Donnerstag, 28. Juni 2018

Sommer, Sonne, Stricken 2 - der Riddari ist fertig und avanciert zum Lieblingspulli

Der Riddari ist fertig . Und er hat Sommer hin, Sommer her … die ganz große Chance zum Lieblingspulli zu werden. Und nicht etwa von Herrn Reetselig - dem er eigentlich gehört - denn er bekommt ihn eigentlich selten in die Hände … sondern von mir.


Ich habe mich in die Farben verliebt, deren Auswahl eher zufällig war und eher so verlief: Schublade auf, ein bisschen hier von, ein bisschen davon. Und schon entstand diese wunderschöne Passe. Und wieder mal bin ich völlig baff, wie gut mir das Grün in der Passe gefällt. Das erste Mal ging es mir so bei Stines Malou, dann in meinem Riddari, den ich aus den Resten strickte und nun in diesem Riddari. Für mich selber hätte ich die Farben gar nicht so gewählt und nun mopse ich mir den Pulli immer mal für meine Hunderunden. Ein bisschen Boyfriend Style ;-)

Er sitzt bei Herrn Reetselig natürlich 1000 Mal besser. Einfach perfekt finde ich.



Ich freue mich, dass er diesmal so gut sitzt. Ich hatte ja *hier* schon über meine Bedenken geschrieben und über meinen ersten Riddari, den ich zwar gerne trage, der mich vom Sitz aber nicht überzeugt. Meinen habe ich aber stark verändert, weil ich mit anderer Wolle strickte und alles nicht hinkam. Ganz anders diesmal.




Ein paar Änderungen habe ich auch dieses Mal vorgenommen.

Ich habe Top Down gestrickt, damit ich das Muster optimal anpassen kann.
Am Ende der Musterpasse habe ich weitere12 Maschen zugenommen. Diese Maschen habe ich dann im Body mehr gehabt. Für eine bessere Passform habe ich den Pullover tailliert.
Damit der Ausschnitt gut, aber trotzdem halsnah sitzt, habe ich mit verkürzten Reihen im Rücken unterhalb der Passe gearbeitet. 
Die Maschen der Arme sind gemäß der Anleitung für Größe XL. Ich finde, hier hätten es ein paar Maschen weniger sein können, obwohl mein Mann muskulöse Oberarme hat.





Und wie sieht er nun an mir aus? Wo ich ihn doch so gerne trage?
Viel zu lange Ärmel, ein salopper Sitz… aber saugemütlich! Eben Boyfriend Style. Und am Wochenende beim Konzert inde Nachbarschaft im Nieselregen auch auf seine Wasserdichte getestet! Schafwolle sprich Léttlopi Garn ist wirklich genial. Ziemlich winddicht - das habe ich auf Rømø bei ziemlich heftigem Wind getestet und wasserdicht bei fiesem Nieselregen (vom Geruch nach nassen Schaf wollen wir jetzt nicht sprechen ;-)




Wie immer findet ihr alle weiteren Informationen bei Ravelry 

Verlinkt mit Maschenfein , Sew la la

Dienstag, 12. Juni 2018

12 von 12 im Juni, ein unterzuckerter Tagesbeginn und Matjes vom Feinsten in der Mitte



Moin Moin! Dieser Tag ist mal wieder komplett anders gelaufen, als ich es mir vorgestellt habe… Aber sowas von… Nach 5 erlebnisreichen Tagen, die meine Jüngste* ganz gut gemeistert hat, hatten wir heute Nacht dann den Salat. Statt  früh zu Bett und ordentlich Schlaf nachholen, war sie zwischen 22.00 und 24.00 Uhr so stark unterzuckert, das an Schlaf nicht zu denken war. Um 24.00 Uhr stieg der Blutzucker allmählich wieder in den Normbereich, aber noch nicht hoch genug um entspannt schlafen zu können. Also schlug ich mir noch eine halbe Stunde mit Stricken um die Ohren, fiel dann total müde ins Bett. Aber nicht ohne mir den Wecker eine Stunde später zu stellen, um zu checken, ob der Blutzucker sich stabilisiert hat. Hatte er (vermeintlich…). Das waren dann also schon mal die ersten anderthalb Stunden des 12. Allerdings ohne Foto.


Um halb fünf wachte ich das erste Mal auf. Mit einem blöden Gefühl. Und richtig. Das Kind neben mir war hoffnungslos unterzuckert… Von wegen wieder stabilisiert. Und ich war schrecklich müde. Denn nächtliches Messen - auch wenn ich neben ihr geschlafen habe - macht mich immer echt fertig. Da sie überhaupt nicht wieder hoch kam, obwohl die Pumpe ab war und ihr vom Essen auf nüchternen Magen schon schlecht war, entschied ich, dass sie heute nicht zur Schule geht und wenigstens sie weiter schlafen darf. Ich für meinen Teil habe alle halbe Stunde den Blutzucker kontrolliert und mich müde gefragt, wie ich den Tag rumkriegen will. 

Und dabei hatte ich so viel auf dem Zettel. Eigentlich wollte ich in den Morgenstunden - um halb sieben verlässt Malin normalerweise das Haus - einen Blogpost schreiben, dann ein bisschen Sport, eine Hunderunde, eine Dusche und ab in die Stadt… Das war aber natürlich nix.


Also erst einmal Kaffee. Einen großen Pott!


Dann ab nach Hamburg zum Saisonstart des Matjes. Auf dem Weg zum Restaurant Engel eine Begegnung der unheimlichen Art mit einem Tiefstarter… 


In Teufelsbrück in dem Restaurant von Tarik Rose wurde das erste Fass mit holländischem Matjes geöffnet. 



Das Restaurant liegt direkt am Anleger Teufelsbrück, mit Blick auf die Elbe und zwischendurch auch schwankendem Boden. Nix überkandideltes, eher wunderbar Bodenständig. Ein Restaurant nach meinem Geschmack.


Hier wird für die anwesenden Journalisten schön in die Kamera geguckt, damit auch ja jeder ein wunderbares Foto hat. Blogger gehen da eher anders vor ;-) ist mir dabei aufgefallen…
Reinhold Beckmann war auch da. Er erhielt einen Scheck über 16000 € für seine Stiftung NestWerk 



Natürlich gab es auch jede Menge Matjes. Sehr lecker zubereitet von dem sympathischen Tarik Rose und seinem Team. 

Für mich war dieser Tag ein Teil meiner persönlichen Challenge, denn ich bin eigentlich kein Fischesser. Geräuchert schon, aber Matjes stand bisher nicht auf meinem Speiseplan. Da sich Geschmäcker aber bekanntlich ändern können beschloss ich, es heute noch einmal zu versuchen. Und ich war angenehm überrascht. So gesehen war der Tag also ein Erfolg.


Über sein Buch haben wir mit Tarik Rose auch gesprochen. Ich war ja sofort von den Bildern gepackt. Ich stehe auf gute Foodfotografie. Die Rezepte enthalten Zutaten, die ich auch auf dem Land bekomme. Das Kochbuch kommt auf meine Geburtstagswunschliste.


Nachtisch mit Ausblick 


Da der Fähranleger direkt vor der Tür lag habe ich die Fähre nach Hause genommen. Man beachte mein dickes Auge. Dinge, die die Welt nicht braucht...


Stricken mit Ausblick



Und in der Bahn noch eine Portion Hygge zum Strickzeug.
Das war mein 12. Juni in Bildern und Text. Insgesamt doch nicht so doof, wie er gestartet ist. Wenn auch bannig grau.  Auch Malin hat sich Mittags berappelt gehabt. Und wie waren eure 12 von 12 ?



* Für alle neuen Leser: Malin meine Jüngste hat Diabetes Typ 1 und leider gibt es immer wieder Dinge im Leben und Tage einfach nur so, die unser Leben total auf den Kopf stellen, weil der Diabetes sich nicht unbedingt an Absprachen hält.


Mittwoch, 6. Juni 2018

Me Made Mittwoch im Juni mit dem Basic Shirt von Ki-ba-doo und der Charly Bag



Moin aus diesem sonnigen nordischen Sommer, der uns Tag für Tag verblüfft und mega gut tut! Dieses Jahr hat wirklich jedes Sommerteil schon eine Berechtigung gehabt und ich freue mich, dass ich Anfang Mai beim Nähmarathon ein paar schöne Teile für diesen Sommer genäht habe. 



Auf der Suche nach einem neuen T-Shirt Schnitt bin ich über das Basic Shirt von Ki-ba-doo gestolpert und habe es probeweise aus einem recht flutschigen Jersey genäht. Eigentlich sollten schon längst weitere aus Jersey gefolgt sein, aber im Moment komme ich nicht zum Nähen. Dafür ist dieses zum Lieblingsshirt aufgestiegen!


Ich mag den tiefen Ausschnitt richtig gerne. Leider sind die meisten Bilder heute morgen unscharf geworden. Deshalb müsst ihr mit diesem  vorlieb nehmen. Dafür hatten wir eine herrliche Zeit mit dem Hund am See. Nur waren wir nicht so schlau gewesen Badesachen mit zunehmen…


Die Charly Bag und den Sommer Loop habe ich auch am Wochenende genäht. Davon kann man nie genug haben ;-)



Der tolle Plot ist ein Freebie von Frau Pünktchen. Alles weitere erfahrt ihr hier. Danke Domi für das Plotten! Ich mach jetzt eine kleine Runde beim MeMadeMittwoch und dann muss ich noch eine Runde zu einer Sitzung in die Schule… man gut dass ich Schnittchen auf die Tagesordnung gesetzt habe, so wird es zumindest ein geselliger Abend ;-)

Euch allen einen schönen sonnigen Abend!

                       Claudia

Schnitt : Basic Shirt von Ki-ba-doo
Jersey von Stoff & Stil
Loop Stoff von Jippel Husum
Mehr zur Charlie Bag habe ich *hier* geschrieben, der Stoff ist von IKEAund liegt schon ein bisschen hier.

Freitag, 1. Juni 2018

Noch mehr Sommer, Sonne und meine neue Yello Bag


Dieses phantastische Sommerwetter im Mai macht einfach gute Laune!!! Und ehrlich gesagt verbringe ich so viel Zeit wie möglich draußen und nur wenig am PC oder an der Nähmaschine.  Dafür sitze ich an meinem neuen Strickdesign. Die Anleitung für Snørre, den Ankerpulli (hier als Jackensonderversion) ist fast fertig. Meine Testerinnen sind ganz fleißig und bald geht sie online. Aber da ich den Mai ja mit einem Nähwochenende und vielen tollen Frauen verbracht habe kann ich euch heute meine schon viel geschleppte Yello Bag präsentieren. 




Der Schnitt ist von Danie aka Prülla. Nichts neues im Netz, aber endlich auch mit mir unterwegs. Svenja und ich  haben die Yello Bag aus Dry Oilskin  genäht. Riesengroßen Dank an die schnelle Lieferung von der Tilla Box. Was hatten wir doch für ein Glück, dass unsere bestellten Stoffe so schnell ankamen. Ich bin jetzt großer Fan vom Nähen mit Dry Oilskin. Ich hatte mir das echt kompliziert vorgestellt, aber mitnichten. Schon das Zuschneiden ging flott. Gebügelt wird hier nix, sondern bloß mit dem Falzbein die Kanten schön glatt gestrichen. Das geht echt problemlos. Die Tragegurte gingen so flott wie nie.


Die Reißverschlüsse hatte ich schon vor länger Zeit bei Frau Machwerk bestellt und die Karabiner haben ich aus meinem Bestand genommen. Herkunft unbekannt... Svenja und ich haben uns für einen Reißverschluss oben in der Tasche entschieden. Svenja als passionierte Fahrradfahrerin ist so auf der sicheren Seite und ich finde es grundsätzlich besser. Es gibt dafür ein Tutorial bei Prülla als Freebook, wir haben es aber noch ein bisschen verändert, in dem wir den Stoffstreifen, der den Reißverschluss einfasst, verbreitert haben. Ich finde es gut so, Svenja ist es etwas zu breit... Wisst ihr Bescheid ;-)


Als kleine Spielerei gab es selbstgestempelte Tags aus SnapPap. Dieser Stempel ist von Ali Edwards, der Bully weiter unten ist mal irgendwann in meine Schublade gewandert... Mein Reetselig-Label habe ich einfach mit einem Kuli auf Kork geschrieben.


Der Innenstoff ist mit Avocadoschalen und Kernen gefärbtes Leinen. Wie ich das gemacht habe, hatte ich im letzten Sommer *hier* beschrieben. In der Tasche habe ich mein letztes selbstgefärbtes Stück verarbeitet - hier wird jetzt wieder jedes Stück Avocadoschale aufgehoben. Ich freu mich schon aufs Färben.


Es ist bestimmt nicht meine letzte Yello Bag! Der Schnitt ist sehr gut geschrieben und prima nachzunähen. Wir haben morgens nach dem Frühstück zugeschnitten und waren zum Abendessen fertig. Eine schnelle Kiste ist das also nicht. Aber am Ende hat man eine tolle hochwertige Tasche mit einem Innenfach und einer Tasche mit verdecktem Reißverschluss vorne. Genug Platz für eine Menge Kleinkram. Beim nächsten Mal werde ich mir aber noch eine zweite Innentasche nähen, denn ich schleppe immer Traubenzucker und Notfallzeugs für Malin mit und das habe ich gerne extra, damit es schnell zur Hand ist.
Super finde ich übrigens die Henkellänge! Keine Änderung nötig. Gut durchdacht. 

             Wir Zwei hatten echt viel Spaß beim Nähen. 


Taschen : Yello Bag von Prülla
Stoff : Dry Oilskin von TillaBox
Fotos von uns : Lieben Dank an Elbmarie!

Dienstag, 22. Mai 2018

Sommer, Sonne, Stricken - die drei großen S


#knittingtherapie könnte mein meist genutzter Hashtag werden... 

Scheinbar kann die Welt nicht ohne mich untergehen... So ist es hier in der letzten Tagen wieder sehr ruhig gewesen, obwohl ich jede Menge Ideen habe. Aber das Strickzeug ist immer in meiner Hand. Und auf Instagram da poste ich nach wie vor schöne Erlebnisse des Tages. Denn selbst an den miesen Tag passiert doch immer auch etwas, das einem das Lächeln ins Gesicht zaubert. Das meiste bewahrt man im Herzen auf und tut gut daran, es bei Zeiten rauszuholen, einiges weniges, schafft es auf Instagram. Und wenn mir das Leben wieder dazwischen funkt oder was noch viel mehr weh tut, der Tod, dann hilft es mir, die Fotos anzugucken oder mein Strickzeug in die Hand zu nehmen und meinen Gedanken nachzuhängen und die schönen gemeinsamen Erlebnisse in mein Kopfkino zu holen. 


Im Moment stricke ich einen Riddari für Herrn Reetselig. Meinen ersten Riddari habe ich aus aus den Resten meiner Drops Air,  die hier noch so lagen gestrickt... 



 Mehr Bilder dazu findet ihr hier auf dem Blog und hier auf Ravelry. Beim ersten Mal fand ich die Anleitung nicht wirklich gelungen, da ich viel verändern musste, damit der  Pulli gut passt. Da ich ja aber nicht die Orginalwolle, sondern Drops air genommen hatte und die Musterpasse wirklich schön ist, habe ich meine Léttlopi Reste genommen und einen neuen Versuch gestartet. Eigentlich wollte ich exakt nach Anleitung stricken...
Aber die Anleitung sieht vor, erst den Body und die Ärmel von unten zu stricken und ich stricke nun mal viel lieber von oben runter und kann gleich anpassen. Also habe ich diesmal komplett von oben gestrickt und die Passe sitzt schon mal gut. Ich werde weiter berichten.

Habt es alle schön 

                              Claudia

Riddari aus Drops Air
Oben: Léttlopi
Verlinkt mit Handmade on Tuesday , Creadienstag und Maschenfein -auf den Nadeln Mai

Samstag, 5. Mai 2018

Von Gotland, Podcast, Stricken und einer Menge inspierender toller Bloggerinnen.

Dass ich ein echter Fan vom Norden bin ist ja bekannt und dass ich meine freie Zeit gerne in Dänemark und Schweden verbringe, dürfte jedem, der mir auf Instagram folgt, nicht entgangen sein. Im letzten Sommer haben wir dann spontan den Trip gemacht, der schon ewig auf meiner Wunschliste stand. Wir sind mal eben rüber nach Gotland geschifft. 




Jahre vorher lagen hier schon mal Reiseführer, wir wollten uns auf Gotland mit Freunden treffen ( leicht unterschätzt wie groß die Insel ist...) Leider wurde bei uns allen nichts daraus und die Reiseführer wanderten ungelesen zurück in die Bücherei. Im letzten Sommer war da dann diese eine Woche in Småland, die wir einfach nur so mit unserem Bus rumfahren wollten. Und da ergab es sich, dass wir  Montag morgen gerade bei unseren Freunden nahe Oskarshamn losfahren wollten und mir morgens um sieben Uhr einfiel, dass die Fähre nach Gotland doch in Oskarshamn ablegt... Natürlich weiß jeder, dass eine Fähre im Internet gebucht viel billiger ist und noch günstiger wird es, wenn man sie schon Monate im Voraus bucht, aber manchmal muss man sich einfach mal ein bisschen sputen, dann kriegt man die Fähre um elf Uhr noch locker. Last minute sozusagen. Und zack, waren wir ohne Reiseführer, ohne eine Ahnung von Irgendwas auf der Fähre nach Gotland. Nur von Abenteuerlust gepackt. Das war so schön! Wir haben natürlich nur einen Bruchteil gesehen. Aber das liegt auch daran, dass diese Insel unglaublich groß ist. 3184 qm! 176 m lang! Wir haben uns spontan auf den Norden konzentriert, weil Daniel, unser Freund meinte, er würde so gerne die Raukar sehen (das sind die tollen Felsen auf dem Bild oben). So sind wir dann schließlich auf Fårö gelandet und hatten hier zwei phantastische Tage. 

Außerdem waren wir in den hübschesten Fischerdörfern ever! Und natürlich in Visby. Und wir wollen alle wiederkommen, denn die Insel hat uns alle gepackt mit ihrer schroffen Natur, den wundervollen Schafen und dem vielen Meer drumherum.



Und dann stoße ich eines Tages durch Zufall beim Surfen im Internet - ihr wisst schon, man sucht was und plötzlich ist man ganz woanders - auf den Podcast von Kammebornia. Ein Strickpodcast, der so gar nicht, wie ich mir einen Podcast vorstelle, nur etwas für die Ohren ist, sondern wie so viele Strickpodcasts eigentlich ein Youtube Video. Das Intro ist unterlegt mit den schönsten Aufnahmen von Gotland und zack! war ich hängengeblieben. Ich sage euch, im Winter habe ich so manches Mal  die ersten 5 Minuten aller bisherigen Folgen in Dauerschleife geguckt ;-), nur weil es so schön ist. Der Podcast ist überwiegend auf schwedisch, mit englischen Untertiteln. Ich nutze es, um ein wenig Schwedisch zu lernen. Und diese Bilder haben mich schon über so manche "immer-nur-gradeaus-Stricken-Passage" gebracht.

Super gerne höre und sehe ich auch Joji´s Journal von Joji Locatelli, den es immer wieder Sonntags neu gibt und die herrlich erfrischend auf englisch über ihre neusten Strickprojekte berichtet. 

Ein Klassiker unter den Strick Podcasts ist Fruity Knitting . Andrew und Andrea führen durch die Welt des Strickens. Viele spannende Gäste werden interviewt, kleine Tutorials eingeflochten, also auch hier nicht nur für die Ohren.

Ganz neu entdeckt habe ich Fiber Tales, den Podcast von Lærke aus Dänemark, deren Eltern eine Farm mit Gotlandschafen haben und die glücklicherweise auf englisch erzählt , denn mein Dänisch würde dafür wohl nicht reichen.

 Ein paar der schönen neuen Podcast von tollen Bloggerinnen möchte ich euch nicht vorenthalten.
Irgendwie schießen Podcast gerade aus dem Boden wie die Blumen auf der Wiese. Gar nicht so einfach den Überblick zu behalten und mit dem Hören hinterherzukommen. Aber was auf die Ohren geht ja wunderbar im Auto, am Deich oder beim Nähen.

Schon häufiger gehört habe ich Elbsoda, ein Podcast rund um das Wohnen von Jasmin aka Elbmadame und Caro aka Sodapop. Die Beiden schaffen es erstaunlich gut Wohnen zum Hören darzubieten. 

Neu ist Stark und Ehrlich, der Podcast für starke und ehrliche Frauen, wie Ricarda aka 23 qm Stil selbst schreibt. 

Auch neu sind Kaffe Stulle Gin von den Bloggerinnen Anna  aka Berlin Mitte Mom und Imke aka Immilaux/ Laux Interiors. Ein Berliner Podcast für erwachsene Frauen. 

Hört doch mal rein und schreibt mir gerne in den Kommentaren welche Podcast ihr so hört. Ich bin gespannt und freue mich auf viele Anregungen.

                        Claudia

Ps. Bald gibt  es mehr über Gotland

Freitag, 20. April 2018

Nach den Osterferien ist vor den Sommerferien und warum sich Urlaub in Schweden zu jeder Jahreszeit lohnt


Zack ist die erste Woche nach unseren Schwedenferien fast schon wieder rum. Und wie es nach dem Urlaub immer so ist, hatte ich vor lauter Terminen und Dingen, die liegen geblieben sind, kaum Zeit zum Luft holen. Hinzu kommt dieses Knallerwetter im Norden! 

Bei den sommerlichen Temperaturen muss man einfach in jeder freien Minute draußen sein. Der Garten will endlich fit für die Saison gemacht werden, die Möbel vom Grün befreit werden und die Terrasse wieder hübsch gemacht werden. Der Garten ist riesig ... zumindest wenn man betrachtet was noch alles gemacht werden muss, ist das eine ewig währende Aufgabe ...,  aber die Terrasse ist wieder hübsch.



Die Möbel sind geschrubbt, der Kärcher  war gestern im Dauereinsatz, das eine oder andere Blümchen ist eingepflanzt worden und so langsam habe ich aufgeholt. Vor dem Urlaub lag ja noch Schnee, so dass ich da nix gemacht hatte und jetzt ist schlagartig "Sommer".

Der Schwedenurlaub war wie ein Mittler zwischen Winter und Sommer. Hingefahren sind wir über schneebedeckte Straßen und durch Schneesturm, doch in der ersten Woche schmolz der Schnee der zurückliegenden Wochen in der Sonne langsam aber stetig vor sich hin. In Schweden lag ja jede Menge Schnee. Nachts war es noch sehr kalt, tagsüber allerbestes Isländerpulli-Wetter. 


Bisher waren wir noch nie im Winter in Schweden, doch nach diesem  Urlaub können wir auch dahinter einen Haken machen. Und der Schnee hatte durchaus etwas schönes. Denn die Umgebung strahlte nur so bei Sonnenschein, frostigen Temperaturen und schneebedeckten Wiesen. Wir haben Spuren von Elchen, Dachsen, Wildschweinen und Rehen auf unseren langen Spaziergängen auf dem Schnee im Wald gefunden. Und ganz ehrlich, lieber habe ich Schneeflocken, die mir um die Nase tanzen als Regentropfen im Gesicht. Und die meiste Zeit hatten wir Sonnenschein. 

Aber nun ist der Schnee weggetaut. Die Kinder sind Barfuß und in Hotpants in Boda über die Wiese geflitzt, kaum das der Schnee getaut war. Malin und ich haben ein köstliches Picknick in den Schären gemacht und fast kommt es mir vor, als wären wir vom Winter in den Sommer gesprungen.

 Ich freue mich schon sehr, dass wir zu Beginn der Sommerferien wieder nach Schweden düsen. Lange Abende am See, kurze Nächte und dieses Licht. Ich freue mich auf den grünen Wald, auf Blaubeeren sammeln und auf die kleinen Lämmer, die dann schon ein ganzes Stück gewachsen sind. 

Meine allerliebste Jahreszeit ist aber der Herbst in Schweden. Die Intensität der Farben im Wald, dieser Duft, das Ausrichten der Aktivitäten nach dem Licht, die Dunkelheit, die schon um fünf Uhr alles einhüllt. Vor dem Ofen sitzend stricken oder lesen. Hach! 

Doch jetzt starten wir erstmal voll durch in den Frühling.
Wer um 6.00 Uhr schon wach ist, kann jetzt morgens die schönsten Sonnenaufgänge beobachten. Bei uns auch mit Schaf ;-)


Und auch wenn ich noch so müde bin am frühen Morgen ( ich habe gerade so eine lausige Albtraumphase...), bei dem schönen Wetter kann ich nicht zurück ins Bett. Und in jeder freien Minute findet ihr mich mit Strickzeug auf dem Deich. Ich habe da noch ein paar Nadeln zum Testen von der h&h in Köln mitgebracht und ein paar schöne Knäule Wolle, die ausprobiert werden wollen. 


Hier teste ich gerade eine Rundstricknadel von lykke krafts aus Driftwood. Eine schöne Vorstellung. Aber im Stricken kein großer Unterschied zu anderen Nadeln ;-) Auf der Nadel eine Maschenprobe mit Wolle aus dem Ullcentrum in Öland. Natürlich bin ich nicht ohne schwedische Schafwolle aus Småland zurück gekehrt. Die Wolle fühlt sich sehr schön an. Nicht so kratzig wie Léttlopi (wer das nicht mag), aber sie wirkt auch nicht ganz so robust. An dem Lopipulli mag ich ja, dass er auch bei Nieselregen nichts durchlässt und auch für grobe Arbeiten geeignet ist. Ich bin schon sehr gespannt, wie ein Pullover mit der Wolle vom Ullcentrum wird, habe ich doch schon bei anderen die schönsten Pullover gesehen.  Erst einmal sind aber noch andere Projekte auf den Nadeln. 

Ich wünsche euch ein fantastisches sonniges Wochenende

                                Claudia