den Kommentaren, damit alle eure Vorschläge sehen können.

Und jetzt macht es euch gemütlich Zuhause und bleibt gesund!

Claudia


Samstag, 14. Dezember 2019

Last Minute DIY´s zu Weihnachten oder kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Seid ihr auch im weihnachtlichen Bastel-, Strick- und Nähfieber ? Hier laufen jedenfalls die Nadeln heiß und der Backofen glüht für kleine Mitbringsel, liebevolle Geschenke und Dankeschöns zum Jahresende.Da die meisten Dinge noch geheim bleiben müssen, kann ich euch nicht im Einzelnen zeigen, was ich mache, aber ich habe jede Menge Tipps für euch gesammelt und Blogpost von tollen Bloggerinnen, die ich wärmstens empfehlen kann.




Ganz groß im Kommen sind ja Bienenwachstücher. Perfekt um schöne Stoffreste zu verarbeiten. Einen guten Post findet ihr bei Hans Natur Blog. Sie hat einfach alles ausprobiert und gibt gute Tipps. (danke liebe Svenja für den Tipp und ps. die Idee für die Etiketten habe ich auch bei Svenjas Adventskalenderpäckchen abgeguckt).

Viele tolle Tipps und Ideen könnt ihr bei unserer Bloggeraktion #12giftswithlovegoesXmas finden. Miss Red Fox hat alle Blogpost kurz vorgestellt und verlinkt. Am besten guckt ihr bei ihr auf dem Blog.



Mein Beitrag für #12giftswithlovegoesXmas hatte ich euch schon gezeigt. Ich habe für ein paar Freundinnen Fiete und seine Freunde gestrickt. Wie das geht findet ihr hier.


Bei Schneiderherz habe ich  ein paar tolle Ideen gefunden. Für Näherinnen zum Beispiel einen tollen Nähkalender 2020  zum Ausdrucken  oder den Nadelparkplatz. Für den Nadelparkplatz braucht ihr jedoch einen Plotter oder eine Freundin mit Plotter. Eine wunderbare Idee, nicht nur zur Weihnachtszeit, ist der Plott >Im Notfall Scheibe einschlagen< für Geldgeschenke von Ute. 

Nur zwei schöne Stoffe von einem halben Meter und einen Meter Gurtband braucht ihr für eine Charlybag.  Caro von Draußen nur Kännchen hat vor einigen Jahren erklärt, wie man die Charly Bag mit Gurtband näht.


Meine Töchter lieben ihre Sis Socks, die Anleitung könnt ihr auf Ravelry bekommen. Oder ihr strickt ein Dezember Tuch von eatelier39.

Ein Klassiker zur Weihnachtszeit sind bei uns Schneemandeln und ZuckerZimtBrezeln von Zucker Zimt und Liebe. Neben selbstgemachten Keksen sind das einfach unschlagbar leckere und schnelle kleine Mitbringsel. Auch sehr lecker sind Erdnusshappen mit Ingwer und Meersalz. My daily Meer hat euch das Rezept aufgeschrieben  und gleich noch eine schöne Idee für ein Weihnachtskarten DIY .

Ihr habt eigentlich keine Zeit zum Nähen und Backen möchtet aber gerne etwas "Kreatives" verschenken, bzw. ein Geschenk für eine kreative Freundin? Also ich bin schwer verliebt in das neue Kochbuch "Barfuß in der Küche" von Claudia Schaumann / Was für mich. Und das nicht nur, weil ich immer barfuß im Haus rumlaufe, sondern weil die Rezepte unkompliziert sind und die Fotos einfach Spaß auf gemütliche Treffen mit Freunden machen und leckere Mahlzeiten mit der Familie.

Oder ihr verschenkt eines der SoxxBooks von Kerstin Bahlke / Stine&Stitch. Vielleicht in Kombination mit einem ihrer tollen Garnpakete, die so tolle Namen tragen, wie Eisbär, Gipfelstürmer oder Leichtmatrose. 

Und schwups sind wir beim Einpacken. Ein paar schöne Beispiele hatten wir dieses Jahr in unserem Adventskalender. Gesine hat hübsche Seiten aus Zeitschriften zu Tüten zusammen genäht,  Svenja hat Milchpackungen zu Boxen umfunktioniert und Britta hat Milchtüten auseinandergeschnitten, getrennt und neu zusammengenäht .

Einen ganzen Blogpost zum nachhaltigen Verpacken von Weihnachtsgeschenken hat Luzia Pimpinella geschrieben. Eigentlich gar nicht so schwer. Packpapier z.B. lässt sich auf viele Arten verschönern, Washi Tape ist einfach nur schön und viel nachhaltiger als Tesa und selbstgenähte Säckchen aus Stoff lassen sich immer wieder verwenden. 
Bestimmt gibt es auch in eurem Haushalt das eine oder andere, was man gut zum Einpacken nehmen kann. Und ansonsten bediene ich mich dieses Jahr an meinen ganzen Resten. So ist auch die Klarsichttüte mit den Schokomandeln auf dem Foto gelandet. Nicht ganz nachhaltig, aber was da ist wird verbraucht.

Ich wünsche euch einen kreativen und gemütlichen dritten Advent bei Kerzenlicht und Keksen

                          Claudia

Dienstag, 10. Dezember 2019

Weihnachtsrituale für Große und Kleine - von Adventskalendern über Kekse backen und kleine Auszeiten bis zu Tannenbaum kaufen und musizieren



Zweiter Advent und ich bin angekommen in der Vorweihnachtszeit. Nachdem ich am Samstag schon drohte durchzudrehen, nach einer schlaflosen Nacht, einem Tag voller Trubel, Terminen und einer gesperrten Autobahn in Hamburg  - ich meine, wie soll  es mit der besinnlichen Weihnachtszeit klappen, wenn man von Termin zu Termin hetzt? - wollte ich mich nachmittags am liebsten ins Bett verkrümeln und diesen tollen Gutschein einlösen… aber am Ende  des Tages war es dann doch ein fantastischer Tag mit glücklichen Kinderaugen ( 3. Geburtstag), einer riesigen Schüssel Salat, einer schönen Fahrt über die Dörfer statt über die Autobahn und einem fantastischen Wild-Fondue mit Freunden. Quatschen und lecker Essen bis tief in die Nacht, wie jedes Jahr am Samstag vor dem zweiten Advent. Ein schönes Ritual und das seit mehr als 25 Jahren!


Nach ein paar Stunden Schlaf habe ich mich dann Sonntag  Morgen ans Kekse backen gemacht und Zack war sie da, die schöne Stimmung. Was macht es da, dass immer noch ein paar Weihnachtskisten rumstehen, weil ich sie durchsortieren wollte, immer noch nicht alles dekoriert ist und ich fast noch kein Geschenk habe… Warum soll ich mich in den Sog des Weihnachtsstresses ziehen lassen, wenn man mit ein paar lieben Menschen um sich herum, einer Menge Kerzen und ein paar Keksen den schönsten zweiten Advent Zuhause haben kann?


Wie kommt ihr in Stimmung? Braucht ihr ein Zimmer voller Deko, den ersten Punsch auf dem Weihnachtsmarkt oder Weihnachtsfeiern? Habt ihr Weihnachtsrituale, die jedes Jahr wiederkehren?

Ich muss gestehen, dass ein kleines bisschen Weihnachtschaos für mich dazu gehört. Es muss nie wieder so schlimm sein wie 2014, aber perfekt ist es hier nie. Und jedes Jahr ein kleines bisschen anders und trotzdem haben wir ein paar Rituale. Die oben genannte Weihnachtsfeier mit Bernds Studienfreunden gehört dazu. Und die Weihnachtsfeier mit meinen Freundinnen, eine Woche davor - auch schon seit 27 Jahren! Mehr als mein halbes Leben!



Na und dann die Adventskalender. Neben den Kalendern für meine Familie habe ich auch in diesem Jahr für einen Adventskalender mit Freundinnen gebastelt. Wir sind neun Frauen, d.h. jede von uns macht 3 Päckchen in achtfacher Ausfertigung. Die Neunte macht es ebenso und dies Päckchen packen wir aus, wenn die Anderen unsere Pakete öffnen. Es ist wahnsinnig spannend und ich genieße den Moment, wenn ich mich morgens mit einem Tee hinsetze und mein Päckchen öffne. Eines meiner liebsten Rituale. 



Dazu vielleicht ein paar Plätzchen oder ein Stück Stollen. Lecker. Ich habe dieses Jahr das erste Mal Stollen im Glas gebacken - mein Paket für meine Freundinnen gestern. Dazu wurde der Stollen in Weckgläsern gebacken (die Zeit im Backofen verkürzen und immer mal wieder gucken, ob er schon gut ist) und gleich nach dem Backen flüssige Butter drüber geben, eine ordentliche Portion Puderzucker und dann sofort verschließen. So hält sich der Stollen ein paar Wochen und wird schön saftig. Ein tolles Mitbringsel.
Schneemandeln haben wir auch schon gemacht und schwedische Chokladbollar . Ein paar Plätzchensorten stehen noch auf meiner Wunschliste. Auf den einen oder anderen Klassiker freue ich mich jedes Jahr. Aber ich habe beschlossen, mich nicht stressen zu lassen. 



Es muss auch Zeit für Spaziergänge an der Ostsee in den Sonnenaufgang hinein oder den gemeinsamen Weihnachtsfilmeabend mit meinen Töchtern sein. 

Noch so ein wichtiges Familienereignis ist das gemeinsame Weihnachtsbaum aussuchen auf dem Hof in der Nachbarschaft, mit anschließenden Kekse essen und Punsch trinken, mit dem wir schon unsere Freunde angesteckt haben. 


Da haben wir auch unsere Weihnachtskarte vom letzten Jahr geknipst. Mit einer Kiste voll Weihnachtskram in der Tannenschonung.

Und dann gib es noch die lieben Freunde, mit denen wir seit Jahren kurz vor der Bescherung kleine Geschenke austauschen. Mal kommen sie, mal wir. Und nachdem sie uns letztes Jahr mit einem Weihnachtskonzert unter unserem Tannenbaum überrascht haben, haben wir uns dieses Jahr zum gemeinsamen Singen und Musizieren verabredet. Ich freue mich auf diese schöne  Weihnachtseinstimmung.

Jetzt noch ein paar frostige Tage und ein paar Flocken Schnee und ich wäre im Weihnachtshimmel ;-) …

Macht es euch alle wunderbar gemütlich!








Sonntag, 1. Dezember 2019

#12giftswithlovegoesxmas und ich fange an mit Fiete und seinen Freunden

Und zack: Noch 24 Tage bis Weihnachten. Heute wird die erste Kerze angezündet und das erste Türchen oder das erste Päckchen darf geöffnet werden. Ich bin auch Erste und darf die #12giftswithlovegoesxmas von Ioana aka miss red Fox eröffnen. 


Jeden Tag bis Heilig Abend wird eine Bloggerin euch eine schöne Idee zur Weihnachtszeit präsentieren.




Hinter dem ersten Türchen befinden sich heute Fiete und seine Freunde. Kleine gestrickte Freunde aus Wollresten. Schnell gestrickt und jeder Freund ganz individuell. Ganz links seht ihr meine Gretha mit Gummistiefeln und Regenhut. Mit ihr fing alles an. Und dann entstanden aus den unzähligen Wollresten Fiete und seine Freunde, für meine Freunde.


Alle Freunde sind ganz individuell, so wie die Menschen, für die sie sind. Sie unterscheiden sich in der Wahl der Wolle, und der Art ihrer Muster und Kleinigkeiten, die ihre Persönlichkeit ausmachen. 



Begonnen wird unten an den Füßen und dann hoch gestrickt. Variiert habe ich, in dem ich Schuhe oder Stiefel gestrickt habe. Entsprechend habe ich die Hosenlänge verändert. Auch die Pulloverlänge variiert bei mir. Bei den Pullover kann man schön spielen, in dem man kleine Muster einstrickt. Die Mütze wird separat gestrickt. Ob ihr Haare stickt oder nicht bleibt euch überlassen.


Mit meinen kleinen Freunden werde ich ein paar Freunde überraschen. Damit ihr dies auch könnt, habe ich beim Stricken mitgeschrieben. Die Anleitung findet ihr weiter unten oder bei Ravelry.


Viel Spaß hatte ich auch beim Bommeln. Geholfen hat mir ein kleines Set von Prym, das ich geschenkt bekommen habe. Witzigerweise hatte ich so eines schon als Teenie und ich habe es immer geliebt, habe es sogar noch. Ich musste meinen Bommel etwas "frisieren", da er zu groß für die Pudelmütze groß war. Aber jetzt hat der kleine Freund eine Pudelmütze.



Ganz neu sind solche Strickpuppen nicht. Ein paar von euch können sich vielleicht noch erinnern, dass sie Mitte der 70er Jahre angesagt waren. damals konnte man die Anleitung in der Zeitschrift Brigitte finden. Meine Mama strickte für die ganze Familie ganz unterschiedliche Strickpüppchen. Sie sahen ungefähr so aus, wie der noch nicht ganz fertige im Bild oben. Die Mütze wurde direkt nach dem Gesicht gestrickt.


Mein Fiete und seine Freunde haben separat gestrickte Mützen bekommen, die ich festgenäht habe. 




Anleitung

Größe: 13- 15 cm

Material
Wolle: Sockenwollreste in verschiedenen Farben (ihr könnt natürlich auch dickere Wolle nehmen, dann wird die Puppe größer)
Nadeln: Nadelspiel  2.5

Anleitung
32 Maschen (M) anschlagen, auf dem Nadelspiel verteilen, zur Runde schließen und 5 Runden für die Schuhe rechts stricken. 

Hose: 8 - 13 Runden rechts stricken. Für Stiefel habe ich 8 Runden rechts gestrickt und dafür die Hose kürzer gearbeitet. 

Pullover: In der nächsten Runde 4 M verteilt zunehmen und eventuell ein kleines Pullover-Bündchen über 2 - 3 Runden oder alternativ 1 - 2 Runden links stricken. Jetzt 15 Runden rechts stricken. Hier könnt ihr Zopfmuster oder kleine FairIsle Muster einstricken, wenn ihr mögt.
Für die Schulterabnahme: *1. und 3. Nadel 1 Masche rechts, 1 Maschen rechts abheben, die nächste Masche stricken und die abgehobene drüberziehen. 2. und 4. Nadel bis 3 Maschen vor dem Ende stricken, 2 Maschen zusammen stricken und die letzte Masche rechts stricken.* Nach einer weiteren Runde rechts  gestrickt eine weitere Abnahmerunde wie zuvor = 28 Maschen . 1 Runde rechts.

Jetzt habt ihr mehrere Optionen: ihr könnt direkt im Anschluss das Gesicht / den Kopf beginnen oder erst ein kleines Bündchen stricken oder ihr nehmt wieder 4 Maschen verteilt zu und strickt über 4 Runden mit 1 M rechts / 1 M links einen Rollkragen, wie ihr bei mir sehen könnt. Bündchen und Rollkragen werden dann abgekettet und die 28 Maschen für das Gesicht/ den Kopf innen aus dem Kragen neu aufgenommen. 1 Runde rechts stricken, dann in der nächsten Runde verteilt 4 Maschen zunehmen (32 Maschen). 10 Runden rechts stricken, dann mit den Abnahmen beginnen.
1. Runde: Auf jeder Nadel 1 Masche, durch  zusammenstricken von 2 Maschen, abnehmen. (4 M weniger)
2. 1 Runde rechts
3. Runde: 1. Runde wiederholen (4 M weniger)
4. 1 Runde rechts 
5. Runde : *2 M rechts zusammen stricken, 1 M re, ab * wiederholen (8 M weniger)
6. 1 Runde rechts
7. Runde: immer 2 M zusammen stricken. Die letzten 8 Maschen werden mit einem Faden zusammen gezogen.

Nun den Kopf mit Watte oder Wollresten ausstopfen. Mit Hilfe eines Fadens den Hals etwas abbinden. Eine Nase und Augen sticken und eventuell Haare.

Die Arme und Beinen werden mit einem Faden abgenäht. Ob ihr lieber vorher oder nachher die Puppe mit Watte ausstopft  müsst ihr ausprobieren. Ich forme gerne die schon ausgestopfte Puppe mit dem Faden, es lässt sich aber etwas schlechter nähen. Die Füße mit Maschenstich schließen.

Mütze: 36 Maschen anschlagen und 3 Runden 1 M re / 1 M li stricken. Ca 8 Runden rechts stricken. Eventuell die Mütze aufprobieren und kürzer oder länger stricken. Für die Abnahmen in der ersten Runde 4 x 2 Maschen zusammen stricken, in der 3., 5. und 6. Runde 8 x 2 Maschen zusammen stricken. Die letzten 8 Maschen wieder mit einem Faden zusammen ziehen. Wer mag, macht noch einen kleinen Bommel. Die Mütze am Kopf festnähen.



Und nun viel Spaß beim Entwerfen und Stricken.

Ich wünsche euch einen gemütlichen ersten Advent und eine magische Vorweihnachtszeit.

Morgen findet ihr #12giftswithlovegoesxmas bei Sabine Seyffert
und jeden Tag könnt ihr bei miss red fox lesen, bei wem es weiter geht.

1 reetselig.blogspot.com 2  www.sabine-seyffert.de/blog 3 lovedecorations.de 4 studio-karamelo.com/blog 5  aye-aye-diy.com 6  www.instagram.com/golden_freckles 7 soulsistermeetsfriends.com 8 www.frau-liebling.com/blog 9 www.instagram.com/madamemops 10  www.smillaswohngefuehl.com 11  fraufriemel.de 12  mrsgreenhouse.de 13 kreativfieber.de 14 trytrytry.de 15  kathyloves.de 16 nom-noms.de 17  www.johannarundel.de 18  schninskitchen.de 19  dezentpink.de/blog 20 www.katimakeit.de/diy-blog 21 zaubereinlaecheln.de 22 kleineherzensdiebe.com 23  wendyswohnzimmer.de 24 missredfox.de 


Dienstag, 26. November 2019

Herbstfarben gegen den Novemberblues und ein neues Stricktuch - mein Vertices Unite


Bevor ich morgen mit der Weihnachtsdeko loslege und Lichter gegen das Grau und die früh aufziehende Dunkelheit da draußen aufhänge, habe ich mich an den Farben der Fotos berauscht, die ich auf einem meiner Herbstspaziergänge gemacht habe. Und jetzt kommt es mir so vor, als hätte ich Farben gesammelt für den Winter. Was für ein Glück, denn so langsam geht mir das ewig Nasse da draußen auf den Wecker. Ich möchte knackigen Frost, knirschendes Laub unter den Füßen und zur Abwechslung mal nicht auf der nassen Holzterrasse ausrutschen.




Ich möchte mich auf das Moos legen und in den Himmel gucken. 



Inzwischen liegt mehr Laub auf dem Boden, als in den Bäumen hängt, aber dafür ist der Blick in die Wipfel und den Himmel frei. Auch schön.


Da ich mir die vielen Grautöne da draußen und die Spaziergänge im Nebel versüßen muss, freue ich mich über mein Herbstprojekt, dass ich mir im Oktober gestrickt habe. Im Vertice Unite von Stephen West sind drei Knäule aus vorherigen Projekten und zwei neue von Madelinetosh Tosh Merino Light verstrickt. 
Das Tuch ist schnell gestrickt, da das Muster so abwechslungsreich ist. Die Anleitung ist leicht verständlich geschrieben (englisch), das Tuch in zwei Größen zu stricken. Ich habe das Große gestrickt. Die Wolle ist schön leicht und kuschelig, da darf es ruhig etwas mehr Tuch sein. Ist ja bald Winter.



Tuch Vertices Unite von Stephen West in Large
Ravelry
Verlinkt bei Maschenfein

Dienstag, 29. Oktober 2019

Sis Socks - für Schwestern, Bootsliebhaber, FairIslestrickerinnen und alle, die schon immer gerne Socken über die Boots schlagen wollten, sowieso




Es gibt Neues auf die Nadeln, noch schnell zum Socktober… Aber hej, die Sockensaison geht ja erst los!Und wer jetzt los legt, hat vielleicht auch ein paar Socken Weihnachten zum Verschenken über. (Ps.: ist es jetzt ein Paar oder sind es ein paar… ? ) Stricken ist im Moment übrigens einfacher, als schnell den Post dazu zu schreiben. Mein Laptop ist mittlerweile so langsam, dass ich euch die Anleitung auch abschreiben und per Post versenden könnte. Nicht wirklich das richtige Equipment zum Schreiben. Aber die Socken sind inzwischen dreimal gestrickt, meine Teststrickerinnen hatten viel Spaß, Stine und Malin fiebern der Veröffentlichung der Socken entgegen, weil sie die Socken erst danach tragen dürfen und ich freue mich darauf, zu sehen, wie ihr loslegt.



Meine Töchter haben mich zu diesem Design inspiriert. Sie wünschten sich warme kuschelige Socken, in natürlichen Farben, leicht und zum Krempeln und gut über Boots zu tragen. Heraus gekommen sind die Sis Socken!


Gestrickt in erdigen Tönen, aus Filcolana arwetta classic und Filcolana Indiecita Alpaka für den Umschlag, sind die Socken so, wie Stine und Malin es sich gewünscht haben.



Am Umschlag werden zwei Latvian Braids also zwei Lettische Zöpfe gestrickt. Die klingen im ersten Moment etwas tüdelig, weil man die Fäden immer umeinander dreht beim weiter stricken. aber keine Angst, in der zweiten Reihe wird alles wieder enttüdelt und ich finde sie so schön.








Bei uns gibt es Sis Socken in diesem Herbst in drei Varianten Aber bei meinen Teststrickerinnen habe ich noch viel mehr Farbvarianten gesehen und gleich Lust bekommen noch weitere Varianten auszuprobieren.


Übrigens wäre es beim nächsten Mal schlauer die Socken vor dem Waldspaziergang zu shooten und Schuhputzzeug im Urlaub wäre auch super, wenn man so etwas vor hat. Beim nächsten Mal dann...


 Sis Socke auf Ravelry
Wolle: Filcolana arwetta und Filcolana indiecita
Link: Maschenfein- auf den Nadeln Oktober, Creadienstag