Sonntag, 11. November 2018

Herbstpicknick mit bunten Blättern und farbenfrohem Geschirr - mein Sonntagsglück - und eine lange Geschichte warum das Picknick nicht am Strand stattfand

Werbung - Dieser Post ist in Kooperation mit Rice entstanden

Mögt ihr auch so gerne draußen sein wie ich? Ich finde ja, das man jedem Wetter etwas abgewinnen kann. Es ist so zauberhaft den Nebel über dem Fluss aufsteigen zu sehen und wenn sich dann ein paar Sonnenstrahlen dazu mischen bin ich glücklich. Stine und Malin waren beide im Waldkindergarten und haben immer und bei jedem Wetter draußen gefrühstückt, so dass sie es ganz normal finden, wenn es bei uns im tiefsten Winter, bei Null Grad, draußen in  der Sonne Kaiserschmarren gibt. Oder eben im Herbst ein Picknick am Fluss, mit frischem Brot, einer großen Schüssel Salat und Kuchen.





Schon das Backen und das Packen drinnen bei Sonnenschein hat großen Spaß gemacht.


Einen ganzen Korb voller Köstlichkeiten gab es.




In die Gläser bin ich ja ziemlich verliebt. Sie sind für ein Picknick einfach perfekt. Glas wäre viel schwerer als diese hübschen im Retrostil aus Acryl und diese gehen nicht kaputt. Und sie sehen so schön aus. 



Das Sauerteigteigbrot habe ich nach einem Rezept aus den 90ern gebacken. Ich räume gerade auf, da findet sich so einiges wieder an. Sehr lecker, aber noch nicht die endgültige Fassung. Geht es euch auch so? Bevor ich ein Brotrezept weiter geben kann muss ich es erst ein paar Mal ausprobiert haben. Selten, dass es beim ersten Mal perfekt wird.


Sehr cool finde ich ja auch unser Thermosgefäß für Suppe. Damit kann ich meinen Töchtern Suppe für die Pause mitgeben, wenn die Mensa nichts gutes bietet. Oder eben Suppe für das Picknick einpacken.




Zu dem Picknick gibt es natürlich auch eine Geschichte. Eigentlich sollte nämlich alles ganz anders sein.  Als ich Mo von Rice im Sommer in Dänemark kennengelernt habe haben wir uns lange unterhalten und im Laufe der Unterhaltung eine Idee gesponnen. Aber merke: Meistens kommt es anders als man denkt… Denn statt zwei leckere Coffee to go in den hübschen Becher zu kochen, in den Bus zu steigen und nach St.Peter-Ording an den Strand zu fahren um dort ein leckeres Picknick bei schönstem Strandwetter in den Herbstferien zu veranstalten, habe ich unseren Bus mit nagelneuen Winterreifen wieder zurück in die Werkstatt gestellt und da steht er noch immer… Seit Wochen! 
Auch Plan B schied damit aus. Der sah nämlich vor, den Picknickkorb einfach mit nach Schweden zu nehmen. Das Wetter wäre perfekt für ein Picknick in den Schären gewesen, aber leider passte nichts mehr ins Auto. Wir konnten nur das nötigste mitnehmen und dazu zählte das tolle Geschirr leider nicht… Also ehrlich mal, keine Ahnung wie ich ohne meinen Bus überstehen soll. Tausendmal habe ich in den letzten Tagen gesagt: " Das liegt im Bus. Und der ist in der Werkstatt." So ein Bus hat echt ein gutes Fassungsvermögen. Und einen Kocher. Damit kann man leckere Suppen vor Ort kochen und den Kaffeebecher wieder auffüllen. Und bei schlechtem Wetter drinnen picknicken und einfach die Lichterkette anmachen. Deshalb bitte Daumen weiter drücken. Wir geben immer noch nicht auf und hoffen, dass der Fehler doch noch gefunden wird und dann gibt es ein Winterpicknick beim Schlittschuhlaufen oder heißen Kaffee nach einem Spaziergang am Meer. Und die fröhlichen Farben von Rice hellen auch einen Spaziergang bei tiefhängenden Wolken wieder auf!

Ich wünsche euch allen einen fröhlichen Sonntag - vielleicht ja mit spontanem Picknick. Wir gehen gleich zum Martinsschlemmen bei unserem Kaufmann und freuen uns darauf, das halbe Dorf dort zu treffen. Mein Sonntagsglück ;-)



Danke auch an mein super Team! Außer einer zusätzlichen Fotografin (Stine) habe ich auch einen Bodyguard (Jette) angeheuert, damit niemand an das Essen geht, bevor alle Fotos im Kasten sind…


Das Geschirr ist bis auf die beiden Thermosgefäße von Rice und ich danke Mo für die tolle Zusammenarbeit. Es hat mir großen Spaß gemacht im Online-Katalog zu stöbern und mir etwas auszusuchen.

Donnerstag, 1. November 2018

Jack Tar Bag die Erste - ganz große Oilskin Liebe und mein neuer Fröhlichmacher gegen Einheitsgrau an ollen Herbsttagen

Es gibt ja diese Tage im Herbst, da will es einfach nicht bunt werden wie hier und dann hilft einfach nur etwas super schön sonniges am Körper. Ich erinnere mich an eine Zeit, da trug ich riesige sonnengelbe und orangene Seidentücher um den Hals. Und dann hatte ich als echte Hamburger Deern früher bei Regen immer einen gelben Friesennerz an. Gott was war ich glücklich, als es die später als Wendejacken gab und auch in Außen weiß und Innen blauer Stoff. Als Teenie fand ich die nämlich gar nicht mehr so toll. Und in meiner Unizeit haben wir keine Öljacken mehr angezogen, sondern wir trugen Funktionsjacken… So ganz kann ich mich mit den gelben Regenparkern noch nicht wieder anfreunden, aber als ich die gelbe Jack Tar Bag von meiner Freundin Britta sah wusste ich, dass das genau das richtige Teil gegen Herbstblues ist. Also habe ich mir gelben Oilskin bestellt und dann gelassen nix getan, weil wir ja wunderbares Wetter hatten… Am letzten Wochenende war es dann endlich soweit und ich habe mir meine gelbe Jack Tar Bag genäht.





Eine Yello Bag von Prülla, wie Svenja (3.v.r.) sie auf dem Foto trägt, habe ich mir ja schon im Mai in Oliv genäht. Darüber könnt ihr hier lesen . Der Oilskin wie von Sabine Tasche (2.v.l.) liegt hier auch schon - Taschen kann man ja nie genug haben. Aber der Farbton von Brittas Tasche (ganz links) ist im Original so schön, dass ich ihn auch sehr gerne hätte...

Der Oilskin lässt sich super verarbeiten und die Tasche ist relativ schnell genäht. Allerdings ist die Anleitung von Merchant and Mills auf Englisch und nicht gerade günstig…  Die Anleitung ist aber bebildert und die paar Worte die man nicht versteht kann man in einem der vielen Englisch - Deutsch Nählexika nachschauen.
Unter dem Hashtag #jacktarbag gibt es bei Instagram jede Menge Nähbeispiele.



Ich habe mir zusätzlich zu der vorgesehen zweifach unterteilten Innentasche eine Reißverschlusstasche eingenäht und ein Schlüsselband . Ich fürchte nämlich, dass ich den Kleinkram in den Tiefen der Tasche sonst nicht wieder finde. Als Verschluss habe ich einen einfach Magnetverschluss genommen. Der geht super schnell rein und hält die Tasche schön zu. Um den Ledergurt zum Träger zu machen habe ich Buchschrauben benutzt, die mir Svenja aus Kiel mitgebracht hat, genauso wie das wahnsinnig schöne schokobraune Leder, dass ich als Boden haben wollte. Das Oilskin hält zwar eine Menge aus, aber das Gelb wollte ich mir bei schietigem Wetter nicht gleich einsauen. So ist meine Tasche dann auch nicht ganz genau wie Brittas. Aber die tolle Idee mit der Paspel habe ich mir abgeschaut. Ich wollte schon lange mal eine Tasche mit einer Paspel versehen.
Den ledernen Tragegurt habe ich etwas länger gemacht als vorgesehen, da ich meine Tasche gerne Crossover trage. Auch die beiden Griffe sind etwas länger, damit ich sie über die Schulter machen kann.


Jetzt habe ich eine super große Tasche in die bequem mein Strickzeug und der unvermeidliche Fotoapparat reinpassen und was Frau sonst noch so braucht…

Wenn ihr noch mehr Oilskintaschen sehen wollt guckt doch mal bei mydailymeer , foerdefaden, kreamino, mein gewisses etwas,  alleskirschestineundstitch.

                            Claudia


Oilskin von 1000Stoff
Jack Tar BAg von Merchant & Mills
Leder und Buchschrauben von Leder  Flach  aus Kiel
Alles weitere aus dem Bestand

Verlinkt bei  Du für dich am Donnerstag 

und Sew La La

Freitag, 19. Oktober 2018

Ganz große Herbstliebe, ein paar Tage in Schweden im Wald und meine Bucketlist für den Herbst

Nach diesem Wahnsinns Sommer, den ganz unglaublichen Temperaturen und der extremen Trockenheit hatte ich mich die ganze Zeit gefragt, was wir wohl für einen Herbst bekommen werden in Schweden. Aber der Wald hat mich wieder überrascht mit seiner unglaublichen Farbenpracht.


Ich liebe den Blick in den Wald und auf die Häuser in Boda. Es macht so Spaß durch die Blätter zu rascheln. Und mit dem Urlaub habe ich auch schon ein paar meiner Herbstwünsche erfüllt.
Eigentlich bin ich ja eher ein Sommerkind… aber schon im letzten Jahr habe ich mich in den Herbst in Schweden verliebt und nachdem ich in diesem Jahr nun das Ende des Winters und den Frühlingsstart  in Schweden erlebt habe und dann einen fulminanten viel zu trocknen Sommer, ist auch der Herbst sehr intensiv und schön. 


Wie immer lege ich mir für jede Jahreszeit bzw. jedes Quartal ein Heftchen an. Heute sagt man wohl Bulletjournal ;-) Dort kommt alles rein, was ich vorhabe, mir wünsche, was ich an Projekten umsetze und was ich mir notieren / merken will. Auch meine Wunschliste für den Herbst. Und so einiges davon ist in Arbeit oder sogar schon abgehakt.


Meine Bucketlist für den Herbst:

  • Im Herbst möchte ich die Natur noch einmal ganz intensiv erleben. Mich an den Farben berauschen und viele Erinnerungen für den Winter konservieren. 
Da das Wetter so herrlich und auch der Herbst überwiegend trocken ist, ist mir dieser Punkt tatsächlich schon ausgiebig gelungen.



  • Urlaub in Schweden im Wald. Tatsächlich ist mir von allen Jahreszeiten der Herbst hier in Schweden am liebsten.  

Der Urlaub in Schweden ist in vollem Gange und ich liebe es hier alles herunter zu fahren. Die Gedanken baumeln zu lassen und mal nicht an Rechnungen, Mails und Steuern zu denken…



  • Instatreffen auf Sylt
Dieses Internet birgt eine Menge schöner Sachen. Unter anderem die Bekanntschaft vieler toller Menschen. So habe ich Eva aka eatelier39 aus der Schweiz kennengelernt und mit ihr schon so manches gemeinsam gestrickt. Sie in der Schweiz, ich in Norddeutschland. Da sie im Oktober Urlaub auf Sylt machte, bot sich die Gelegenheit für ein Treffen. Gemeinsam mit Svenja aka foerdefaden  und einem schönen Strickprojekt fuhr ich nach Sylt. Wir kochten zusammen, strickten und schnackten und tauschten uns aus über unsere neusten Strickprojekte. Eine wirklich schöner intensiver Abend! 





  • Meeresluft tanken. Mich an dem Anblick der Wellen berauschen.
Auch wenn ich es in diesem Herbst schon ein paar Mal ans Meer geschafft habe - St. Peter-Ording, Sylt und nun in Schweden-  kann ich davon niemals genug haben. Ich könnte stundenlang auf´s Meer schauen.




  •  Stricken, Entwerfen und Veröffentlichen… 
Stricken geht immer ;-) Und fast alles, was ich stricke, entwerfe ich auch selber. Seit einiger Zeit schreibe ich auch Anleitungen. Da ich aber an mich selbst ziemlich hohe Ansprüche stelle bezüglich meiner Anleitungen ist die Veröffentlichung nicht so einfach. Und so hängen hier immer noch ein paar wunderschöne Anleitungen in der Warteschleife. Ich weiß, einige von euch warten sehsüchtig darauf.


  • Ich möchte einen Smash Pumpkin im Feuer draußen machen. 
Schon seit letztem Jahr habe ich den Wunsch einen Kürbis im Feuer zu garen. Der Kürbis wartet schon Zuhause. Wenn jetzt das Wetter stimmt, nicht zu viel Wind ist und alle Zuhause sind, kann es hoffentlich losgehen.
  • Außerdem würde ich gerne ein Thanksgiving Essen veranstalten wie es meine Mutter früher oft gemacht hat. 
Ich habe aber einen Heidenrespekt vor dem Vogel in meinem Ofen… ich weiß noch nicht, ob ich mich das traue… Meine Mum kann ich leider nicht mehr fragen.
  • Popcorn, Joggingpants und Filme, die man schon immer mal gesehen haben müsste, mit den Mädels einen ganzen Abend schauen. So richtig gemütlich.

  • Ein paar Dinge im Haus renovieren und streichen. 
Der Sommer war so schön, dass im Haus einiges auf der Strecke blieb. Die Tage waren einfach zu herrlich, um sie drinnen zu verbringen. Jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden und man überwiegend drinnen ist finde ich es um so wichtiger, es gemütlich und schön zu haben. Das Badezimmer haben wir gerade renoviert und bis auf ein paar Details ist es fertig. Auch in der Küche und im Schlafzimmer sind noch ein paar Dinge zu machen. Kleinigkeiten nur. Aber ich finde es erstaunlich, wie neue Bilder, ein Regal oder eben eine ausgebesserte Wand alles verändern.

  • Ein Nähwochenende im Norden und ein paar neue Teile für den Kleiderschrank
Ende Oktober nähe ich in gemütlicher Atmosphäre nur für meinen Kleiderschrank. Ich habe viele schöne Ideen und werde in der kommenden Woche fleißig zuschneiden. Ich fürchte nur, dass ich gar nicht alles schaffe, was ich gerne hätte. Genau genommen braucht man ja auch gar nicht so viel. Aber ich habe noch ein paar schöne Stoffe, die ich verarbeiten möchte.

Und wie macht ihr es euch im Herbst gemütlich? Habt ihr auch eine Bucketlist?

Sonntag, 14. Oktober 2018

Ein Geschenk, das Sehnsüchte weckt, ein Blogtipp und die Aussicht auf ein paar Tage Schweden

Morgen geht es nach Schweden. Malin, Jette und ich werden es uns in der Bodastuga gemütlich machen, den schwedischen Wald im Herbst genießen, am See sitzen, durch den Wald streifen. Malin wird bei den Pferden rumhängen und ich werde natürlich stricken und lesen. Und dann freuen wir uns auf unsere Freunde. Es ist immer wieder schön, an einen Ort zurückzukehren, den man mag, wo man sich hundertprozent wohlfühlt und von lieben Menschen umgeben ist.

Gerade komme ich von der abendlichen Hunderunde zurück. Heute Abend ist ein phantastischer Sternenhimmel, es ist wunderbar lau und überall hörte man Tiere im Gebüsch. Schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf Schweden. Die Dunkelheit im Wald ist immer wieder beeindruckend. Hier bei uns hört und sieht man in der Ferne ja immer noch ein Auto, geht mal an einem Haus vorbei oder sieht die Flugzeuge am Himmel. In Boda ist man alleine mit der Natur.


Ach und wie gerne würde ich noch ein bisschen durch Schweden fahren und schönen Orte entdecken. Boda liegt ja bei Oskarshamn und damit in Småland an der Ostküste. Ich würde ja nur zu gerne über die Westküste wieder nach Hause fahren… aber leider reicht die Zeit nicht und mein heißgeliebter Bus ist gerade in der Werkstatt und warte auf die eine Lösung… leider haben schon vier kluge Menschen drauf geguckt, gemessen und getan und er ist immer noch kaputt. 

Dabei würde ich so gerne mal zur Stömmar Farm Lodge.  Das möchte ich schon so lange. Britta hat auf ihrem Blog  my daily mee(h)r so einen schönen Artikel darüber geschrieben und jetzt möchte ich ganz unbedingt hin. Außerdem war sie so lieb und hat mir ein Buch mitgebracht. 


Bed und Breakfast statt Klappcouch und Spoiler wäre natürlich auch eine Alternative.


Diese Fotos sind ganz mein Style. Ich mag es ja, wenn die Gebäude so belassen werden, wie sie sind. Natürlich braucht man in Wohnräumen Licht und die eine oder andere weiße Wand kann auch nicht schaden. Aber ich finde, dass das Holz im alten Stall gerne natura sein darf und nicht weiß strahlen muss.


Vielleicht im nächsten Sommer und dann hoffentlich mit heilem Bus!

Für alle die jetzt meinen, dass wir uns doch einen neuen kaufen sollen…, gute Busse zu einem fairen Preis stehen leider nicht überall so rum. Außerdem ist unser selbstausgebaut und das macht man natürlich nicht mal so eben… Also Daumen drücken!

Nach Schweden geht es, wenn jetzt endlich alles so klappt wie gedacht morgen mit dem Auto meines Schwiegervaters. Dazu müssen wir aber erstmal nach Flensburg kommen.

Aber die Klamotten sind gepackt und ich versuche jetzt mal optimistisch nach vorne zu gucken.


Ps. Die Fahrt hat geklappt, aber der Post hing im Nirwana….

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Die Zeit fliegt nur so dahin - fünf Fragen am fünften…

Jetzt sind wir mitten im Herbst. Wenn ich morgens über den Deich gucke, erfreue ich mich an diesem wunderbaren Licht, dass alles so zauberhaft aussehen lässt. Auch den Nebel, der ganz schön fies kalt sein kann, wenn ich da draußen barfuss im Schlafanzug stehe, um schnell ein erstes Foto für Instagram zu schießen…



Passend zu dieser Herbststimmung sind Nics  fünf Fragen am fünften, bei denen ich heute mal mitmache.

1. Was ist der seltsamste Ort, an dem du jemals aufgewacht bist?
Da ich so ziemlich überall schlafen kann, bin ich schon an einigen seltsamen Orten eingeschlafen und aufgewacht. Aber am lustigsten ist es eigentlich immer gewesen, wenn wir mit dem Bus unterwegs waren und abends im stockdunklen noch einen Platz zum Schlafen finden mussten - entweder, weil es im Herbst schon früher dunkel wird oder, weil wir so lange wie möglich fahren wollten. Da wir schon immer nur normale Kleinbusse fahren, die wir selbst ausgebaut haben, fällt es nicht weiter auf, wenn wir irgendwo stehen bleiben zum Schlafen.  Natürlich geht es nicht mit ausgeklappten Dachzelt oder Campingstühlen vor der Tür. Nein, das geht nur, wenn wir zu zweit unterwegs sind. Vor zwanzig Jahren, als noch nicht soviel Hightechcamper unterwegs waren, hatten wir mal die Idee auf Rømø bei Freunden auf dem Grundstück zu übernachten. Irgendwie haben wir aber die Einfahrt nicht gefunden. Und weil es schon dämmerte dachten wir, es fällt nicht weiter auf, wenn wir in den Dünen stehen bleiben. Denkste. Natürlich wurden wir verscheucht (zu Recht) und mussten in inzwischen ziemlich dunkler Nacht etwas anderes suchen. Rømø schied jetzt aus, also sind wir wieder über den Damm zurück und haben uns einen Feldweg gesucht, den wir ca einen Kilometer reinfuhren und wo wir dann einfach stehen blieben. Völlig im nirgendwo. Dachten wir….

War natürlich aber nicht so. Denn als wir am Morgen von einem Geräusch aufwachten, bemerkten wir , dass wir auf einem von allen Seiten einsehbaren Feldweg standen und der Bauer mit dem Trecker auf uns zufuhr! Merke: Schlafplätze sucht man besser nicht im Dunklen.



2. Bald ist Halloween - magst du eigentlich Kostümparties?
Nö, überhaupt nicht. Aber ich habe immer Spaß daran gehabt, meinen Töchtern beim Verkleiden zuzugucken. Wir haben noch immer einen Koffer voll mit skurrilen Kleidern und Theaterschminke im Schrank. Da beide Girls sehr gerne Theater spielen sind sie auch Zuhause immer wieder in Rollen geschlüpft.

3. Was ist das unheimlichste, was dir jemals passiert ist?
Ich bekam einmal einen anonymen Brief, indem mir sehr schreckliche Sachen angedroht wurden, wenn ich nicht in Zukunft meine Musik leiser hören würde. Das ganze war besonders fies, weil ich hochschwanger war, derjenige von Messer im Rücken sprach, also klar war, dass er eher hinterhältig war und die offenen Konfrontation scheuen würde und es zudem auch noch eine Verwechslung war. Die laute nervtötende Musik kam von zwei Balkons weiter… Leider habe ich nie herausbekommen wer das Schwein (sorry) war. Ich hätte ihm gerne sehr viele Gemeinheiten an den Kopf geworfen. 

4. Findest du, dass die schlechten Tage oder gar schlechten Zeiten auch zum Leben gehören?
Ich fürchte schon, aber ich kann echt darauf verzichten! Leider habe ich frühzeitig erfahren müssen, dass das Leben nicht immer ein Bällebad ist. Und so manches mal hätte ich mir die Unbeschwertheit meiner Kindertage zurück gewünscht. Aber ich weiß auch, dass man aus diesen schlechten Zeiten gestärkt rausgehen kann. Trotzdem wünsche ich es niemanden.

Ach so, ich rede hier nicht von diesen Tagen, an denen man am besten wieder ins Bett geht oder am besten noch mal reinkommt…. Die gehören definitiv zum Leben dazu. Und hey! Die schönen Momente sind erst so richtig schön, wenn man weiß, dass nicht immer alles rosig ist.



5. Machst du gerne Komplimente?
Ehrlich gemeinte Komplimente mag und mach ich gerne, aber spärlich. Dafür sind sie dann von Herzen und ganz genauso gemeint. Einfach nur so dahin gesagte Floskeln mag ich genauso wenig, wie die Frage " wie geht´s ?", auf die niemand eine Antwort will.  Meine Komplimente beziehen sich auch weniger auf Äußerlichkeiten als innere Werte. Ich finde es aber immer wieder interessant zu sehen, wie unterschiedlich Menschen mit echten Komplimenten umgehen können. Es erstaunt mich immer wieder, wie schwer  es manchen fällt, ein Kompliment kommentarlos anzunehmen, ohne sich herunterzuspielen.

Wie ist es mit euch ? Fällt es euch schwer, ein Kompliment anzunehmen ? 

Ach ja: Ihr seid natürlich die besten BlogleserInnen ever!!! Ich freue mich immer wieder zu sehen, dass ihr meine Artikel lest, kommentiert, etwas nachstrickt oder nachbackt. 

Ich gehe jetzt mal eine Runde weiter renovieren…

                          Claudia









Samstag, 6. Oktober 2018



Das schönste am Herbst ist eindeutig dieses Licht!!!!



Und wenn hier gerade auch extrem wenig Zeit für die super schönen Momente ist, lasse ich euch wenigstens mal diese Fotos da, bevor ich zum Umzug meiner Freundin aufbreche, die Ärmel hochkremple und Kisten schleppe.

Und in den nächsten Tagen ist hoffentlich Zeit für all die schönen Texte in meinem Kopf…

Ein super schönes Wochenende euch allen!

Claudia

Mittwoch, 5. September 2018

Strandtage im Spätsommer : mit dem Meerespulli an den Strand von St.Peter-Ording


Als absoluter Nordseeliebhaberin liebe ich die Farben der Nordsee. Diese verschiedenen Blau und Grüntöne, die sich in diesem niemals langweiligen Meer finden. In diesem Meer, das in der einen Stunde plätschert und in der nächsten Stunde Wellen über einem zusammenschlagen lässt; das leise oder laut daher kommt; das so wunderbar riecht; das meine Gedanken immer zur Ruhe kommen lässt.


Kein Wunder also, dass ich einen Pulli in diesen Farben angeschlagen habe. Einen Meerespulli.


Die Wolle von Geilsk hatte ich noch in meinem Vorrat. Ich mag die Bomuld und Uld, eine schöne Qualität, angenehm im Sommer zu tragen (und zu stricken ;-) und sie kommt in einer Wahnsinnsfarbenvielfalt daher. …es gab noch viel mehr Blau und Grüntöne…  

Der Pulli ist etwas lässiger im Raglanschnitt von oben nach unten mit einem tieferen Ausschnitt gestrickt. Bisher gibt es keine Anleitung dafür. Es ist mein eigenes Design.



Verlinkt mit MemadeMittwoch , Auf den Nadeln September und Sewlala
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