Donnerstag, 20. Dezember 2018

Snørre - ganz große Ankerliebe, ein warmer Isländer und immer diese Technik...


Wenn ich es schon mal mit Blogplannung versuche und denke, da muss ich ja nur noch dies und das machen und zack ist alles erledigt… Pustekuchen! Hatte ich doch vollmundig letzten Donnerstag verkündet, das Freitag morgen die Anleitung für Snørre bei Ravelry online gehen würde, wurde ich Freitag flugs eines besseren belehrt… Es ist so ziemlich alles schief gegangen, was schief gehen könnt und so war ich verdammt, mich in Geduld zu üben. Nicht gerade meine große Stärke. Ich sag euch : Der Pulli ist schneller gestrickt, als die Anleitung hochgeladen war !!!


Und deshalb gibt es den versprochenen Rabatt von 20 Prozent auf die Anleitung noch bis Heiligabend 24 Uhr. Ihr müsst der Einfachheithalber auch gar nix machen, der Preis ist schon runter gesetzt. Zur Anleitung geht es hier


Der Pulli wird von oben nach unten gestrickt und durch verkürzte Reihen wird der Ausschnitt tiefer. Keine Angst vor verkürzten Reihen, es ist alles erklärt. Die Anleitung ist übrigens auf deutsch. (die englische Version dauert noch etwas) Der Pulli ist leicht tailliert und hat unten am Body und an den Ärmeln ein Bündchen.


Die Bündchen haben Streifen und sind mit verschränkten rechten Maschen gestrickt, damit die Rippenstruktur besser erhalten bleibt.


Gestrickt wird mit Nadelstärke 4, dank der Garnstruktur geht das Stricken schnell von der Hand. Wenn die Passe anfangs noch etwas unordentlich aussieht, keine Sorge, nach dem Entspannungsbad und dem Blocken sieht es gut aus. Tipps für das Stricken von Mustern findet ihr u.a. hier 



Snørre ist auch Tiefschnee geeignet! Und ich möchte jetzt bitte gerne sofort nach Norwegen gebeamt werden, den der Snørre geht trotz seiner Anker auch ganz wunderbar im Schnee.



Vielen Dank an meine Teststrickerinnen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen. Was wäre die Welt ohne TeststrickerInnen, die ihre Freizeit und Wolle investieren und sich in das Abenteuer neues Design stürzen. Die innerhalb kürzester Zeit Pullover, Tücher, Socken etc. nachstricken, Fotos machen und Feedback bis ins Detail geben. Da ich auch schon manche Anleitung getestet habe, freue ich mich um so mehr, dass ihr mich unterstützt habt! Hier kommen eure Fotos:




Den Anfang macht Eva @eatelier in einer blauen Version. Den könnte ich ja sofort klauen. Meine Farben, meine Größe ;-)


Judith @jurobe in einer Version mit Pink und Beere.


Und Maike @magenta_rot in einer Farbkombi, die ich mir gleich mal merken werde und noch dazu mit einem Foto aus dem Hafen! 


Kerstin fehlt hier leider noch mangels Foto. Aber ich habe den Pulli in Natura gesehen und in Kerstin eine wertvolle Korrektorin gehabt.

So und nun wünsche ich euch allen viel Zeit zum Stricken zwischen Gänsebrust und Geschenkewahn, Medienfreie Zeit mit der Familie und viele Kerzen an. Ich für meinen Teil stricke bis Heiligabend noch das eine oder andere Teil fertig, denn Weihnachten kommt ja immer so plötzlich…

                                    Claudia
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Donnerstag, 13. Dezember 2018

Snørre, der Ankerpulli geht online, neue Projekte sind auf den Nadeln und viele schöne Strickbücher bieten sich für den Wunschzettel oder als Geschenk für Strickerinnen an.



Alle, die schon sehnsüchtig auf meine Anleitung für den Ankerpulli warten, können aufatmen, sie ist endlich fertig und ab morgen auf Ravelry erhältlich. Klickt euch morgen rüber, bis Sonntag gibt es sie mit dem Rabattcode Snørre 20% günstiger.




Der “Isländer“, gestrickt aus Lèttlopi Garn ist wunderbar warm und hat schon eine Saison im Schnee hinter sich. Da der Pullover figurbetont gestrickt ist passt er super unter Jacken oder über leichte Pullover. Die Schafwolle ist atmungsaktiv, lässt sich leicht lüften und stinkt höchstens nach Schaf, wenn sie feucht wird. 


Meine Jacke, die ich mir nach der Anleitung gestrickt habe, habe ich eine Nummer größer gestrickt, als ich den Pullover gewählt hätte, so dass ich sie über meine Strickpullis anziehen kann. Damit ist sie prima für die Übergangszeit geigt, ich hatte sie aber auch schon bei Schnee an. mehr zur Jacke bei Ravelry und in diesem Post



Wer sich nicht an das Stricken von Passenpullis wegen der Musterstrickerei antraut, dem sei mein vorheriger Post ans Herz geltet. Da gebe ich nämlich ein paar Tipps.


Viele neue Projekte schwirren in meinem Kopf rum, wie immer ist viel zu wenig Zeit für all die tollen Projekte, die ich stricke möchte da. Inspirationen für meine Muster hole ich mir bei Pinterest, Ravelry und aus vielen Büchern und manchmal auch aus Strickzeitschriften.

Ich habe euch mal meinen derzeitigen Bücherstapel fotografiert. Das “Vogue Knitting“ und “The Knitter's Knowledge“ von Debbie Bliss (gibt es auch auf deutsch) habe ich mir als Nachschlagewerke gekauft. Natürlich kann man auch vieles im Internet nachschauen, aber ich finde es viel schöner in einem Buch zu blättern. Außerdem entdeckt man dabei natürlich auch das Eine oder Andere, dass man noch nicht kannte oder vorübergehend vergessen hatte.

“Lieblingspullover stricken“ (Vera Sanon) habe ich mir als Anregung gekauft, genauso wie “200 bunte Strickmotive“ von Andrea Rangel. 



Aber mein liebstes Buch von allen ist “Die große Zopfmuster-Sammlung“ von Nora Gaughan ( dieses Buch wurde mir vom Stiebner Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt) Groß ist wirklich nicht übertrieben. Das Buch ist voll mit schönen Zopfmustern. 152 Zopfmuster finden sich in dem Buch und 15 Strickprojekte. Die meisten der Zopfmuster sind selbst entworfen können aber auch als Basis für weitere Zopfmuster genutzt werden.


Am liebsten würde ich mir etliche Wollknäuel nehmen und alle ausprobieren und aus den Quadraten eine Patchworkdecke stricken! Ich stelle sie mir wunderbar vor.

In dem Buch werden Kapitel für Kapitel verschiedene Zopfmuster und Varianten vorgestellt. Dazu gibt es grundlegende Techniken und es wird erklärt, wie die Muster verknüpft werden können. Von Kapitel zu Kapitel werden die Zopfmuster breiter und komplexer. Ich bin ja auch fasziniert davon, wieviele Möglichkeiten des Verkreuzen es gibt.


 Obwohl : “ Zopfmuster werden gebildet, indem eine Maschengrupep mit einer anderen Maschengruppe die Plätze tauscht - das ist auch schon alles.“ (Nora Gaughan)


Die Anleitungen sind gut und anschaulich beschrieben. Immer steht die Anleitung zusammen mit der Zeichnung und einem Muster auf einer Seite. Kein hin und her geblätter. 


Und die Modelle zum Nachstricken sind auch ganz wunderschön. Dieser Pullover hier hat es mir ganz besonders angetan.



Derzeit habe ich einen Pullover mit Schafwolle vom Ullcentrum Öland auf den Nadeln. Die Idee zu dem Projekt kam mir Ostern in Schweden. Da hatte ich auch schon das Buch vor mir liegen (hust…) und deshalb kommen auch Zöpfe in dem Pullover vor. Da die Geschichte des Pullovers aber eine längere ist, bekommt ihr diese in einem anderen Post zu lesen.

Welches sind eure Lieblingsstrickbücher? Muss ich meinen Wunschzettel für Weihnachten noch schnell ergänzen?

                                                   Claudia

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Stricktutorial 2 - Fäden verkreuzen beim Stricken von mehrfarbigen Mustern leicht gemacht

Ich liebe es Muster zu stricken. Ihr auch? Ich mag es, wenn ein Pullover, ein Tuch oder die Socken ein paar schöne Details enthalten. Und ich mag die Abwechslung zwischen schlichten Passagen und tollen Musterteilen. Da sind Pullover mit Musterpasse natürlich super. Wenn man sie auf klassische isländische Weise strickt, fängt man unten am Body an, hat ein kleines Muster und dann einen großen schlichten Teil. Wunderbar geeignet für Autofahrten, Kaffeeklatsch, Sitzungen oder Wartezeiten aller Art. Dann fix zwei Ärmel auf die gleiche Art gestrickt und am Ende wird man mit einer wunderbaren Musterpasse belohnt. Ich bin ja Fan des Top Down stricken, deshalb fange ich mit der schönen Spielerei an. Wenn ich Pullover selber entwerfe ist das der schönste und spannendste Teil überhaupt. Zu sehen, wie sich eins zum anderen fügt, wie durch die Farbwahl immer wieder ein anderer Ausdruck entsteht. Zu schön!

Handyschnappschuss… die Maus sollte den Pulli bitte mal anprobieren

Ich weiß aber aus euren Kommentaren, dass viele sich viel zu viele Gedanken wegen dieser FairIsle, strandet colorwork, Jaquardtechniken und eben ganz schlicht mehrfarbigen Strickmuster machen. Mein Kommentar ist dann immer : Einfach mal machen! Am besten eignet sich dafür erst mal ein Cowl. Immer in Runden gestrickt, ohne dass es darauf ankommt, ob man reinpasst, ist perfekt zum üben. Vielleicht ein bisschen dickere Wolle - etwas was sich für Nadelstärke 4 oder 5 eignet - und los geht es. Leider habe ich gerade kein Foto von einem Cowl...



Ich habe mit Musterstricken mit 13 Jahren angefangen und ganz schnell war kein Muster mehr vor mir sicher. Das schöne an der Jugend ist ja, dass man manche  Sachen gar nicht in Frage stellt. So hat auch Stine jetzt einen Isländer begonnen und hat sich auch gleich dass Muster selbst gezeichnet. Einfach kann ja jeder ;-)

Gut sind für den Anfang Muster, die alle 3 Maschen die Farbe wechseln, dann muss man nicht so sehr darauf achten, dass die Spannfäden nicht zu lang werden. Für den Beginn sind Muster, die nur mit zwei Farben gestrickt werden empfehlenswert.


Die Socken aus dem Soxxbook 1 und 2 von Stine und Stitch eignen sich da sehr gut (li und re)


Und wie geht es nun, das Stricken mit zwei Farben?
Vorweg sei gesagt, es gibt eine Menge Methoden und ich kann nur empfehlen einiges auszuprobieren. Als ich begonnen habe, habe ich bei jedem Musterwechsel den Faden neu aufgenommen. Das ist zwar etwas mühsam, aber die Arbeit sah ordentlich aus und Spaß hat es auch gemacht.



Heute halte ich die beiden Fäden auf dem linken Zeigefinger, wobei der Erste (weiß) , der die Haupt- oder Grundfarbe sein sollte, links liegt und von hinten kommt und der Andere (türkis), der die jeweilige Kontrastfarbe darstellt vorn vorne. Dadurch sind beide Fäden etwas räumlich von einander getrennt und ich kann  gut die Fäden mit der rechten Nadel fassen. Am Anfang vielleicht ein bisschen tüdelig, aber nach kurzer Zeit hat man sich daran gewöhnt, die Fäden zu wickeln.


Wenn noch ein dritter Faden dazu kommt nehme ich diesen mit dem rechten Zeigefinger auf und lege ihn um die Nadel. Ähnlich, wie es alle machen, die nicht unsere Kontinentale Strickmethode benutzen.
Sollte einer der beiden Fäden zwischendurch zu locker werden, weil er weniger gebraucht wird, ziehe ich ihn einfach ein wenig zurück.

Wenn mehr als 3-4 Maschen mit einer Farbe gestrickt werden verkeuze  ich die beiden Fäden schnell. Dies tue ich ohne die Fäden vom Finger zu nehmen.



Wenn ich gerade den rechten Faden (türkis / die Kontrastfarbe) länger  benutze, verkreuze ich die Fäden, in dem ich unter dem weißen Faden durchgehe und den türkisen Faden mitnehme. Die nächste Masche wird wieder ganz normal gestrickt. Wird der Faden so alle 3 Maschen verwebt, läuft er leicht und ohne Spannung mit und man bleibt später beim Anziehen auch nicht dran hängen.



Wenn ich mit der Hauptfarbe (weiß / dem linken Faden) stricke und den Anderen verweben will, hole ich den weißen Faden, mit dem ich zur Zeit stricke, um den  rechten türkisen  Faden  hinten herum.



So entsteht ein gut verwobenes Fadenbild auf der Rückseite. Obwohl ich tatsächlich bei meinem Isländer auch mal nur jede 5. Masche verweben, denn die Fäden verfilzen schnell ein bisschen miteinander, da die Wolle so haarig ist.

Wenn ihr Fragen habt, immer her damit, ich werde versuchen alle zu beantworten. Ein Foto mit drei Fäden folgt (zur Zeit ist es zu dunkel, um Fotos zu machen…)   


                                       Claudia

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Sonntag, 9. Dezember 2018

Stricktutorial : Wie strickt man Invisible Increases und sl +YO und was ist damit gemeint

Ihr kennt ja meine Liebe zu Pullovern, die Top-down und ohne Nähte gestrickt werden. Im Laufe der Zeit habe ich so einige davon gestrickt und dabei die eine oder andere Technik kennengelernt, die ich auch in meinen Designs verwende und die ich euch hier näher erklären möchte.


Invisible Left Increase, kurz Inv-L genannt, ist eine Möglichkeit der Maschenzunahme, bei der ein schönes flaches Maschenbild entsteht. Die zugenommene Masche ist dabei nach links gerichtet, man kann sie aber auch nach rechts gerichtet stricken, dass wird im folgenden jedoch nicht erklärt.


Für die Inv-L wird 1 Masche wie zum links stricken abgehoben, aber mit dem Faden hinten. Mit der linken Nadel wird dann eine Reihe tiefer in die Masche gestochen und diese Maschen auf die linke Nadel gehoben.
  


 Jetzt diese Masche rechts verschränkt abstricken.


Das sieht dann so aus.


In der nächsten Runde werden die beiden Maschen dann ganz normal rechts abgestrickt.


Und am Ende sieht es dann so aus :





sl+YO / sYOk 

Diese Technik wird ähnlich wie die Doppelmaschen benutzt, um bei den verkürzten Reihen Löcher zu verhindern. sl +Yo verwende ich am Ende  der Rückreihe vor dem Wenden.

sl +YO



Man strickt in der Rückreihe so lange links wie angegeben. Die letzte Masche wird wie eine linke Masche, mit dem Faden vor der Nadel liegend, abgehoben.


Wenden


Mit dem Faden hinten die nächste Reihe mit einem Umschlag starten , die folgende Masche wie eine linke Masche abheben, aber mit dem Faden hinten.





Die folgenden Maschen rechts stricken.

sYOk 

sYOk beschreibt die Technik des Abstrickens in der Runde, die nach den verkürzten Reihen wieder über alle Maschen gestrickt wird.

Die Runde rechts stricken, bis eine Masche vor der Masche mit dem Umschlag. 



Diese Masche vor dem Umschlag wie zum rechts stricken abheben und dann zurück auf die linke Nadeln gleiten lassen.


Diese Masche zusammen mit dem Umschlag rechts verschränkt abstricken.


Die folgende Masche ebenfalls rechts verschränkt abstricken.

                       
Das sieht dann so aus. 


Montag, 3. Dezember 2018

Advent Advent ein Lichtlein brennt, das dritte Türchen klemmt und die leckersten Schneemandeln ever

Um es vorweg zunehmen : Ich liebe die Vorweihnachtszeit! Und auch wenn ich manchmal grummle, weil ich gar nicht weiß, wo die Zeit bleibt und wann ich das alles schaffen soll, was ich mir selber aufbrumme, so liebe ich doch die Stimmung und das ganze Drumherum. Die brennenden Kerzen, die das Dunkel da draußen so milde stimmen. Das Glitzern in den Kinderaugen, die gemeinsamen Unternehmungen, gemütliche Zeit mit Familien und Freunden.

Und jeden Morgen gehe ich als erstes durch unseren großen Raum und zünde Kerzen an, und mache die Sterne und Lichterketten an und freuen mich an den Adventskalendern. Wie in jedem Jahr haben Stine und Malin einen Päckchenkalender, Bernd einen mit Marzipan und ich freue mich in diesem Jahr wieder über einen -tja, wie nennt man ihn überhaupt? … einen Frauenadventskalender?



Es ist mein vierter Adventskalender, den ich mit anderen Frauen zusammen mache und so schön wie dieses Jahr war er noch nie. Das fängt schon bei der Verpackung an, denn wir haben uns darauf geeignet, alle Päckchen in Schwarz, Weiß, Zeitungs- oder Packpapier einzupacken. Und so sieht auch der von vielen Frauen gebastelte Kalender sehr stimmig aus.

Das Bild ist leider total grottig, denn das Wetter ist dunkelgrau und regnerisch… 

Wir haben uns mit 9 Blogger- und Instagramfreundinnen zusammen getan. Allesamt kreativ und den Schönen Dingen im Leben aufgeschlossen. 9 Frauen, damit niemand sein eigenes Paket aufmachen muss, sondern wirklich jeder Tag eine Überraschung ist. Ich gebe zu, es war schon etwas kniffelig 3 schöne Projekte zu finden, die sich gut selber machen lassen, die meinen Ansprüchen genügen und die sich gut verpacken lassen. Aber ich bin fündig geworden und nun hoffe ich, dass es den Anderen gefällt. Ich war jedenfalls schon sehr glücklich über meine ersten Päckchen.

Das heutige Päckchen habe ich gepackt und da drin befindet sich neben selbstgemachtem Vanillezucker eine Tüte mit Schneemandeln und das Rezept bekommt ihr jetzt von mir. Aber Vorsicht, sie sind mega lecker und wenn man sie nicht schnell genug in Tüten zum Verschenken verpackt, haben die anderen Familienmitglieder sie verputzt...


Schneemandeln 
(mit dem Thermomix zubereitet, aber es geht auch anders)

Zutaten:  50 g Vanillezucker   und
              100 g Zucker              im Thermomix 10 sec  / Stufe 10 pulverisieren
              400 g Mandeln
              150 g dunkle Schokolade (60 - 70 %)

Ich habe 50 g der Schokolade mit Chili genommen (gab es von Lindt, nur ein Tipp, keine Werbung…), genauso gut könnte  man aber auch etwas Chili in Pulverform oder als Fäden dazugeben. Die Menge müsstet ihr dann selber entscheiden. Ich mag den Gegensatz von Süße und Schärfe und dank der dunklen Schokolade kann ich viel mehr davon essen ;-) Ich finde im übrigen auch, dass sich der Kauf von guter Schokolade lohnt.

Die Mandeln werden mit 2 Esslöffeln der Zuckermischung vermischt und auf einem Backblech verteilt, im vorgeheizten Bachofen bei 160 Grad 10 - 15 Minuten geröstet. Der Zucker karamellisiert nicht, die Mandeln werden nur etwas krosser. Dann die Mandeln etwas abkühlen lassen. Der restliche Zucker wird schon mal in eine verschließbare Box gegeben, in die nachher auch noch die Mandeln passen sollen.
In der Zwischenzeit die Schokolade im Topf zerkleinern ( 6 Sek / Stufe 8) und  dann schmelzen ( 3 Min / 50° / Stufe 2 ). Evtuell ein bisschen Chili dazu geben, wenn die Schokolade nichts enthält. 
Die Mandeln zur Schokolade geben ( 30 sec / linksrum / Stufe 2) mit der Schokolade verrühren.  Dann sofort in die Puderzuckerbox geben und schütteln bis alle Mandeln mit dem Zucker ummantelt sind.
               


In hübschen Tüten oder Gläsern verpacken oder noch viel besser : sofort vernaschen! Aber ich habe euch gewarnt! Die sind unwiderstehlich lecker.

So, und jetzt noch die Auflösung zur Überschrift : Das dritte Türchen hat geklemmt, weil dieses Internetz mal wieder (das dritte Mal in einer Woche) für mehrere Stunden ausgefallen ist. Schön, dass wir gerade zur Glasfaser gewechselt sind (grummel…) Und natürlich war der Blogpost noch nicht fertig geschrieben…

Ich wünsche euch allen einen schönen Start in die Woche. Vielleicht mit Weihnachtsmarktbummel und Punsch. Ich habe mir gerade sagen lassen, dass es in Itzehoe jetzt auch einen Punschwald gibt.  Jeden Tag ab 17.17 Uhr am Berliner Platz. Da wird der Feierabend-Einkaufsbummel doch gleich noch viel netter, wenn man ihn zwischen Tannen und besinnlicher Rockmusik (Wacken lässt grüßen ;-) bebenden kann.

Und er wer es sich anders gemütlich machen möchte, sitzt vielleicht mit einer Tasse Tee auf dem Sofa und tollt mit Pinkepanks Hilfe durch das Internet, allen tollen Online Adventskalendern auf der Spur. Mein stiller Favorit ist ja Tastesheriffs Wohlfühlkalender zum Ausdrucken und abhaken bzw. Sternchen ausmalen. Dass liegt vielleicht daran, dass ich so ein Listenfan bin, aber es ist ja auch jedes Mal ein Gewinn, wenn man etwas ausmalen kann, denn dann habt ihr euch etwas gutes getan!


Die Weihnachtsplaylist konnte ich schnell abhaken, denn ich habe meine Liste auf Spotify vom letzten Jahr schon beim Schmücken gehört, den Kaffee habe ich am ersten Advent im Bett genossen und den Termin am Freitag habe ich auch einfach mal sausen lassen, denn weniger ist mehr. Genauso verfahre ich auch mit der Weihnachtsdeko. Wer sagt eigentlich, dass alles am ersten Advent (oder sogar noch früher) hängen muss? Ich finde es viel schöner, wenn immer wieder etwas dazu kommt. Ein schöner Strauß Blumen, neue Fenstersterne, ein paar schöne Kekssorten, ein neues Lied für die Playlist oder ein neues Weihnachtsbuch.
"Verliebt für eine Weihnachtsnacht" kann ich als Weihnachtsschmonzette empfehlen. Stine hatte es sich gewünscht und da es bei uns eine Tradition ist, zum ersten Advent ein Weihnachtsbuch zu bekommen, bin ich dem natürlich gerne nachgekommen und hab mich schon mal schnell ein paar Nächte durch gelesen. Noch ein ausgemaltes Sternchen mehr. Aber ich werde mich zur Weihnachtszeit noch häufiger mit einem Buch verkrümeln. Zum einen, weil hier noch ein paar Weihnachtsschmonzetten liegen und zum anderen, weil ich es liebe, bei Kerzenschein, Tee und Keksen in andere Welten abzutauchen. Ganz genauso, wie mit meinen Görls Filme zu schauen. Gestern musste es "Plötzlich Prinzessin" sein, weil Malin den noch nicht kannte.
So, macht es euch nett und vielleicht könnt ihr ja auch den einen oder anderen Stern auf Claras Liste ausmalen.



Sonntag, 11. November 2018

Herbstpicknick mit bunten Blättern und farbenfrohem Geschirr - mein Sonntagsglück - und eine lange Geschichte warum das Picknick nicht am Strand stattfand

Werbung - Dieser Post ist in Kooperation mit Rice entstanden

Mögt ihr auch so gerne draußen sein wie ich? Ich finde ja, das man jedem Wetter etwas abgewinnen kann. Es ist so zauberhaft den Nebel über dem Fluss aufsteigen zu sehen und wenn sich dann ein paar Sonnenstrahlen dazu mischen bin ich glücklich. Stine und Malin waren beide im Waldkindergarten und haben immer und bei jedem Wetter draußen gefrühstückt, so dass sie es ganz normal finden, wenn es bei uns im tiefsten Winter, bei Null Grad, draußen in  der Sonne Kaiserschmarren gibt. Oder eben im Herbst ein Picknick am Fluss, mit frischem Brot, einer großen Schüssel Salat und Kuchen.





Schon das Backen und das Packen drinnen bei Sonnenschein hat großen Spaß gemacht.


Einen ganzen Korb voller Köstlichkeiten gab es.




In die Gläser bin ich ja ziemlich verliebt. Sie sind für ein Picknick einfach perfekt. Glas wäre viel schwerer als diese hübschen im Retrostil aus Acryl und diese gehen nicht kaputt. Und sie sehen so schön aus. 



Das Sauerteigteigbrot habe ich nach einem Rezept aus den 90ern gebacken. Ich räume gerade auf, da findet sich so einiges wieder an. Sehr lecker, aber noch nicht die endgültige Fassung. Geht es euch auch so? Bevor ich ein Brotrezept weiter geben kann muss ich es erst ein paar Mal ausprobiert haben. Selten, dass es beim ersten Mal perfekt wird.


Sehr cool finde ich ja auch unser Thermosgefäß für Suppe. Damit kann ich meinen Töchtern Suppe für die Pause mitgeben, wenn die Mensa nichts gutes bietet. Oder eben Suppe für das Picknick einpacken.




Zu dem Picknick gibt es natürlich auch eine Geschichte. Eigentlich sollte nämlich alles ganz anders sein.  Als ich Mo von Rice im Sommer in Dänemark kennengelernt habe haben wir uns lange unterhalten und im Laufe der Unterhaltung eine Idee gesponnen. Aber merke: Meistens kommt es anders als man denkt… Denn statt zwei leckere Coffee to go in den hübschen Becher zu kochen, in den Bus zu steigen und nach St.Peter-Ording an den Strand zu fahren um dort ein leckeres Picknick bei schönstem Strandwetter in den Herbstferien zu veranstalten, habe ich unseren Bus mit nagelneuen Winterreifen wieder zurück in die Werkstatt gestellt und da steht er noch immer… Seit Wochen! 
Auch Plan B schied damit aus. Der sah nämlich vor, den Picknickkorb einfach mit nach Schweden zu nehmen. Das Wetter wäre perfekt für ein Picknick in den Schären gewesen, aber leider passte nichts mehr ins Auto. Wir konnten nur das nötigste mitnehmen und dazu zählte das tolle Geschirr leider nicht… Also ehrlich mal, keine Ahnung wie ich ohne meinen Bus überstehen soll. Tausendmal habe ich in den letzten Tagen gesagt: " Das liegt im Bus. Und der ist in der Werkstatt." So ein Bus hat echt ein gutes Fassungsvermögen. Und einen Kocher. Damit kann man leckere Suppen vor Ort kochen und den Kaffeebecher wieder auffüllen. Und bei schlechtem Wetter drinnen picknicken und einfach die Lichterkette anmachen. Deshalb bitte Daumen weiter drücken. Wir geben immer noch nicht auf und hoffen, dass der Fehler doch noch gefunden wird und dann gibt es ein Winterpicknick beim Schlittschuhlaufen oder heißen Kaffee nach einem Spaziergang am Meer. Und die fröhlichen Farben von Rice hellen auch einen Spaziergang bei tiefhängenden Wolken wieder auf!

Ich wünsche euch allen einen fröhlichen Sonntag - vielleicht ja mit spontanem Picknick. Wir gehen gleich zum Martinsschlemmen bei unserem Kaufmann und freuen uns darauf, das halbe Dorf dort zu treffen. Mein Sonntagsglück ;-)



Danke auch an mein super Team! Außer einer zusätzlichen Fotografin (Stine) habe ich auch einen Bodyguard (Jette) angeheuert, damit niemand an das Essen geht, bevor alle Fotos im Kasten sind…


Das Geschirr ist bis auf die beiden Thermosgefäße von Rice und ich danke Mo für die tolle Zusammenarbeit. Es hat mir großen Spaß gemacht im Online-Katalog zu stöbern und mir etwas auszusuchen.