Donnerstag, 4. April 2019

Snørre für einen Tag am Meer


Moin aus dem Norden! Nachdem ich herrliche Tage in Edinburgh verbracht habe - darüber werde ich noch ausführlicher berichten - war ich heute spontan einen Tag an der Nordsee in St.Peter-Ording. Der Hinweg führte uns wegen einer Strassensperrung etwas umständlich über Friedrichstadt und wir haben den unfreiwilligen Stau für einen kurzen Zwischenstopp genutzt. Ich liebe diese wunderschönen niederländisch inspirierten Häuser und das viele Wasser. Am liebsten hätte ich mich in ein Kajak gesetzt und diese kleine Stadt auf dem Wasserwege erkundet. Aber eigentlich wollten wir zwei ja an die Nordsee. Für ein paar Reihen auf dem Wasser hat es aber gereicht.



Und Tee habe ich mir auch noch mitgenommen.


 Endlich wieder mit dem Bus ans Wasser fahren und auf dem Strand parken. Jippieh! Wir haben uns als erstes eine Autoplakette für das ganze Jahr für den Strand gekauft. So brauchen wir nicht jedesmal darüber nachzudenken, ob sich das Parken auf dem Strand für ein paar Stunden lohnt. Die Plakette kostet 55,- € und lohnt sich für uns immer. 


Und dann haben wir uns erst einmal den Wind um die Nase wehen lassen und uns das Wasser um die Füße spülen lassen. So ein Tag am Meer ist für mich immer eine Kraftquelle. Der Kopf ist wieder frei und die gute Laune kommt mit dem Blick aufs Meer. 




Auf den Fotos könnt ihr meinen neuen Snørre sehen. Eigentlich wollte ich ihn schon in Edinburgh tragen. Unglücklicherweise habe ich den Ausschnitt mit Plötulopi gestartet (doppelter Faden). Ich wollte mein Knäuel Plötulopi unbedingt ausprobieren und mit der Léttlopi kombinieren und eigentlich kam die Maschenprobe auch hin… aber ich habe nicht bedacht, dass ich das Garn nicht so fest ziehen mag, da es sehr schnell reißt. Das hatte zur Folge, dass ich doch lockerer gestrickt habe, als in der Maschenprobe und dies ausgerechnet am Ausschnitt. Ihr ahnt wahrscheinlich schon, was passierte. Der Ausschnitt, der sonst immer gut hinkommt, war plötzlich viel zu weit. Und ich habe ausgerechnet diesmal, da es ja schon der dritte Snørre war, den ich gestrickt habe, nicht zwischendurch getestet, wie er sitzt. Also habe ich nach Fertigstellung den Anfang wieder aufgemacht - mit Plötulopi eine äußerst filigrane Geschichte und Léttlopi für den Ausschnitt genommen und etwas getrickst. Wenn man von vornherein Léttlopi nimmt ist dies aber nicht nötig :-)
Jetzt gefällt er mir gut und begleitet mich durch den Frühling.



Wenn du auch einen Snørre stricken möchtest findest du die Anleitung hier auf englisch und auf deutsch. Und alle Infos zu diesem Pulli auf dieser Seite.


Meine Léttlopi beziehe ich über Mylys in Hamburg oder Wollen Berlin. Das ich ein Fan dieser Wolle bin muss ich nicht mehr sagen, oder?


Heute sind in Schleswig-Holstein die Osterferien gestartet und ich freue mich auf lernfreie Zeit. Ich würde jetzt gerne schreiben, dass ich mich auf Ausschlafen und keine Pausenbrote für zweieinhalb Wochen freue… aber Malin macht in der nächsten Woche als Betreuerin bei der Ferienfreizeit mit und das heißt Aufstehen wie immer. Dafür habe ich jeden Tag Zeit zum ungestörten Arbeiten.
Und vielleicht auch noch einmal Zeit für einen Tag am Meer. Stricken im Strandkorb mit Blick aufs Meer klingt einfach mega verlockend. Findet ihr nicht?

Pullover: Snørre von Claudia Fromke über Ravelry 
Wolle : Léttlopi
Linked: Sew la la und Maschenfein

Freitag, 15. März 2019

Fünf Fragen am Fünften .. oder fünfzehnten?

Ich lese ja zu gerne die Antworten auf fünf Fragen am Fünften bei den Anderen. Und weil mir diesmal spontan Antworten durch den Kopf schossen, mach ich mal mit. Also, hier kommen meine Antworten auf Nics Fragen.


1. Sagst du immer, was du denkst?

Ich fürchte ja. Diplomatie ist nicht gerade meine Stärke… Aber ich bin eine ehrliche Haut und wenn ich eine Meinung habe, tue ich die kund und stehe auch für die Konsequenzen ein. 
Inzwischen habe ich gelernt, auch mal meine Klappe zu halten, oder anderen den Vortritt zu lassen, die diplomatischer sind. Aber mich selbst verbiegen möchte ich nicht. Nichts desto trotz ist es ganz schön anstrengend und deshalb habe ich beschlossen, mich mehr zurück zu nehmen. Frei nach der 5x5 Regel. Wenn es in 5 Jahren nicht mehr wichtig ist, verbringe nicht mehr als 5 Minuten damit. … und halte dich einfach mal raus.



2. Wirst du immer dort wohnen bleiben, wo du wohnst?

Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung. Im nächsten Monat haben wir unsere alte Kate 20 Jahre! Das ist die längste Zeit, die ich jemals an einem Ort gewohnt habe und ich kann nicht glauben, dass es schon 20 Jahre sind. Ich weiß noch, wie ich aus meiner ersten Wohnung nach 9 Jahren ausgezogen bin und nun 20 Jahre! Davon mehr als die Hälfte der Zeit auf einer Riesenbaustelle. Manche hätten es wohl Nicht-bewohnbar genannt. Aber wir haben uns immer wohlgefühlt, gefreut über unsere Etappenziele, jeden Fortschritt genossen und weiter Pläne geschmiedet. 
Gerade in den ersten Jahren habe ich deshalb manchmal das Gefühl gehabt, ich kann hier nie wieder ausziehen, bei all der Arbeit, die wir hier reingesteckt haben. Inzwischen weiß ich aber, dass es für alles eine Zeit gibt und ich sehe der Zukunft gelassener entgegen. 
Aufgewachsen bin ich in Hamburg, am Stadtrand und ich wäre gerne in der Nähe meiner Familie geblieben. Aber die spontane Liebe zu unserer Kate hat uns in den Norden von Hamburg, aufs Land gezogen. Wir haben hier liebe Freunde gefunden, ein bisschen wie eine zweite Familie und ich liebe die Weite auf dem Land. Mein Hamburg, in dem ich aufgewachsen bin, ist inzwischen total zugebaut. Für ein paar Stunden schön, aber dann möchte ich wieder durchatmen. Deswegen zieht es mich nicht wirklich in die Stadt zurück. Aber es gibt ja auch noch andere Städte.
Und wer weiß, vielleicht werde ich eines Tages auch Oma-Meer. Ich liebe das Meer! Aber machen wir uns nix vor: Häuser mit Meerblick gibt es nicht wie Sand am Meer und schon gar nicht in Alleinlage und mit dem Kaufmann um die Ecke.. Da bleibe ich wohl lieber hier, in unser Kate am Fluss.


3. Wie klingt dein Lachen

Laut und herzlich und wenn ich meiner Nichte trauen kann, lache ich so : hahaha. Sie hat mich nämlich neulich verzückt angeguckt, als ich laut loslachen musste und dann nachgemacht.

4. Was war deine weiteste Reise?

Meine weiteste Reise ist schon ein Weilchen her. Mit 19 und 23 war ich in Namibia und Südafrika. Leider sind die Fotoalben irgendwo auf dem großen Dachboden. Ich hätte euch so gerne die Löwin mit ihren Jungen gezeigt, die seelenruhig neben der Straße lagen und sich fotografieren ließen. Ein ganzer 36er Film ging dafür drauf. Heutzutage wären es bestimmt gut 700 Fotos geworden ;) Aber irgendwie haben sich einige dieser Bilder für immer in mein Hirn gebrannt. Schon verrückt, einige von uns machen täglich jede Menge Fotos, aber ob wir alle wirklich hingucken, das bezweifle ich manchmal.
Überhaupt war es eine coole Zeit damals in Afrika. Ganz analog und ein paar Tage sogar ohne Strom auf einer Farm. Viel Familie und schöne Erlebnisse. Und in Kapstadt hatte ich mein erstes Blinddate. Ich traf dort mit meinem damaligen Freund ein und wurde von einem gleichaltrigen Mädchen am Flughafen abgeholt. Wir hatten den Kontakt über eine alte Dame in Hamburg bekommen und uns zwei Briefe hin und her geschickt. Und dann hatten wir mit ihr und ihrer Familie so viel Spaß.
Irgendwie war das der Anfang von einigen schönen Reisen, die zwar nicht mehr so weit gingen, aber oft in  meinen Erinnerungen mit wunderbaren Begegnungen und Freundschaften verknüpft sind.

5. Was kannst du stundenlang tun, ohne dass dir langweilig wird?



Stricken und lesen! Ganz klar. 

Und beides mach ich gefühlt schon immer. Und stundenlang. In einem Buch kann ich mich echt verlieren. Da kann es auch schon mal passieren, dass ich leider erst kochen kann, wenn das Kapitel aus ist… Oder eben die Reihe zu Ende gestrickt.

Stricken geht immer und überall. Ich liebe den kreativen Prozess von Anfang bis Ende. Es ist Slowfashion auf seine schönste Art und Weise. Beim Tragen erinnere ich mich gerne daran, wann und wo sie entstanden sind.
  
Und am allerallerliebsten mache ich dies Beides am Meer. Denn das kann ich auch stundenlang: am Meer sitzen und aufs Wasser gucken. (und wenn Meer oder See nicht geht, dann geht auch Fluss - ich bin ja ein Kind vonne Elbe)

Und als nächstes stricke ich in Edinburgh! Nur noch ein paar Tage, dann geht es los. 

          So, ich stricke jetzt noch ein paar Runden, da ist nämlich ein Projekt, das noch fertig werden soll. Außerdem feiern wir noch ein bisschen am Wochenende und ein paar Gedanken für meine Reise muss ich mir auch noch machen.

        Liebe Grüße vom Deich
                             Claudia



Mittwoch, 13. März 2019

Noch eine Woche bis zum EYF - Edinburgh Yarn Festival und mein Dreyma ist fertig



In einer Woche geht in Edinburgh das Edinburgh Yarn Festival los und ich freue mich sehr mit Sabine aka Hexbex daran teilzunehmen. Es ist ein mega großes Strickevent und es werden StrickInnen aus allen Ländern daran teilnehmen. Sogar aus den USA und Neuseeland haben sich welche angemeldet. Ich werde ab Dienstag auf Instagram berichten.



Natürlich fährt man nicht ohne schöne Stricksachen nach Schottland. Und deshalb habe ich mir das eine oder andere schöne Stück gestrickt. Der Dreyma von Jenn Steingass aka @knit.love.wool stand nicht nur auf meiner Liste meiner 9 Lieblingsstrickprojekte  #makenine2019, sondern sollte auch für EYF fertig werden. 



Gestrickt habe ich mit Wolle vom Ullcentrum Öland. Ich hatte noch jede Menge über von meinem Strickprojekt davor (ein selbst entworfener Pulli, den ich euch auch bald zeige). Gepaart mit ein paar Knäulen Léttlopi hatte ich alles, was ich für die wunderschöne Passe brauchte. Wenn ihr ganz genau hinschaut, könnt ihr erkennen, dass es einen Farbverlauf von grau zu weiß gibt. Total schön! 


Ich mag die Weite des Ausschnitts. Steht mir einfach besser und kratzt auch nicht. Die Passe zu stricken war wie immer ein Vergnügen. Dazu das Muster vor den Bündchen. Klasse. 
Ich habe den Body und die Ärmel meiner Länge angepasst.


Mehr zur Wolle und dem Strickmuster von Jenn Steingass findet ihr *hier* auf meiner Ravelry Seite.

Verlinkt mit Sew lala

Dienstag, 5. März 2019

Vom meteorologischen Frühlingsanfang, der Neverending Story mit dem Bus und über dem Feuer gebratenen Spätzle


Tja, nun hatten wir meteorologischen Frühlingsanfang und auch wenn ich immer noch das Gefühl habe, dass der Winter noch nicht zu Ende sein kann, weil er hier im Norden irgendwie noch gar nicht da war, genieße ich jede freie Minute draußen. Es ist so herrlich die Sonne aufgehen zu sehen ( und dafür nicht in aller Herrgottsfrühe aufstehen zu müssen), einen Kaffee draußen zu trinken, wann immer es geht und lange Runden mit dem Hund zu gehen. Als wir neulich am Bokeler See waren, habe ich mir gewünscht, draußen auf dieser Terrasse Frühstücken zu können. Stattdessen haben wir unseren Kaffee am See vor dem Bus getrunken. Das war auch schön.



Apropo Bus: 
Er hat gerade wieder eine kleine Reparatur hinter sich. Und während Herr Reetselig Spaß am Fehler suchen, finden und erfolgreichen Reparieren hat, mach ich mir so meine Gedanken… 

Wenn er fährt liebe ich mein Paulchen, aber wenn er muckt dann könnte ich Fritz-Paul echt eintauschen. Fragt sich nur gegen was. Und da der Bus selbst ausgebaut ist, denke ich da durchaus zweimal drüber nach. Der ganzen Familie ist noch sehr gut im Gedächtnis, wie die Kinder (schon ein bisschen länger her…) zu Beginn der Sommerferien immer ihren Papa fragten, wann wir endlich nach Schweden fahren und er immer wieder antwortete: "Wenn der Bus fertig ist". Blöd, wenn einer Spaß hat und alle anderen in der Warteschleife rotieren. Aber dann waren es die tollsten Ferien ever! Wir vier, der Hund und der Bus. 

Nix mit Tüdelüt, Instagram tauglichen Bildern, Geschirr, das was her machte oder so. Nö. Einfach mal machen. Wenn ich heute so darüber nachdenke, dass wir nicht mal eine Probefahrt gemacht und geguckt haben, ob es alles praktikabel ist … war auch egal. Aber unsere erste Fahrt führte uns zum Baumarkt, Klettband für unsere provisorischen Mückenvorhänge kaufen. Das Klettzeugs klebt immer noch, die Vorhänge haben wir nur zweimal benutzt. Zu tüdelig. Und irgendwie war alles gut, wie es war. Keine Ahnung, warum wir alle immer glauben, es müsste alles perfekt sein, bevor wir losfahren. 

Erstens gibt es auch unterwegs Baumärkte. Wir müssen z.B. immer in Schweden zu Biltema.

Zweitens muss nicht jede Tasse zum Teller passen, braucht man  nicht unbedingt schickes Emaillegeschirr oder was weiß ich. In unserem Bus hängen z.B. 4 Porzellanbecher seit 2 Jahren und nehmen nicht mal Schlaglöcher krumm. Na ja, und außerdem kann man sich ja auch das eine oder andere Urlaubsmitbringsel in den Bus packen. Im ersten Schwedenurlaub fand ich ein Colaglas am Strand - lange Zeit mein Lieblingsglas, weil es so eine schöne Form hatte. 

Und drittens geht es doch um etwas ganz anderes, oder? Ich finde ja, der Weg ist das Ziel. Oft fahren wir ohne konkrete Pläne los, packen nur das nötigste ein und lassen uns darauf ein, was die Landschaft mit uns macht. Und es geht. Wir haben keinen Grill mit, aber wir haben auf Gotland an einem Strand gesessen und gegrillt. Die Roste lagen da für alle und wir haben sie danach wieder ordentlich zurück gelassen. Super. Weniger Gepäck für uns. Im ersten Jahr mit Paulchen hatten wir keine Campingstühle, sondern lediglich eine Picknickdecke und die Küchenkiste diente als Tisch. Wir haben auch keinen Kühlschrank, nur eine Kühlbox, die während der Fahrt über den Zigarettenanzünder läuft. Geht auch. Obwohl ich gerne irgendwann mal einen Kühlschrank hätte. Aber wichtiger finden wir, dass wir auch drinnen kochen können, und so haben wir eben nur einen Schubladenschrank mit Herd obendrauf. In England waren wir sehr glücklich darüber, denn dort haben wir mehr als einen Regenguss über uns ergehen lassen müssen und wären sonst wohl verhungert…

Also lange Rede kurzer Sinn: Ich hoffe, das Paulchen hält durch und wir können unser Geld ins Reisen stecken, statt in Reparaturen oder einen neuen Bus. Im Sommer wollen wir nach Schweden. Außerdem, so oft es geht nach SPO an den Strand und Stine möchten den Bus wieder mitnehmen, wenn sie in Wacken und beim Werner Rennen arbeitet. Alles andere ist noch offen.



Zur Einstimmung auf die Campingzeit haben wir schon mal draußen gekocht. Ich träume ja von einer Outdoorküche… Aber das ist auch so eine Sache. Eigentlich braucht es gar nicht so viel Tüdelkram.  Und da ich mich sowieso nicht festlegen kann, wo die Outdoorküche denn stehen soll ( am Fluss geht nicht #ausgruenden ) bleibe ich flexibel und koche wo es mir gefällt.


Hier haben wir uns Spätzle mit Bergkäse über dem Feuer gebraten.
Das geht echt flott. Die vorgekochten Spätzle haben wir in der Pfanne gebraten und zum Schluss noch den frisch gehobelten Bergkäse drüber  gegeben und ein bisschen geschmolzen. Mega lecker ohne viel Aufwand. Das gibt es diese Saison bestimmt noch häufiger!

Die tolle Pfanne ist eines dieser Urlaubsmitbringsel, an denen ich einfach nicht vorbeigehen konnte. Von dem Geschirr aus Emaille habe ich mir mit 14 Jahren einen Teekessel und 2 Becher in Blau mit Punkten gekauft, weil ich sie so toll fand und sie waren schon überall mit uns.


Die Wolle mit der ich hier am Feuer stricke ist auch ein Urlaubsmitbringsel aus Schweden und ich zeige euch in den nächsten Tage, was ich mir Schönes für das Edinburgh Yarn Festival daraus gestrickt habe.



Ich wünsche euch allen eine schöne Woche. Ob mit Ferien oder ohne - habt es fein und genießt die Frühlingsvorboten 

                      Claudia

Donnerstag, 14. Februar 2019

Gegen Winterblues hilft jetzt Elfriede und ein turbulenter Rückblick auf die Woche...



Und zack: Donnerstag! Halbe Woche rum und noch nicht mal die Hälfte von dem geschafft, was auf meiner To Do Liste steht… Ich sollte vielleicht mal versuchen meine To Do Listen nicht so lang werden zu lassen, dann macht es wahrscheinlich auch mehr Spaß sie abzuarbeiten.  Aber der Elfriede Shaw ist fertig. Mehr dazu im unteren Teil.


Trotz voller To Do Liste hatte ich eine tolle Woche und habe jede Menge Menschen getroffen, zum Beispiel beim Bloggertreffen am Freitag in Kiel in der Starterkitchen. Danke @mintundmeer für die Organisation. Der Austausch mit Anderen ist es ja, was das Bloggen so spannend macht. SturmStine (guckt euch unbedingt auch ihre schönen Insta Fotos an und mydailymeer (die mir immer aus der Seele schreibt) waren mit mir da. Und wir haben uns unter anderem bei einem leckeren mitgebrachtem Büffet mit A-matter-of-taste, kochkarussel (sehr lecker!) und seebrautblog und mirisway (mal was ganz anderes) und Alltagsgewusel (guckt euch unbedingt dieses Foto an :-) bei einem leckeren Büfett  ausgetauscht. Ähm… und keine Fotos gemacht...  


Am Samstag ging es morgens dann gleich weiter mit einem Seminar bei der VHS in Hamburg, zu dem mich meine Lieblingsschwägerin @frau_friesenherz mitgenommen hat. 
Es ging nicht um Erste Hilfe, sondern um LETZTE HILFE, ein wie wir finden sehr wichtiges Thema, den keiner möchte alleine in irgendeinem Waschraum sterben (wie es früher gang und gebe war) und warum denken wir eigentlich immer, dass wir bis zur letzten Minute alles medizinische ausschöpfen müssen?  Ist es nicht viel schöner, im Kreise seiner Lieben Zuhause Abschied zu nehmen? Auch wenn es vielleicht Tage und Wochen dauert. Aber natürlich braucht es auch Mitmenschen und professionelle Hilfe dafür. All das war Thema in dem Kurs. Und wenn wir während des Kurses vielleicht noch dachten, dass wir einfach nur einen Kurs mitgemachte haben, so stellten wir später fest, dass es uns emotional ganz schön bewegt hat. Denn alles schon erlebte spiegelte sich in den Gesprächen und Themen eben doch wieder.

Auch der Sonntag war toll und emotional bewegt. Wir waren beim Axis-Konzert, dass nun schon zum 11. Mal stattfand.  Organisiert wird das Konzert von unserer Freundin Heidrun Pfeiffer, derer Sohn Frederick an einem Osteosarkom starb.  Ein fieser Knochenkrebs, der besonders bei Heranwachsenden auftritt, selten und deshalb noch viel zu unerforscht ist. Deshalb hat sie zusammen mit dem behandelnden Arzt Prof. Dr. med Bruhns diese Konzerte ins Leben gerufen. Die Einnahmen - bis 2018 mehr als 76000 € - kommen der Knochenkrebsforschung von Professor Dr. Bielack zu Gute. Alleine im letzten Jahr sind durch Kuchenverkauf, Spenden und die Einnahmen aus den Tickets 11000 € zusammen gekommen. Deshalb Hut ab vor der tollen Arbeit und ein großes Dankeschön an alle Künstler die jedes Jahr ohne Gage auftreten. In diesem Jahr waren es die Inseldeerns, der Pfeiffer, der wunderbare Chor Gospeltrain von Peter Schuldt und mit einem nicht enden wollenden Konzert SALUT SALON. Die Stimmung war phantastisch und unser gemeinsames Essen nach dem Konzert mit vielen Freunden von Heidrun hat das Wochenende abgerundet.


Da ich nach dem phantastischen Abend nicht gleich ins Bett konnte, habe ich noch schnell vor Mitternacht meinen Elfriede Shawl fertig gestellt, gebadet und geblockt. Er ist perfekt für diese Tage. Wärmt in der Wintersonne meine  Schultern und an grauen Tagen hebt er die Stimmung dank des wunderschönen Orange ungemein.



 Gestrickt habe ich den Schal mit 2-trådig Ullgarn vom Ullcentrum Öland mit Nadelstärke 4. Die Anleitung findet ihr im Laine Magazin no 6.  Eigentlich kein Buch… aber eigentlich auch doch. Ich habe das Tuch in der Preview gesehen und sofort beschlossen, dass ich a) das Magazin brauche und b) das Tuch stricken will. Den Afterparty  Sweater  aus dem Magazin möchte ich auch noch stricken. Ich denke in Edinburgh werde ich bestimmt Wolle dafür finden. (Nur noch 5 Wochen bis zum EYF !)


Ansonsten war die Woche voll mit Terminen für die Schule… ja ich weiß, ich schrieb letzte Woche, dass ich das Abbauen wollte. Aber diese Woche stellt sich die KGSE nun mal den zukünftigen Fünftklässlern vor und Schulelternbeiratssitzung war gestern auch. Also voller Einsatz - Schlafen wird sowieso überbewertet…

Macht es euch schön!

                                Claudia



Tuch: Elfriedes Shaw aus dem Laine Magazin
Wolle : Ullcentrum Öland
Verlinkt mit  Maschenfein und sew lala


Donnerstag, 7. Februar 2019

Auf den Nadeln zum Jahresanfang - hier wurde schon viel gestrickt



Und zack ist der erste Monat des neuen Jahres rum! Gute Vorsätze gab  und gibt es hier nicht… nur viele schöne Ideen aka Wünschen , die ich vielleicht Stück für Stück in diesem Jahr "abarbeite".  Kein Muss, aber so eine Liste hatte ich schon in 2018 und viele Punkte konnte ich mit Vergnügen abhaken. 

Damals war mein erster Wunsch, Jeden Tag zu genießen, als wenn es der letzte wäre und dieser Wunsch ist ganz einfach Lebensmotto geworden. Ich finde, man sollte immer aus jedem Tag das Beste machen und sich Abends freuen, dass eigentlich auch der blödeste Tag irgendetwas schönes bereit hielt. 

Wann immer ich konnte war ich am Meer , manchmal mit ein paar  Freunden und Familie - ich sag nur Wagenburg am Surferstrand in St.Peter-Ording -  manchmal auch nur zu zweit und ab und zu auch in Schweden. 

Meine unterschiedlichen Jahreszeiten in Schweden habe ich alle erlebt. Im Frühjahr habe ich gleich drei geschafft;-) Als wir ankamen lag noch frisch gefallener Schnee, als wir fuhren blühten Frühblüher und die Girls turnten in Hot Pans und barfuss auf dem Rasen rum. Der Sommer war ganz unglaublich in Schweden und den Herbst mit seinen vielen Farben haben wir im Wald genossen. 


Einer meiner schwierigsten Wünsche war die Sache mit den vielen Abendterminen. Ich engagiere mich gerne und deshalb war es ein langer Prozess meine Aktivitäten zurück zu fahren. Aber ich habe ein tolles Team im Elternbeirat um mich herum aufgebaut und kann jetzt gut loslassen und andere mal machen lassen (…ähm, natürlich bin ich noch im Vorstand, das  wäre ja sonst kalter Entzug, aber ich habe den Vorsitz abgegeben ;-) Und ich habe jetzt gefühlt unglaublich viel mehr Zeit für meine Familie, für gemeinsames Kochen, leckere Mahlzeiten, viel frisches Brot, tolle Bücher und zum Stricken.



Einiges habe ich ja schon auf Instagram gezeigt - ich gebe zu, da bin ich zur Zeit etwas reger als hier auf dem Blog. Mein ersten Yoke in diesem Jahr habe ich für little Miss Theda gestrickt. Geht super schnell und macht großen Spaß und Restwolle kann man so auch verbrauchen.

 

    Kleine Bilderkontrolle zwischendurch ;-) von der kleinen Miss


Gestrickt habe ich den Kambur Sweater für sie leicht modifiziert nach einer Anleitung von Védis Jonsdóttir. Die Ärmel haben mehr Muster bekommen, da meine graue Wolle zu Ende ging und ich ja Stashabbau betreiben wollte. Gestrickt habe ich mit gut abgelagerter Drops Air. Jetzt ist in der Schublade Platz für neue schöne Wollstränge. Sagte ich schon, dass ich dieses Jahr zum Edinburgh Yarn Festival fliege? Ich freue mich so!!!


Ich habe übrigens meinen Treysta aus Léttlopi an. Den habe ich letzten Winter als einen der Ersten fertig gestrickt und er begleitet mich durch so manchen Wintertag.

Angeregt durch ein paar Instagrammer habe ich zum Ende des Jahres mein #knitpileof2018 fotografiert und war echt erstaunt über den Berg an schönen Dingen, den ich da gestrickt habe . Und für alle die, die sich fragen, wann ich das alles anziehe, sei gesagt, dass die Sachen wirklich alle getragen werden, aber nicht nur von mir.


                          Die Hand gehört Stine (zu viele Hausarbeiten geschrieben…)


                                                                            Ähm ….


Ein paar Gedanken habe ich mir auch zu meinem Lieblings- projekten für 2019 gemacht. Damit ich weiß wofür ich mir schönes Garn kaufen kann…

alle Einzelbilder gehören den Designern selber

Die Projekte im Uhrzeigersinn von links oben:

Vårvintersocks von Runningyarn ( mein erstes fertiges Projekt in 2019, zeige ich euch bald)
Dyehat von Catlin Hunter und ihren Zweigsweater und Sipilasweater (hier in der Version von Runningyarn) 
Der Vintersolsweater von Jenn Steingass
und den Livinsweater von Ankestrick.
Der Humulussweater von Isabell Kraemer ist auch noch eines meiner Wunschprojekte. 
Den Dreymasweater von Jenn Steingass habe ich schon angenadelt, die Passe ist gerade fertig geworden.
Die Trondheim Mittens  von Pia Kammeborn waren mein zweites Projekt ( 04. Januar ;-) und bringen mich schon farbenfroh durch den Winter. 


Auch noch auf den Nadeln : Elfriede aus dem Laine Magazin no 6 Ein Projekt, das ich immer mitnehme, wenn ich zu Sitzungen gehe oder durch Gespräche abgelenkt werde. Aber jetzt muss das schöne Tuch mal fertig werden, denn die Farbe ist so klasse und ich freue mich so drauf.

Fröhliches Stricken!
                          Claudia

Treysta von Jenn Steingass aus Léttlopi, mehr dazu hier
Kambur von Védis Jonsdóttir
Verlinkt mit Sew lala und Maschenfein Auf den Nadeln Februar

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Snørre - ganz große Ankerliebe, ein warmer Isländer und immer diese Technik...


Wenn ich es schon mal mit Blogplannung versuche und denke, da muss ich ja nur noch dies und das machen und zack ist alles erledigt… Pustekuchen! Hatte ich doch vollmundig letzten Donnerstag verkündet, das Freitag morgen die Anleitung für Snørre bei Ravelry online gehen würde, wurde ich Freitag flugs eines besseren belehrt… Es ist so ziemlich alles schief gegangen, was schief gehen könnt und so war ich verdammt, mich in Geduld zu üben. Nicht gerade meine große Stärke. Ich sag euch : Der Pulli ist schneller gestrickt, als die Anleitung hochgeladen war !!!


Und deshalb gibt es den versprochenen Rabatt von 20 Prozent auf die Anleitung noch bis Heiligabend 24 Uhr. Ihr müsst der Einfachheithalber auch gar nix machen, der Preis ist schon runter gesetzt. Zur Anleitung geht es hier


Der Pulli wird von oben nach unten gestrickt und durch verkürzte Reihen wird der Ausschnitt tiefer. Keine Angst vor verkürzten Reihen, es ist alles erklärt. Die Anleitung ist übrigens auf deutsch. (die englische Version dauert noch etwas) Der Pulli ist leicht tailliert und hat unten am Body und an den Ärmeln ein Bündchen.


Die Bündchen haben Streifen und sind mit verschränkten rechten Maschen gestrickt, damit die Rippenstruktur besser erhalten bleibt.


Gestrickt wird mit Nadelstärke 4, dank der Garnstruktur geht das Stricken schnell von der Hand. Wenn die Passe anfangs noch etwas unordentlich aussieht, keine Sorge, nach dem Entspannungsbad und dem Blocken sieht es gut aus. Tipps für das Stricken von Mustern findet ihr u.a. hier 



Snørre ist auch Tiefschnee geeignet! Und ich möchte jetzt bitte gerne sofort nach Norwegen gebeamt werden, den der Snørre geht trotz seiner Anker auch ganz wunderbar im Schnee.



Vielen Dank an meine Teststrickerinnen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen. Was wäre die Welt ohne TeststrickerInnen, die ihre Freizeit und Wolle investieren und sich in das Abenteuer neues Design stürzen. Die innerhalb kürzester Zeit Pullover, Tücher, Socken etc. nachstricken, Fotos machen und Feedback bis ins Detail geben. Da ich auch schon manche Anleitung getestet habe, freue ich mich um so mehr, dass ihr mich unterstützt habt! Hier kommen eure Fotos:




Den Anfang macht Eva @eatelier in einer blauen Version. Den könnte ich ja sofort klauen. Meine Farben, meine Größe ;-)


Judith @jurobe in einer Version mit Pink und Beere.


Und Maike @magenta_rot in einer Farbkombi, die ich mir gleich mal merken werde und noch dazu mit einem Foto aus dem Hafen! 


Kerstin fehlt hier leider noch mangels Foto. Aber ich habe den Pulli in Natura gesehen und in Kerstin eine wertvolle Korrektorin gehabt.

So und nun wünsche ich euch allen viel Zeit zum Stricken zwischen Gänsebrust und Geschenkewahn, Medienfreie Zeit mit der Familie und viele Kerzen an. Ich für meinen Teil stricke bis Heiligabend noch das eine oder andere Teil fertig, denn Weihnachten kommt ja immer so plötzlich…

                                    Claudia
Verlinkt mit Sewlala