Samstag, 14. Dezember 2019

Last Minute DIY´s zu Weihnachten oder kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Seid ihr auch im weihnachtlichen Bastel-, Strick- und Nähfieber ? Hier laufen jedenfalls die Nadeln heiß und der Backofen glüht für kleine Mitbringsel, liebevolle Geschenke und Dankeschöns zum Jahresende.Da die meisten Dinge noch geheim bleiben müssen, kann ich euch nicht im Einzelnen zeigen, was ich mache, aber ich habe jede Menge Tipps für euch gesammelt und Blogpost von tollen Bloggerinnen, die ich wärmstens empfehlen kann.




Ganz groß im Kommen sind ja Bienenwachstücher. Perfekt um schöne Stoffreste zu verarbeiten. Einen guten Post findet ihr bei Hans Natur Blog. Sie hat einfach alles ausprobiert und gibt gute Tipps. (danke liebe Svenja für den Tipp und ps. die Idee für die Etiketten habe ich auch bei Svenjas Adventskalenderpäckchen abgeguckt).

Viele tolle Tipps und Ideen könnt ihr bei unserer Bloggeraktion #12giftswithlovegoesXmas finden. Miss Red Fox hat alle Blogpost kurz vorgestellt und verlinkt. Am besten guckt ihr bei ihr auf dem Blog.



Mein Beitrag für #12giftswithlovegoesXmas hatte ich euch schon gezeigt. Ich habe für ein paar Freundinnen Fiete und seine Freunde gestrickt. Wie das geht findet ihr hier.


Bei Schneiderherz habe ich  ein paar tolle Ideen gefunden. Für Näherinnen zum Beispiel einen tollen Nähkalender 2020  zum Ausdrucken  oder den Nadelparkplatz. Für den Nadelparkplatz braucht ihr jedoch einen Plotter oder eine Freundin mit Plotter. Eine wunderbare Idee, nicht nur zur Weihnachtszeit, ist der Plott >Im Notfall Scheibe einschlagen< für Geldgeschenke von Ute. 

Nur zwei schöne Stoffe von einem halben Meter und einen Meter Gurtband braucht ihr für eine Charlybag.  Caro von Draußen nur Kännchen hat vor einigen Jahren erklärt, wie man die Charly Bag mit Gurtband näht.


Meine Töchter lieben ihre Sis Socks, die Anleitung könnt ihr auf Ravelry bekommen. Oder ihr strickt ein Dezember Tuch von eatelier39.

Ein Klassiker zur Weihnachtszeit sind bei uns Schneemandeln und ZuckerZimtBrezeln von Zucker Zimt und Liebe. Neben selbstgemachten Keksen sind das einfach unschlagbar leckere und schnelle kleine Mitbringsel. Auch sehr lecker sind Erdnusshappen mit Ingwer und Meersalz. My daily Meer hat euch das Rezept aufgeschrieben  und gleich noch eine schöne Idee für ein Weihnachtskarten DIY .

Ihr habt eigentlich keine Zeit zum Nähen und Backen möchtet aber gerne etwas "Kreatives" verschenken, bzw. ein Geschenk für eine kreative Freundin? Also ich bin schwer verliebt in das neue Kochbuch "Barfuß in der Küche" von Claudia Schaumann / Was für mich. Und das nicht nur, weil ich immer barfuß im Haus rumlaufe, sondern weil die Rezepte unkompliziert sind und die Fotos einfach Spaß auf gemütliche Treffen mit Freunden machen und leckere Mahlzeiten mit der Familie.

Oder ihr verschenkt eines der SoxxBooks von Kerstin Bahlke / Stine&Stitch. Vielleicht in Kombination mit einem ihrer tollen Garnpakete, die so tolle Namen tragen, wie Eisbär, Gipfelstürmer oder Leichtmatrose. 

Und schwups sind wir beim Einpacken. Ein paar schöne Beispiele hatten wir dieses Jahr in unserem Adventskalender. Gesine hat hübsche Seiten aus Zeitschriften zu Tüten zusammen genäht,  Svenja hat Milchpackungen zu Boxen umfunktioniert und Britta hat Milchtüten auseinandergeschnitten, getrennt und neu zusammengenäht .

Einen ganzen Blogpost zum nachhaltigen Verpacken von Weihnachtsgeschenken hat Luzia Pimpinella geschrieben. Eigentlich gar nicht so schwer. Packpapier z.B. lässt sich auf viele Arten verschönern, Washi Tape ist einfach nur schön und viel nachhaltiger als Tesa und selbstgenähte Säckchen aus Stoff lassen sich immer wieder verwenden. 
Bestimmt gibt es auch in eurem Haushalt das eine oder andere, was man gut zum Einpacken nehmen kann. Und ansonsten bediene ich mich dieses Jahr an meinen ganzen Resten. So ist auch die Klarsichttüte mit den Schokomandeln auf dem Foto gelandet. Nicht ganz nachhaltig, aber was da ist wird verbraucht.

Ich wünsche euch einen kreativen und gemütlichen dritten Advent bei Kerzenlicht und Keksen

                          Claudia

Dienstag, 10. Dezember 2019

Weihnachtsrituale für Große und Kleine - von Adventskalendern über Kekse backen und kleine Auszeiten bis zu Tannenbaum kaufen und musizieren



Zweiter Advent und ich bin angekommen in der Vorweihnachtszeit. Nachdem ich am Samstag schon drohte durchzudrehen, nach einer schlaflosen Nacht, einem Tag voller Trubel, Terminen und einer gesperrten Autobahn in Hamburg  - ich meine, wie soll  es mit der besinnlichen Weihnachtszeit klappen, wenn man von Termin zu Termin hetzt? - wollte ich mich nachmittags am liebsten ins Bett verkrümeln und diesen tollen Gutschein einlösen… aber am Ende  des Tages war es dann doch ein fantastischer Tag mit glücklichen Kinderaugen ( 3. Geburtstag), einer riesigen Schüssel Salat, einer schönen Fahrt über die Dörfer statt über die Autobahn und einem fantastischen Wild-Fondue mit Freunden. Quatschen und lecker Essen bis tief in die Nacht, wie jedes Jahr am Samstag vor dem zweiten Advent. Ein schönes Ritual und das seit mehr als 25 Jahren!


Nach ein paar Stunden Schlaf habe ich mich dann Sonntag  Morgen ans Kekse backen gemacht und Zack war sie da, die schöne Stimmung. Was macht es da, dass immer noch ein paar Weihnachtskisten rumstehen, weil ich sie durchsortieren wollte, immer noch nicht alles dekoriert ist und ich fast noch kein Geschenk habe… Warum soll ich mich in den Sog des Weihnachtsstresses ziehen lassen, wenn man mit ein paar lieben Menschen um sich herum, einer Menge Kerzen und ein paar Keksen den schönsten zweiten Advent Zuhause haben kann?


Wie kommt ihr in Stimmung? Braucht ihr ein Zimmer voller Deko, den ersten Punsch auf dem Weihnachtsmarkt oder Weihnachtsfeiern? Habt ihr Weihnachtsrituale, die jedes Jahr wiederkehren?

Ich muss gestehen, dass ein kleines bisschen Weihnachtschaos für mich dazu gehört. Es muss nie wieder so schlimm sein wie 2014, aber perfekt ist es hier nie. Und jedes Jahr ein kleines bisschen anders und trotzdem haben wir ein paar Rituale. Die oben genannte Weihnachtsfeier mit Bernds Studienfreunden gehört dazu. Und die Weihnachtsfeier mit meinen Freundinnen, eine Woche davor - auch schon seit 27 Jahren! Mehr als mein halbes Leben!



Na und dann die Adventskalender. Neben den Kalendern für meine Familie habe ich auch in diesem Jahr für einen Adventskalender mit Freundinnen gebastelt. Wir sind neun Frauen, d.h. jede von uns macht 3 Päckchen in achtfacher Ausfertigung. Die Neunte macht es ebenso und dies Päckchen packen wir aus, wenn die Anderen unsere Pakete öffnen. Es ist wahnsinnig spannend und ich genieße den Moment, wenn ich mich morgens mit einem Tee hinsetze und mein Päckchen öffne. Eines meiner liebsten Rituale. 



Dazu vielleicht ein paar Plätzchen oder ein Stück Stollen. Lecker. Ich habe dieses Jahr das erste Mal Stollen im Glas gebacken - mein Paket für meine Freundinnen gestern. Dazu wurde der Stollen in Weckgläsern gebacken (die Zeit im Backofen verkürzen und immer mal wieder gucken, ob er schon gut ist) und gleich nach dem Backen flüssige Butter drüber geben, eine ordentliche Portion Puderzucker und dann sofort verschließen. So hält sich der Stollen ein paar Wochen und wird schön saftig. Ein tolles Mitbringsel.
Schneemandeln haben wir auch schon gemacht und schwedische Chokladbollar . Ein paar Plätzchensorten stehen noch auf meiner Wunschliste. Auf den einen oder anderen Klassiker freue ich mich jedes Jahr. Aber ich habe beschlossen, mich nicht stressen zu lassen. 



Es muss auch Zeit für Spaziergänge an der Ostsee in den Sonnenaufgang hinein oder den gemeinsamen Weihnachtsfilmeabend mit meinen Töchtern sein. 

Noch so ein wichtiges Familienereignis ist das gemeinsame Weihnachtsbaum aussuchen auf dem Hof in der Nachbarschaft, mit anschließenden Kekse essen und Punsch trinken, mit dem wir schon unsere Freunde angesteckt haben. 


Da haben wir auch unsere Weihnachtskarte vom letzten Jahr geknipst. Mit einer Kiste voll Weihnachtskram in der Tannenschonung.

Und dann gib es noch die lieben Freunde, mit denen wir seit Jahren kurz vor der Bescherung kleine Geschenke austauschen. Mal kommen sie, mal wir. Und nachdem sie uns letztes Jahr mit einem Weihnachtskonzert unter unserem Tannenbaum überrascht haben, haben wir uns dieses Jahr zum gemeinsamen Singen und Musizieren verabredet. Ich freue mich auf diese schöne  Weihnachtseinstimmung.

Jetzt noch ein paar frostige Tage und ein paar Flocken Schnee und ich wäre im Weihnachtshimmel ;-) …

Macht es euch alle wunderbar gemütlich!








Sonntag, 1. Dezember 2019

#12giftswithlovegoesxmas und ich fange an mit Fiete und seinen Freunden

Und zack: Noch 24 Tage bis Weihnachten. Heute wird die erste Kerze angezündet und das erste Türchen oder das erste Päckchen darf geöffnet werden. Ich bin auch Erste und darf die #12giftswithlovegoesxmas von Ioana aka miss red Fox eröffnen. 


Jeden Tag bis Heilig Abend wird eine Bloggerin euch eine schöne Idee zur Weihnachtszeit präsentieren.




Hinter dem ersten Türchen befinden sich heute Fiete und seine Freunde. Kleine gestrickte Freunde aus Wollresten. Schnell gestrickt und jeder Freund ganz individuell. Ganz links seht ihr meine Gretha mit Gummistiefeln und Regenhut. Mit ihr fing alles an. Und dann entstanden aus den unzähligen Wollresten Fiete und seine Freunde, für meine Freunde.


Alle Freunde sind ganz individuell, so wie die Menschen, für die sie sind. Sie unterscheiden sich in der Wahl der Wolle, und der Art ihrer Muster und Kleinigkeiten, die ihre Persönlichkeit ausmachen. 



Begonnen wird unten an den Füßen und dann hoch gestrickt. Variiert habe ich, in dem ich Schuhe oder Stiefel gestrickt habe. Entsprechend habe ich die Hosenlänge verändert. Auch die Pulloverlänge variiert bei mir. Bei den Pullover kann man schön spielen, in dem man kleine Muster einstrickt. Die Mütze wird separat gestrickt. Ob ihr Haare stickt oder nicht bleibt euch überlassen.


Mit meinen kleinen Freunden werde ich ein paar Freunde überraschen. Damit ihr dies auch könnt, habe ich beim Stricken mitgeschrieben. Die Anleitung findet ihr weiter unten oder bei Ravelry.


Viel Spaß hatte ich auch beim Bommeln. Geholfen hat mir ein kleines Set von Prym, das ich geschenkt bekommen habe. Witzigerweise hatte ich so eines schon als Teenie und ich habe es immer geliebt, habe es sogar noch. Ich musste meinen Bommel etwas "frisieren", da er zu groß für die Pudelmütze groß war. Aber jetzt hat der kleine Freund eine Pudelmütze.



Ganz neu sind solche Strickpuppen nicht. Ein paar von euch können sich vielleicht noch erinnern, dass sie Mitte der 70er Jahre angesagt waren. damals konnte man die Anleitung in der Zeitschrift Brigitte finden. Meine Mama strickte für die ganze Familie ganz unterschiedliche Strickpüppchen. Sie sahen ungefähr so aus, wie der noch nicht ganz fertige im Bild oben. Die Mütze wurde direkt nach dem Gesicht gestrickt.


Mein Fiete und seine Freunde haben separat gestrickte Mützen bekommen, die ich festgenäht habe. 




Anleitung

Größe: 13- 15 cm

Material
Wolle: Sockenwollreste in verschiedenen Farben (ihr könnt natürlich auch dickere Wolle nehmen, dann wird die Puppe größer)
Nadeln: Nadelspiel  2.5

Anleitung
32 Maschen (M) anschlagen, auf dem Nadelspiel verteilen, zur Runde schließen und 5 Runden für die Schuhe rechts stricken. 

Hose: 8 - 13 Runden rechts stricken. Für Stiefel habe ich 8 Runden rechts gestrickt und dafür die Hose kürzer gearbeitet. 

Pullover: In der nächsten Runde 4 M verteilt zunehmen und eventuell ein kleines Pullover-Bündchen über 2 - 3 Runden oder alternativ 1 - 2 Runden links stricken. Jetzt 15 Runden rechts stricken. Hier könnt ihr Zopfmuster oder kleine FairIsle Muster einstricken, wenn ihr mögt.
Für die Schulterabnahme: *1. und 3. Nadel 1 Masche rechts, 1 Maschen rechts abheben, die nächste Masche stricken und die abgehobene drüberziehen. 2. und 4. Nadel bis 3 Maschen vor dem Ende stricken, 2 Maschen zusammen stricken und die letzte Masche rechts stricken.* Nach einer weiteren Runde rechts  gestrickt eine weitere Abnahmerunde wie zuvor = 28 Maschen . 1 Runde rechts.

Jetzt habt ihr mehrere Optionen: ihr könnt direkt im Anschluss das Gesicht / den Kopf beginnen oder erst ein kleines Bündchen stricken oder ihr nehmt wieder 4 Maschen verteilt zu und strickt über 4 Runden mit 1 M rechts / 1 M links einen Rollkragen, wie ihr bei mir sehen könnt. Bündchen und Rollkragen werden dann abgekettet und die 28 Maschen für das Gesicht/ den Kopf innen aus dem Kragen neu aufgenommen. 1 Runde rechts stricken, dann in der nächsten Runde verteilt 4 Maschen zunehmen (32 Maschen). 10 Runden rechts stricken, dann mit den Abnahmen beginnen.
1. Runde: Auf jeder Nadel 1 Masche, durch  zusammenstricken von 2 Maschen, abnehmen. (4 M weniger)
2. 1 Runde rechts
3. Runde: 1. Runde wiederholen (4 M weniger)
4. 1 Runde rechts 
5. Runde : *2 M rechts zusammen stricken, 1 M re, ab * wiederholen (8 M weniger)
6. 1 Runde rechts
7. Runde: immer 2 M zusammen stricken. Die letzten 8 Maschen werden mit einem Faden zusammen gezogen.

Nun den Kopf mit Watte oder Wollresten ausstopfen. Mit Hilfe eines Fadens den Hals etwas abbinden. Eine Nase und Augen sticken und eventuell Haare.

Die Arme und Beinen werden mit einem Faden abgenäht. Ob ihr lieber vorher oder nachher die Puppe mit Watte ausstopft  müsst ihr ausprobieren. Ich forme gerne die schon ausgestopfte Puppe mit dem Faden, es lässt sich aber etwas schlechter nähen. Die Füße mit Maschenstich schließen.

Mütze: 36 Maschen anschlagen und 3 Runden 1 M re / 1 M li stricken. Ca 8 Runden rechts stricken. Eventuell die Mütze aufprobieren und kürzer oder länger stricken. Für die Abnahmen in der ersten Runde 4 x 2 Maschen zusammen stricken, in der 3., 5. und 6. Runde 8 x 2 Maschen zusammen stricken. Die letzten 8 Maschen wieder mit einem Faden zusammen ziehen. Wer mag, macht noch einen kleinen Bommel. Die Mütze am Kopf festnähen.



Und nun viel Spaß beim Entwerfen und Stricken.

Ich wünsche euch einen gemütlichen ersten Advent und eine magische Vorweihnachtszeit.

Morgen findet ihr #12giftswithlovegoesxmas bei Sabine Seyffert
und jeden Tag könnt ihr bei miss red fox lesen, bei wem es weiter geht.

1 reetselig.blogspot.com 2  www.sabine-seyffert.de/blog 3 lovedecorations.de 4 studio-karamelo.com/blog 5  aye-aye-diy.com 6  www.instagram.com/golden_freckles 7 soulsistermeetsfriends.com 8 www.frau-liebling.com/blog 9 www.instagram.com/madamemops 10  www.smillaswohngefuehl.com 11  fraufriemel.de 12  mrsgreenhouse.de 13 kreativfieber.de 14 trytrytry.de 15  kathyloves.de 16 nom-noms.de 17  www.johannarundel.de 18  schninskitchen.de 19  dezentpink.de/blog 20 www.katimakeit.de/diy-blog 21 zaubereinlaecheln.de 22 kleineherzensdiebe.com 23  wendyswohnzimmer.de 24 missredfox.de 


Dienstag, 26. November 2019

Herbstfarben gegen den Novemberblues und ein neues Stricktuch - mein Vertices Unite


Bevor ich morgen mit der Weihnachtsdeko loslege und Lichter gegen das Grau und die früh aufziehende Dunkelheit da draußen aufhänge, habe ich mich an den Farben der Fotos berauscht, die ich auf einem meiner Herbstspaziergänge gemacht habe. Und jetzt kommt es mir so vor, als hätte ich Farben gesammelt für den Winter. Was für ein Glück, denn so langsam geht mir das ewig Nasse da draußen auf den Wecker. Ich möchte knackigen Frost, knirschendes Laub unter den Füßen und zur Abwechslung mal nicht auf der nassen Holzterrasse ausrutschen.




Ich möchte mich auf das Moos legen und in den Himmel gucken. 



Inzwischen liegt mehr Laub auf dem Boden, als in den Bäumen hängt, aber dafür ist der Blick in die Wipfel und den Himmel frei. Auch schön.


Da ich mir die vielen Grautöne da draußen und die Spaziergänge im Nebel versüßen muss, freue ich mich über mein Herbstprojekt, dass ich mir im Oktober gestrickt habe. Im Vertice Unite von Stephen West sind drei Knäule aus vorherigen Projekten und zwei neue von Madelinetosh Tosh Merino Light verstrickt. 
Das Tuch ist schnell gestrickt, da das Muster so abwechslungsreich ist. Die Anleitung ist leicht verständlich geschrieben (englisch), das Tuch in zwei Größen zu stricken. Ich habe das Große gestrickt. Die Wolle ist schön leicht und kuschelig, da darf es ruhig etwas mehr Tuch sein. Ist ja bald Winter.



Tuch Vertices Unite von Stephen West in Large
Ravelry
Verlinkt bei Maschenfein

Dienstag, 29. Oktober 2019

Sis Socks - für Schwestern, Bootsliebhaber, FairIslestrickerinnen und alle, die schon immer gerne Socken über die Boots schlagen wollten, sowieso




Es gibt Neues auf die Nadeln, noch schnell zum Socktober… Aber hej, die Sockensaison geht ja erst los!Und wer jetzt los legt, hat vielleicht auch ein paar Socken Weihnachten zum Verschenken über. (Ps.: ist es jetzt ein Paar oder sind es ein paar… ? ) Stricken ist im Moment übrigens einfacher, als schnell den Post dazu zu schreiben. Mein Laptop ist mittlerweile so langsam, dass ich euch die Anleitung auch abschreiben und per Post versenden könnte. Nicht wirklich das richtige Equipment zum Schreiben. Aber die Socken sind inzwischen dreimal gestrickt, meine Teststrickerinnen hatten viel Spaß, Stine und Malin fiebern der Veröffentlichung der Socken entgegen, weil sie die Socken erst danach tragen dürfen und ich freue mich darauf, zu sehen, wie ihr loslegt.



Meine Töchter haben mich zu diesem Design inspiriert. Sie wünschten sich warme kuschelige Socken, in natürlichen Farben, leicht und zum Krempeln und gut über Boots zu tragen. Heraus gekommen sind die Sis Socken!


Gestrickt in erdigen Tönen, aus Filcolana arwetta classic und Filcolana Indiecita Alpaka für den Umschlag, sind die Socken so, wie Stine und Malin es sich gewünscht haben.



Am Umschlag werden zwei Latvian Braids also zwei Lettische Zöpfe gestrickt. Die klingen im ersten Moment etwas tüdelig, weil man die Fäden immer umeinander dreht beim weiter stricken. aber keine Angst, in der zweiten Reihe wird alles wieder enttüdelt und ich finde sie so schön.








Bei uns gibt es Sis Socken in diesem Herbst in drei Varianten Aber bei meinen Teststrickerinnen habe ich noch viel mehr Farbvarianten gesehen und gleich Lust bekommen noch weitere Varianten auszuprobieren.


Übrigens wäre es beim nächsten Mal schlauer die Socken vor dem Waldspaziergang zu shooten und Schuhputzzeug im Urlaub wäre auch super, wenn man so etwas vor hat. Beim nächsten Mal dann...


 Sis Socke auf Ravelry
Wolle: Filcolana arwetta und Filcolana indiecita
Link: Maschenfein- auf den Nadeln Oktober, Creadienstag

Mittwoch, 4. September 2019

Ganz große Liebe für meinen Big Love Cardigan

Moin an diesem ersten Mittwoch im September. Es ist nicht nur meteorologischer Herbstanfang, sondern auch Me made Mittwoch und heute bin ich endlich mal wieder dabei. Nicht mit etwas genähtem, sondern mit meinem neuen selbstbestrickten Cardigan. Big Love - der Name ist Programm!





Eigentlich wird die Strickjacke mit Léttlopi gestrickt, aber nach dem ich mich bei der letzten Knit night bei Mylys in die Snefnug (55% Alpaka, 35% Baumwolle, 10% extra feine Merinowolle) von CaMaRose verliebt habe, hatte ich spontan beschlossen, dass daraus eine kuschelige kurze Strickjacke werden sollte, inspiriert von dem Modell, dass im Laden hing. Da war es auch egal, dass wir einen fantastisch schönen warmen Sommerabend hatten.



Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 4. Da die Snefnug aber eine andere Flexibilität hat als die Léttlopi und die Maschenprobe anders ausfiel, habe ich nach einem ersten Anlauf zwei Nummern kleiner gestrickt und bin total zufrieden. Ausversehen ist das untere Bündchen etwas länger geraten als in der Anleitung vorgesehen. Aber mir gefällt es. 

Gestrickt wird die Big Love - designed von Anke Strick - topdown in einem Stück. Begonnen wird hinten am Schalkragen und dann werden erst die hintere Schulterpartie und dann die rechte und linke Vorderseite bis zur Achsel gestrickt. Danach wird der Body in eins gestrickt. Die Schultern sind dank verkürzter Reihen schön geformt. Die direkt angestrickten Ärmel habe ich eine Größe größer gestrickt, damit ich auch einen Pullover unterziehen kann. Diese Anpassung vorzunehmen ist aber kein Problem gewesen.


Auf meiner Bucketlist für den Winter steht jetzt noch ganz oben der Great Love. Eine längere Version der Big Love und diesmal dann auch unbedingt in Léttlopi - perfekt für den Winter und schmuddelige Tage draußen. Ich mag das Original von Anke in schwarz und denke, meiner wird auch dunkel. Ich bin ja ganz großer Strickmantelfan und muss dringend mal einen dunklen neuen haben.

Und was ist auf euren Nadeln? 

Wie immer findet ihr auf Ravelry weitere Informationen und Links
Jacke: Big Love von Anke Strick
Wolle : Snefnug von CaMaRose in 7340 Jeansblå, Laiflänge 100m/50g

Ps. Entschuldigt bitte die leichte Unschärfe der Fotos… keine Ahnung, was da los war. Leider habe ich es erst gesehen, als ich den Post schreiben wollte und jetzt ist keine Zeit für neue Fotos… und kein Wetter dafür.

Pps. Wenn ihr noch Ideen braucht, schaut doch auch bei auf den Nadeln im September  oder Sew lala vorbei.

Mittwoch, 21. August 2019

Ein Moodboard als Inspirationsquelle für das neue Atelier. Und meine persönlichen Highlights von der Formlandmesse


Dieser Post kann Spuren von Werbung enthalten, das bringt so ein Messebesuch mit sich. Aber alles was ich schreibe tue ich aus freien Stücken.


Die Sommerferien endeten bei uns mit dem Auszug von Stine, die ab jetzt in Kiel wohnt, wo sie seit einem Jahr studiert. Damit begann das wilde Zimmergetausche unterm Reetdach. Dabei haben wir gerade vor anderthalb Jahren in einer spontanen Aktion beide Zimmer der Girls renoviert und schöner gemacht.  Die Zimmer wurden vor kurzem bei IKEA gezeigt, wenn ihr Lust habt das Ergebnis zu sehen, schaut doch mal hier Malins Zimmer und hier Stines ehemaliges Reich an. 


Aber alles hat seine Zeit und Zimmer neu stylen macht schließlich Spaß. Da Malins Zimmer ein Durchgangszimmer ist, bekommt sie nun Stines ehemaliges Zimmer und das mittlere Zimmer wird Näh-, Strick- und Arbeitsatelier und gleichzeitig Stines Rückzugsort, wenn sie nach Hause kommt. Keine ganz einfache Aufgabe, denn das sind eine Menge Anforderungen für einen Raum. 
Damit der Raum nicht nur funktionell, sondern wunderschön wird, habe ich mir erstmal ein Moodboard gemacht. So kann ich immer wieder visualisieren, was ich mir für den Raum wünsche und schauen, wie es sich verwirklichen lässt, denn natürlich müssen viele Dinge untergebracht werden.


Für das Zimmer schweben mir leichte natürliche Farben vor, gepaart mit Holz und Korbgeflecht und einer Prise Meer und der Helligkeit eines nordischen Midsommers. 

Ich liebe es Farbproben mitzunehmen, wenn ich durch Baumärkte streife, so waren schnell ein paar mögliche Farben gefunden. Die anderen Bilder sind aus Zeitschriften oder Katalogen herausgerissen. Einige Katalogseiten bilden den passenden Untergrund und fertig war mein Moodboard und hängt nun in dem Raum.

Natürlich kann man auch virtuelle Moodboards erstellen. Meine Pinterestboards sind im Grunde alle Moodboards. Und bevor ich mir überlegt habe, wie ich den Arbeitsplatz im neuen Raum gestalten möchte, habe ich meine Pinnwand Arbeitszimmer bei Pinterest durchgescrollt -äh und den einen oder anderen Pin hinzugefügt, wie man das halt so macht bei Pinterest. So habe ich schon mal fokussiert, was mir wichtig ist und worauf ich nicht verzichten möchte. 

Aber natürlich sind die schönsten Pläne dazu da, dass man sie ändern kann und so bin ich offen für neues am Wochenende zur  Design und Interior Messe Formland nach Herning in Dänemark gefahren und habe vergnügt an einer von Amalie loves Denmark geführten Bloggertour über die Messe teilgenommen. Die Messe ist immer voller Inspirationen und Neuheiten und es ist ein Glück, dass man nichts kaufen kann, denn sonst wäre ich rettungslos verloren. Ich bin ein großer Fan des nordischen Wohnstils und von zeitlosem skandinavischem Design. Ich genieße es, schöne schlichte Dinge zu sehen, die einen hohen funktionellen Sinn haben und gleichzeitig so schön sind. Und so habe ich mich hier gleich nach Ideen für mein neues Atelier umgesehen.



Die Firma Wirth  hatte davon eine Menge zu bieten. Diese Aufhängung gefiel mir gut. Die Karten werden in die Kugeln geschoben und klemmen sich fest. Eine clevere Lösung. Dank Ute @schneiderherz habe ich es irgendwann auch verstanden. Dabei ist es ganz simpel. Das Holz, das verwendet wird, ist FSC zertifiziert und aus Wäldern, die nachhaltig bewirtschaftet werden.


Ich mag ja schon den Spruch auf dem Deckel ihres Katalogs!

Auch das Sofa von Umage, das vielseitig nutzbar ist und verstellbare Lehnen hat, sowie der Lounge Chair mit dem wundervollen soften Leder - von dem ich leider kein Foto habe, weil ich vor lauter bequemen Sitzen völlig vergessen habe ein Foto zu machen… haben es mir angetan. Leider ist im Moment kein Platz für ein Sofa, da Stines Bett erstmal hier bleibt.

Aber eine neue Lampe brauch ich und da ich gerne viele natürliche Materialien im Raum haben möchte, liebäugle ich mit einer Korblampe. Diese hatte es uns allen angetan, wenn man auf Instagram guckt #formlandblogger. (Die Oyster lamp gibt es bei liv interior in Hamburg, falls ihr sie auch so klasse findet) Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob mir das diffuse Licht einer Korblampe ausreicht. Lampen und ich sind so eine Sache. Da es im Winterhalbjahr ;-) im Norden recht früh dunkel ist und das Reetdach ziemlich tief geht, brauche ich viel Licht. Das Licht muss gemütlich sein, wenn ich im Sessel sitze und stricke und trotzdem auch gut den Raum ausleuchten können, wenn ich z.B. sauge oder zuschneide. 



Noch mehr Korb gab es bei Relove and roses, aber eigentlich nur als Deko. Nichts desto trotz genau das, was ich mag! Die hübschen Blusen und Vintagetextilien werden hauptsächlich aus indischen Seidensaris in neues Design umgewandelt, nach dem Motto REmake | REuse | RElove . Wie auch an vielen anderen Ständen war auch hier zu spüren, dass es den Designern nicht nur darum geht schöne Produkte herzustellen, sondern langlebige Produkte zu produzieren, die eine Geschichte erzählen können. Material zu recyceln steht dabei hoch im Kurs. Und wie in diesem Fall, Frauen in Indien und Dänemark gute Arbeitsplätze zu verschaffen, ebenfalls. 



Keramik in Form von Teetassen (diese sind von Julie Damhus Studio) darf natürlich immer einziehen.


Und Vasen! Die oben sind aus 100 % recyceltem Glas und handgemacht. (Lübech Living). Die wunderschönen unten auf dem Foto aus Keramik macht Tina Marie Cph. 


Die neuen Farben von Stelton für die EM77, designed von Erik Magnussen und bereits ein Klassiker,  dürften auch gerne einziehen. 


Na und in Orla Kiely`s Design habe ich mich ja schon bei der letzten Messe verliebt und freue mich immer über meine aus Edinburgh mitgebrachte Tasse. Passt zwar nur bedingt in mein Moodboard, macht aber wunderbar gute Laune!



Einer meiner Lieblingsstände ist der Stand von Hjemhavn. Ich mag das von handgedruckte Design. Es ist ein kleines Label, das seit 3 Jahren stetig wächst und das verdientermaßen.  Die Emaillebecher haben wir nicht nur im Bus im ständigen Gebrauch, die Girls haben beide eine blaue Mütze und jetzt ist auch noch eine Flasche bei uns eingezogen. Maritim geht einfach immer und 5% von jedem Verkaufserlös gehen an an die Organisation Plastic change, die sich darum kümmert, dass die Strände und Meere wieder plastikfreier werden. 
Deshalb stehen hier auch Sweatshirts - MAKE OCEANS CLEAN AGAIN - auf dem Wunschzettel und ich würde ja zu gerne den Stempel mopsen: Der würde sich auch gut im Arbeitszimmer machen.





Den Holzaffen von Kai Bojesen gibt es hier schon, aber wir durften zugucken, wie er zusammen gesetzt wird und in der Gruppe macht er noch mehr her.



Trinkflaschen gibt es  ebenso wie Coffee to go Becher in 1000 Variationen, aber diese ist wie gemacht für mein Strickatelier!


Na und für den Schokoladen-overkill würde ich Lakrids mit der leckersten Schoko ever drum herum nehmen.



Falls ihr mehr über die Messe lesen wollt, könnt ihr das bei Schneiderherz  oder my daily Meer tun und bei Instagram findet ihr uns alle unter dem Hashtag #formlandblogger.



Ich habe jetzt mein Moodboard genommen und bin durch das Haus gegangen und habe schöne Dinge zusammengesucht, die in mein Farbkonzept passen. 



Ist ja nicht so, dass man nix hat. Eher von allem zu viel. Deshalb zieht erstmal ein, was da ist und gut passt und wenn dann noch etwas fehlt oder schöner wäre, dann darf auch etwas neues einziehen. 



 Für die Heizungsecke fehlt mir noch ein passendes Regal. Eventuell bauen wir da was. Die ursprüngliche Lösung scheidet leider aus, weil ich verdrängt hatte, dass wir beim Ofen setzen die Tür 20 cm verlegt haben und nun passt die Kommode, so wie früher einmal,  da nicht mehr hin. 

Bilder fehlen auch noch. Ich werde jetzt mal 3851 Fotos vom Urlaub sichten und dann ein paar schöne Fotos aussuchen und abziehen lassen. Die schönen Fischerhäuser und Strandbilder sehen bestimmt toll an der Wand aus.


Na, Lust auf ein paar kleine Veränderungen bekommen? Fang doch mit dem Moodboard an. Das macht Spaß. Und dann guck erstmal was da ist. Vielleicht ja auch im Keller oder auf dem Dachboden. Vielleicht bei Oma oder den Nachbarn. Ich habe auch schon mal getauscht oder etwas für eine Zeitlang bei mir hingestellt. Manchmal hilft auch eine räumliche Veränderung im kleinen Stil:  der Affe an einem anderen Platz oder die Vasen als Ensemble arrangiert sehen gleich ganz anders aus. Man braucht nicht immer etwas neues kaufen. Und wenn doch, dann lohnt es sich, etwas langlebiges zu kaufen. Vielleicht etwas, dass mit euch alt wird. 

Ich mach mich jetzt ans Fotos sichten. Und dann räume ich weiter.

                               Claudia