Donnerstag, 11. Juli 2019

Socken gehen immer - egal wie heiß es ist, ein Strickzeug muss mit


Die Vinr Socken nach einer Anleitung vonAndrea Mowry aus dem Laine Magazin habe ich im Frühjahr gestrickt. Ich mag das Muster sehr. 

Die Socken sind Toe-Up, also von den Zehen aufwärts mit der Magic Loop Methode gestrickt. Das war auf dem Flug ganz praktisch. Keine Nadeln können kaputt gehen, alles ist so untergebracht, dass nix runterrutschen kann. Aber grundsätzlich stricke ich lieber mit dem Nadelspiel.


Ich habe die Socken mit Isager Strik Tweed gestrickt. Kein klassisches Sockengarn, aber herrlich. Außerdem möchte ich mehr natürliche Garne verstricken.

ps. die Fotos sind Ostern bei hochsommerlichen Temperaturen am Strand entstanden… der Sand geht vermutlich nie wieder raus ;-)

Wie immer findet ihr mehr auf Ravelry dazu.
Linked: Maschenfein

Freitag, 5. Juli 2019

Sommerzeit: Schweden - Der Bus ist bis unters Dach bepackt, mein Strickzeug und ein paar Bücher passten noch rein und jede Menge Sehnsucht



SOMMERFERIEN - das schmeckt wie Salzwasser auf der Haut, wie Softeis bis zum Abwinken, wie Erdbeeren satt. Das riecht nach Sonnencreme und Wald, das fühlt sich an, wie nicht enden wollende Sommerabende, das schreit nach Kaffee gleich nach dem Aufstehen am Wasser, nach permanent nassen Badeanzügen, Pizza auf die Hand und körbeweise Urlaubslektüre.

Während wir schon in Schweden sind hat die arme Stine noch zwei Wochen Uni und muss noch ein paar Klausuren schreiben, bevor sie mit dem Haus- und Schafesitter tauscht und nachkommt. Wir aber haben schon kleine Kisten gepackt, haben den Bus auf Vordermann gebracht und freuen uns wie Bolle.

Vorher mussten noch die üblichen Prüfungen in der Berufsschule über die Bühne gebracht werden, hunderte Zeugnisse unterschrieben werden (der Lehrer), bergeweise Schulbücher abgegeben, Klassenzimmer getauscht und das Zeugnis in Empfang genommen werden (die Schülerin) , der Hund zum Tierarzt, Wäsche schnell noch gewaschen und  eingekauft werden, der Rasen gemäht, der Bus eingeräumt, der Insulinkram bestellt und und und (ich). 


Ich habe mich schon auf das Leben im Bus eingegroovt, in dem ich Bettinas Buch : Tietjen auf Tour gelesen habe… Eine herrliche Urlaubslektüre, falls ihr noch ein Buch braucht. 
Beim Lesen sind mir tausend eigene lustige Geschichten aus dem Leben im und mit dem Bus eingefallen. Ich könnte direkt eine Fortsetzung schreiben. 

Und sollten wir eines Tages zufällig neben Bettina und dem Ingenieur (ihrem Mann) mit unserem Bus stehen, bin ich mir schon mal sicher, das uns nicht der gemeinsame Gesprächsstoff ausgehen würde. Schließlich haben beide Männer die Busse selbst ausgebaut, haben jeder eine Werkzeugkiste bzw. -Schublade und immer eine Lösung parat.  Oh und die Tietjens kommen aus Harburg, wo ich mein halbes Leben verbracht habe. Wir alle lieben eher ungewöhnliche Campingurlaube, stehen gerne in der ersten Reihe mit Blick aufs Wasser (wir Frauen), aber bitte auf festem ordentlichen Boden (die Männer). Unnötig zu sagen, dass ich mir in St. Peter Ording auf dem Strand ganze Zitatensammlungen anhören musste, als wir  (also eigentlich Bernd… ich bin rauf gefahren - bis ganz vorne… und er musste "nur" wieder runter fahren ;-) uns festgefahren hatten. Es war ein bisschen, als würden Bettina Tietjen und Udo neben uns sitzen. Bernd hat das Buch zuerst gelesen und kann stundenlang aus dem Buch seine Lieblingsstellen wiedergeben. Eigentlich hatte ich das halbe Buch schon als Hörbuch gehört, bevor ich es gelesen habe..

Bettina hat das Buch so herzerfrischend geschrieben, wie sie redet. 
Nix beschönigt (ich sag nur Portapotty…), die herrlichsten Anekdoten von Mitcampern (FKK) erzählt, in mir große Lust auf Korsika entfacht und zwischen den Zeilen ein paar Ausbautipps* für den Bus gegeben. Absolut lesenswert!

*Anekdote aus unserem Bus: Auch unsere Tochter schlief über den Vordersitzen auf einem gepolsterten Brett. Wir verstauten es während der Fahrt unter der Rückbank. Ergänzen sollte ich allerdings, das wir immer die Sicherung für die Hupe ausbauen mussten, sonst hätte unsere Kleene alle geweckt im Schlaf, da sie immer so randaliert hat.


Für uns geht es nicht in den Süden, sondern wieder nach Schweden. Zuerst für eine Woche nach Boda in unser Lieblingsferienhaus und dann mit dem Bus weiter. Wenn Stine zu uns stößt wollen wir nach Gotland. Ich schwelge schon mal in Erinnerungen und Vorfreude, während ich den Post vorbereite und Bilder sichte.







Die Zeit auf Fårö im Norden von Gotland zählt zu unseren schönsten Erinnerungen. Die Insel ist karg, ursprünglich, spannend, voller Gotlandschafe und voller Kultur. Man bekommt auf Fårö einen Eindruck, wie das Leben früher auf den Inseln war. Es stehen noch viele Reetdachhäuser und alte Fischersiedlungen.
Schön sind auch die Dünenlandschaften  und die Raukgebiete. Das  sind diese Felsen auf dem ersten Bild.

Mehr von unserem Sommertrip seht ihr auf Instagram bei @reetselig und bei @meer_bus .


Und was habt ihr in den Sommerferien vor?

Donnerstag, 4. Juli 2019

Ich bin ein Sommerkind und deshalb gab es zu meinem Geburtstag eine neue Strickanleitung: Vlieland, ein Stricktuch mit Lacerand

Ich mag den Brauch, das Strickdesignerinnen zu ihrem Geburtstag eine neue Anleitung veröffentlichen. Deshalb ist Vlieland ganz neu bei Ravelry. Und bis Freitag Nacht für 30% günstiger erhältlich.


Vlieland ist ein Dreieckstuch, das vom  Hals abwärts gestrickt wird und mit wenigen Maschen in der Mitte beginnt.

Die seitliche I Cord Kante wird gleich mitgestrickt, die Zunahmen werden seitlich und in der Mitte gestrickt. Der Hauptteil wird kraus rechts gestrickt. Am Ende erhält das Tuch eine Lacekante. 


Du kannst das Tuch jederzeit früher beenden, bzw. das Lacemuster früher beginnen lassen und dann z.B. breiter werden lassen.



Gestrickt habe ich mit Sockyarn von Hedgehog Fibre in der Farbe Typewriter. Das Garn hat dank 90% Merino einen tollen Griff und ist angenehm zu tragen. Ein paar Tücher meiner Teststrickerinnen sind aber auch aus Fine Wool von Stoff & Stil entstanden. Das untere Vlieland, bei dem ich das Lacemuster fertig stricken durfte ist mit  einer Kombi von Fine Wool und Fine Mohair gestrickt. Es ist etwas größer als das Original.



Mehr zu der Anleitung erfahrt ihr wie immer bei Ravelry hier und hier.

Bis Freitag Nacht bekommt ihr die Anleitung noch zum Geburtstagspreis 30 % günstiger. Ein Code ist nicht nötig.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Stricken!


Und vielleicht zeigt ihr dann auch bald solche Fotos bei Instagram #vlielandtuch , wie ihr im Urlaub euer Vlieland strickt. Ich habe meines auf Vlieland begonnen und weil die Farbe so schön zur Umgebung passte hat es seinen Namen bekommen.


Linked: 
               

Dienstag, 25. Juni 2019

Pünktlich zu Midsommer steht meine Bobby James in voller Blüte und mein Reagan Cardigan ist fertig



Für diese Fotos bin ich dezent ins Schwitzen gekommen, denn es ist warm im Norden und die Sandness Alpaka Wolle besteht aus reiner Alpakawolle und ist damit schön warm. Aber farblich passt mein Reagan  ganz wunderbar zu dem Rambler. Die Rosen sind dieses Jahr der Hammer! Bei euch auch? Meine sind ja eher stiefmütterlich behandelt, aber dieses Jahr geben sie alles. 



Aber zurück zum Reagan. Es ist schon mein dritter, den ich gestrickt habe. Ich mag dieses ungezwungene, den unkonventionellen Stil. Und als Isabel Kraemer im letzten Jahr sich selbst einen neuen Reagan in hellgrau gestrickt hat, habe ich mich spontan verliebt. Ich habe mich für einen kittfarbenen Grauton entschieden ( wie das Fensterkitt unser alten Stallfenster ;-).


Da mein erster Reagan (hier geht es zum Post) aus Baumwolle/ Wolle ziemlich locker sitzt und mit der Zeit etwas größer wird, habe ich diesmal genauer gemessen. Dadurch fällt die Jacke nun nicht so salopp, sitzt aber gut. Das Alpakka von Sandness ist ziemlich fest, was ihr merkt, wenn ihr die Elastizität des Garnes testet. Der Wollfaden gibt praktisch gar nicht nach. So verhält sich die Wolle auch verstrickt, d.h. die Jacke ist relativ fest. Sie ist damit aber auch widerstandsfähig und gut geeignet für den Alltag. Das mag ich gerne. Denn was nützt das schönste Garn, wenn man es nicht tragen mag, weil es dann leidet.


Falls ihr den Reagan von Isabell Kraemer noch nicht kennt, man beginnt mit dem oberen Rücken, den man quer strickt und an den nahtlos die Ärmel gestrickt werden. Dann werden Maschen ringsum aufgenommen und der Laceteil gestrickt. Das Muster ist nicht schwierig, gut zu merken, macht aber viel Spaß.


Der Clou der Jacke ist, das man sie auch verkehrt herum anziehen kann. Sehr lässig.




Das ist dann ein bisschen, als hätte man einen Schalkragen.


Und sieht herrlich schlunzig aus. Ich liebe es, die Jacke so auf dem Sofa zu tragen, denn dann sind die Ärmel so schön lang und ich kann mich darin verlieren.



Ansonsten sind die Ärmel diesmal nicht so lang und ich war auch erst etwas verunsichert und habe abgewartet, wie die Jacke nach dem Waschen und Blocken sitzt. Aber siehe da, die fehlenden 3 cm sind jetzt da. Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 3, 5. 



Reagan - eine Anleitung von Isabell Kraemer
gestrickt mit Sandness Garn Alpakka
Ravelry
Verlinkt bei:
Maschenfein / Auf den Nadeln Juni
Creadienstag
Sew lala

Donnerstag, 4. April 2019

Snørre für einen Tag am Meer


Moin aus dem Norden! Nachdem ich herrliche Tage in Edinburgh verbracht habe - darüber werde ich noch ausführlicher berichten - war ich heute spontan einen Tag an der Nordsee in St.Peter-Ording. Der Hinweg führte uns wegen einer Strassensperrung etwas umständlich über Friedrichstadt und wir haben den unfreiwilligen Stau für einen kurzen Zwischenstopp genutzt. Ich liebe diese wunderschönen niederländisch inspirierten Häuser und das viele Wasser. Am liebsten hätte ich mich in ein Kajak gesetzt und diese kleine Stadt auf dem Wasserwege erkundet. Aber eigentlich wollten wir zwei ja an die Nordsee. Für ein paar Reihen auf dem Wasser hat es aber gereicht.



Und Tee habe ich mir auch noch mitgenommen.


 Endlich wieder mit dem Bus ans Wasser fahren und auf dem Strand parken. Jippieh! Wir haben uns als erstes eine Autoplakette für das ganze Jahr für den Strand gekauft. So brauchen wir nicht jedesmal darüber nachzudenken, ob sich das Parken auf dem Strand für ein paar Stunden lohnt. Die Plakette kostet 55,- € und lohnt sich für uns immer. 


Und dann haben wir uns erst einmal den Wind um die Nase wehen lassen und uns das Wasser um die Füße spülen lassen. So ein Tag am Meer ist für mich immer eine Kraftquelle. Der Kopf ist wieder frei und die gute Laune kommt mit dem Blick aufs Meer. 




Auf den Fotos könnt ihr meinen neuen Snørre sehen. Eigentlich wollte ich ihn schon in Edinburgh tragen. Unglücklicherweise habe ich den Ausschnitt mit Plötulopi gestartet (doppelter Faden). Ich wollte mein Knäuel Plötulopi unbedingt ausprobieren und mit der Léttlopi kombinieren und eigentlich kam die Maschenprobe auch hin… aber ich habe nicht bedacht, dass ich das Garn nicht so fest ziehen mag, da es sehr schnell reißt. Das hatte zur Folge, dass ich doch lockerer gestrickt habe, als in der Maschenprobe und dies ausgerechnet am Ausschnitt. Ihr ahnt wahrscheinlich schon, was passierte. Der Ausschnitt, der sonst immer gut hinkommt, war plötzlich viel zu weit. Und ich habe ausgerechnet diesmal, da es ja schon der dritte Snørre war, den ich gestrickt habe, nicht zwischendurch getestet, wie er sitzt. Also habe ich nach Fertigstellung den Anfang wieder aufgemacht - mit Plötulopi eine äußerst filigrane Geschichte und Léttlopi für den Ausschnitt genommen und etwas getrickst. Wenn man von vornherein Léttlopi nimmt ist dies aber nicht nötig :-)
Jetzt gefällt er mir gut und begleitet mich durch den Frühling.



Wenn du auch einen Snørre stricken möchtest findest du die Anleitung hier auf englisch und auf deutsch. Und alle Infos zu diesem Pulli auf dieser Seite.


Meine Léttlopi beziehe ich über Mylys in Hamburg oder Wollen Berlin. Das ich ein Fan dieser Wolle bin muss ich nicht mehr sagen, oder?


Heute sind in Schleswig-Holstein die Osterferien gestartet und ich freue mich auf lernfreie Zeit. Ich würde jetzt gerne schreiben, dass ich mich auf Ausschlafen und keine Pausenbrote für zweieinhalb Wochen freue… aber Malin macht in der nächsten Woche als Betreuerin bei der Ferienfreizeit mit und das heißt Aufstehen wie immer. Dafür habe ich jeden Tag Zeit zum ungestörten Arbeiten.
Und vielleicht auch noch einmal Zeit für einen Tag am Meer. Stricken im Strandkorb mit Blick aufs Meer klingt einfach mega verlockend. Findet ihr nicht?

Pullover: Snørre von Claudia Fromke über Ravelry 
Wolle : Léttlopi
Linked: Sew la la und Maschenfein

Freitag, 15. März 2019

Fünf Fragen am Fünften .. oder fünfzehnten?

Ich lese ja zu gerne die Antworten auf fünf Fragen am Fünften bei den Anderen. Und weil mir diesmal spontan Antworten durch den Kopf schossen, mach ich mal mit. Also, hier kommen meine Antworten auf Nics Fragen.


1. Sagst du immer, was du denkst?

Ich fürchte ja. Diplomatie ist nicht gerade meine Stärke… Aber ich bin eine ehrliche Haut und wenn ich eine Meinung habe, tue ich die kund und stehe auch für die Konsequenzen ein. 
Inzwischen habe ich gelernt, auch mal meine Klappe zu halten, oder anderen den Vortritt zu lassen, die diplomatischer sind. Aber mich selbst verbiegen möchte ich nicht. Nichts desto trotz ist es ganz schön anstrengend und deshalb habe ich beschlossen, mich mehr zurück zu nehmen. Frei nach der 5x5 Regel. Wenn es in 5 Jahren nicht mehr wichtig ist, verbringe nicht mehr als 5 Minuten damit. … und halte dich einfach mal raus.



2. Wirst du immer dort wohnen bleiben, wo du wohnst?

Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung. Im nächsten Monat haben wir unsere alte Kate 20 Jahre! Das ist die längste Zeit, die ich jemals an einem Ort gewohnt habe und ich kann nicht glauben, dass es schon 20 Jahre sind. Ich weiß noch, wie ich aus meiner ersten Wohnung nach 9 Jahren ausgezogen bin und nun 20 Jahre! Davon mehr als die Hälfte der Zeit auf einer Riesenbaustelle. Manche hätten es wohl Nicht-bewohnbar genannt. Aber wir haben uns immer wohlgefühlt, gefreut über unsere Etappenziele, jeden Fortschritt genossen und weiter Pläne geschmiedet. 
Gerade in den ersten Jahren habe ich deshalb manchmal das Gefühl gehabt, ich kann hier nie wieder ausziehen, bei all der Arbeit, die wir hier reingesteckt haben. Inzwischen weiß ich aber, dass es für alles eine Zeit gibt und ich sehe der Zukunft gelassener entgegen. 
Aufgewachsen bin ich in Hamburg, am Stadtrand und ich wäre gerne in der Nähe meiner Familie geblieben. Aber die spontane Liebe zu unserer Kate hat uns in den Norden von Hamburg, aufs Land gezogen. Wir haben hier liebe Freunde gefunden, ein bisschen wie eine zweite Familie und ich liebe die Weite auf dem Land. Mein Hamburg, in dem ich aufgewachsen bin, ist inzwischen total zugebaut. Für ein paar Stunden schön, aber dann möchte ich wieder durchatmen. Deswegen zieht es mich nicht wirklich in die Stadt zurück. Aber es gibt ja auch noch andere Städte.
Und wer weiß, vielleicht werde ich eines Tages auch Oma-Meer. Ich liebe das Meer! Aber machen wir uns nix vor: Häuser mit Meerblick gibt es nicht wie Sand am Meer und schon gar nicht in Alleinlage und mit dem Kaufmann um die Ecke.. Da bleibe ich wohl lieber hier, in unser Kate am Fluss.


3. Wie klingt dein Lachen

Laut und herzlich und wenn ich meiner Nichte trauen kann, lache ich so : hahaha. Sie hat mich nämlich neulich verzückt angeguckt, als ich laut loslachen musste und dann nachgemacht.

4. Was war deine weiteste Reise?

Meine weiteste Reise ist schon ein Weilchen her. Mit 19 und 23 war ich in Namibia und Südafrika. Leider sind die Fotoalben irgendwo auf dem großen Dachboden. Ich hätte euch so gerne die Löwin mit ihren Jungen gezeigt, die seelenruhig neben der Straße lagen und sich fotografieren ließen. Ein ganzer 36er Film ging dafür drauf. Heutzutage wären es bestimmt gut 700 Fotos geworden ;) Aber irgendwie haben sich einige dieser Bilder für immer in mein Hirn gebrannt. Schon verrückt, einige von uns machen täglich jede Menge Fotos, aber ob wir alle wirklich hingucken, das bezweifle ich manchmal.
Überhaupt war es eine coole Zeit damals in Afrika. Ganz analog und ein paar Tage sogar ohne Strom auf einer Farm. Viel Familie und schöne Erlebnisse. Und in Kapstadt hatte ich mein erstes Blinddate. Ich traf dort mit meinem damaligen Freund ein und wurde von einem gleichaltrigen Mädchen am Flughafen abgeholt. Wir hatten den Kontakt über eine alte Dame in Hamburg bekommen und uns zwei Briefe hin und her geschickt. Und dann hatten wir mit ihr und ihrer Familie so viel Spaß.
Irgendwie war das der Anfang von einigen schönen Reisen, die zwar nicht mehr so weit gingen, aber oft in  meinen Erinnerungen mit wunderbaren Begegnungen und Freundschaften verknüpft sind.

5. Was kannst du stundenlang tun, ohne dass dir langweilig wird?



Stricken und lesen! Ganz klar. 

Und beides mach ich gefühlt schon immer. Und stundenlang. In einem Buch kann ich mich echt verlieren. Da kann es auch schon mal passieren, dass ich leider erst kochen kann, wenn das Kapitel aus ist… Oder eben die Reihe zu Ende gestrickt.

Stricken geht immer und überall. Ich liebe den kreativen Prozess von Anfang bis Ende. Es ist Slowfashion auf seine schönste Art und Weise. Beim Tragen erinnere ich mich gerne daran, wann und wo sie entstanden sind.
  
Und am allerallerliebsten mache ich dies Beides am Meer. Denn das kann ich auch stundenlang: am Meer sitzen und aufs Wasser gucken. (und wenn Meer oder See nicht geht, dann geht auch Fluss - ich bin ja ein Kind vonne Elbe)

Und als nächstes stricke ich in Edinburgh! Nur noch ein paar Tage, dann geht es los. 

          So, ich stricke jetzt noch ein paar Runden, da ist nämlich ein Projekt, das noch fertig werden soll. Außerdem feiern wir noch ein bisschen am Wochenende und ein paar Gedanken für meine Reise muss ich mir auch noch machen.

        Liebe Grüße vom Deich
                             Claudia



Mittwoch, 13. März 2019

Noch eine Woche bis zum EYF - Edinburgh Yarn Festival und mein Dreyma ist fertig



In einer Woche geht in Edinburgh das Edinburgh Yarn Festival los und ich freue mich sehr mit Sabine aka Hexbex daran teilzunehmen. Es ist ein mega großes Strickevent und es werden StrickInnen aus allen Ländern daran teilnehmen. Sogar aus den USA und Neuseeland haben sich welche angemeldet. Ich werde ab Dienstag auf Instagram berichten.



Natürlich fährt man nicht ohne schöne Stricksachen nach Schottland. Und deshalb habe ich mir das eine oder andere schöne Stück gestrickt. Der Dreyma von Jenn Steingass aka @knit.love.wool stand nicht nur auf meiner Liste meiner 9 Lieblingsstrickprojekte  #makenine2019, sondern sollte auch für EYF fertig werden. 



Gestrickt habe ich mit Wolle vom Ullcentrum Öland. Ich hatte noch jede Menge über von meinem Strickprojekt davor (ein selbst entworfener Pulli, den ich euch auch bald zeige). Gepaart mit ein paar Knäulen Léttlopi hatte ich alles, was ich für die wunderschöne Passe brauchte. Wenn ihr ganz genau hinschaut, könnt ihr erkennen, dass es einen Farbverlauf von grau zu weiß gibt. Total schön! 


Ich mag die Weite des Ausschnitts. Steht mir einfach besser und kratzt auch nicht. Die Passe zu stricken war wie immer ein Vergnügen. Dazu das Muster vor den Bündchen. Klasse. 
Ich habe den Body und die Ärmel meiner Länge angepasst.


Mehr zur Wolle und dem Strickmuster von Jenn Steingass findet ihr *hier* auf meiner Ravelry Seite.

Verlinkt mit Sew lala