Donnerstag, 22. März 2018

Selbst gestrickt und heiß geliebt - Meine 4 Lieblingsteile aus dem Kleiderschrank

Bei den Temperaturen draußen braucht es ja immer noch jede Menge kuschelige Klamotten und mit zunehmenden Temperaturen kommt für mich dann die Zeit in der ich draußen nur mit Pullover rumlaufe. 


Und hier kommen meine Lieblingsteile:

Definitiv am häufigsten habe ich meinen Monochrome von Katrin Schneider (Blogpost zum nachlesen hier) getragen. Der passt einfach immer und ist ein echter Wohlfühl-Winter-Übergangs-Pullover ;-) Bei dem lockeren Rollkragen vergesse ich manchmal sogar einen Schal... Und schnell gestrickt war er auch. 


Der Childhoodsweater von AnkeStrick (Blogbeitrag hier) gehört mit zu meinen liebsten Pullovern der letzten Wochen. Er ist herrlich leicht und dank des Tweedgarnes von Isager trotzdem wunderbar warm. Und er hat diesen kuscheligen Kragen. 



Mein Dohne von Oceaan aka Greta Mensen (Blogpost dazu hier) fing als Teststrick an und endete an meinem Hals und blieb da . Das ist ganz große Liebe! Die Größe, die kuschelige Wolle und beim Stricken habe ich mich schon in das schöne Muster verliebt. Ein echter Strickspaß!

Und last but not least ist da mein Malou Sweater   (Blogpost hier und hier) nach meinem eigenen Entwurf , der herrlich leicht und kuschelig daher kommt. Und wenn ich dieses Foto sehe möchte ich bitte sofort irgendwo am Strand am Feuer sitzen und kochen!!!! Und wie ihr sehen könnt, trägt auch Stine einen Malou Sweater und ich freue mich, dass sie ihn genauso gerne schleppt wie ich (und diese Farben sind so herrlich Frühlingsfrisch). 


Wenn ihr mehr zu den Pullovern und dem Tuch wissen möchtet, klickt auf den Namen, dann kommt ihr zu dem jeweiligen Ravelrypost. Dort findet ihr alles über die Wolle, Nadelstärke, Größe, eventuelle Änderungen und wo ihr die Anleitung bekommt. Einen ausführlichen Blogpost findet ihr immer oben verlinkt.

Welches sind denn eure Favouriten im Moment? Claire von @weloveknitting sammelt gerade unter dem Hashtag #topfourhandmadeitems unsere meist getragenen Lieblingsteile. Ich bin jetzt total inspiriert und habe noch mehr schöne Isländer Pullis mit ihren wunderschönen Passen auf meine Irgendwann-möglichst-bald-zu-stricken-Liste gesetzt.
Und wem das noch nicht genug Inspirationen sind, der schaut am besten bei RUMS und bei Maschenfein mit einem Kaffee vorbei (oder auch zwei...)

Ich mach mir jetzt auch einen Kaffee und versuche dann mein Tagespensum weiter abzuarbeiten... Morgen geht es nach Köln zur h&h und ich freue mich schon wie Bolle 

                                     Claudia










Mittwoch, 7. März 2018

Happy Yokes - ich bin ein absoluter Fan der schönen Pullover mit Passe - heir ist mein Treysta

Schon viele Jahre geisterten in meinem Kopf die Isländerpullover aus meiner Kindheit herum. So lange wollte ich mir schon einen stricken. Aber irgendwie kamen mir immer andere Projekte dazwischen und dann wusste ich auch nicht, ob ich "kratzige" Schafswolle anziehen wollte, wenn es doch so viele kuschelige Garne auf dem Markt gibt... Im Herbst habe ich dann erstmal einen für Herrn Reetselig gestrickt ( den ich euch noch gar nicht gezeigt habe... aber er ist etwas zu groß geraten, das passiert wenn man den ersten Pullover weit weg von dem Liebsten strickt) Das Herr Reetselig den Pullover im Herbst, nachdem er in bekam, gar nicht mehr auszog war eindeutig. Diese Isländer sind gemütlich, absolut Outdoortauglich und es gibt inzwischen viele Farben, die sich zu wunderbaren Passen verarbeiten lassen.

Damit ich mich besser an meine Passform ran arbeiten kann, habe ich mir eine Anleitung von Jennifer Steingass ausgesucht, the Queen of yoke, wie sie liebevoll genannt wird, nachdem sie im letzten Jahr einen Pullover nach dem anderen rausgehauen hat. Ich habe mich für den Treysta entschieden, den es Anfangs nur im Laine Magazin no 3 gab. Seit ein paar Tagen gibt es den aber auch auf Ravelry.



Treysta heißt Vertrauen auf Isländisch und das war doch schon mal ein schöner Einstieg für meinen ersten Isländer für mich.




Jenn strickt die Léttlopi Isländerwolle mit 3,25 und 3.75 Nadelstärke. Deutlich dünnere Nadeln als auf der Banderole angegeben und ich bei meinem ersten Pullover gewählt habe (dessen Maschenbild auch hübsch ist, aber eben nicht ganz so dicht) Ich habe mich mangels der Viertel Nadelstärken für 3,5 und 4 entschieden, denn die Maschenprobe kam trotzdem hin.

Das Stricken hat mir großen Spaß gemacht und ich habe wieder viel gelernt. Die Anleitung ist auf englisch - für alle denen diese Frage auf der Zunge liegt. Sie ist einfach und gut strukturiert. Ich habe eine neue Methode der Zunahme kennengelernt, die Invisble Increase Methode. Die Maschen liegen viel unauffälliger. Es gefällt mir sehr. Außerdem hat Jenn die verkürzten Reihen, die dem Pullover auf der Rückseite mehr Länge gibt und den Ausschnitt beim Pullover mit Passe so vorne etwas tiefer werden lässt, nicht direkt unter der Halsausschnittblende gearbeitet, sondern erst unterhalb der Passe. Ich gebe zu, ich war sehr skeptisch, aber es sitzt nach dem Spannen super.



Meine neugelernten Techniken habe ich gleich im nächsten Pullover ausprobiert und nun will ich mich an der Steektechnik ausprobieren und eine Isländerjacke probieren.
Eigentlich ja was für den MemadeKal , die Frühlingsjackenstrickerei ... Und weil MemadeMittwoch nur noch einmal im Monat stattfindet, nämlich am ersten Mittwoch im Monat, schaue ich dort jetzt mal rein, was sich so in Sachen Frühlingsgarderobe tut.

Pullover : Treysta von Jennifer Steingass 
Wolle : Léttlopi von Istex
Mehr Informationen zum Pullover findet ihr wie immer auf meiner Ravelry Seite.
Verlinkt mit Auf den Nadeln im März

Sonntag, 4. März 2018

Hygge - der neue Hype oder einfach schon immer dagewesen ?

Als Hamburgerin, am und mit dem Wasser groß geworden und am liebsten im Norden unterwegs, habe ich Hygge quasi schon mit der Muttermilch aufgesogen  ;-)  Ich habe schon als Kind das tolle Kirschholzregal unserer Freunde geliebt, das bei Ihnen die damals in deutschen Wohnzimmern typische Schrankwand ersetzte. Ich wollte so lange ich denken kann, den Holz Affen von Kay Bojesen haben, den Herr Reetselig - in Flensburg aufgewachsen - als ganz normalen Einrichtungsgegenstand kannte. Ich liebte es schon immer, den Flammen im dänischen Bollerofen zuzuschauen, mit einem großen Pott Tee in der Hand und meinem Strickzeug auf dem Schoß.



Was hat es also mit Hygge auf sich?

Als wir neulich bei einem wirklich sehr hyggeligen Bloggerfrühstück zusammen saßen, sprachen wir über Hygge, über die vielen Bücher und Zeitschriften, die diesen Trend jetzt aufgreifen und was es für uns norddeutsche Deerns bedeutet. Wir kamen dabei zu dem Schluss, dass es nicht nur ein Trend ist, sondern ein Lebensgefühl, dass immer da ist und dass uns der Hype darum wahrscheinlich deshalb komisch vorkommt, weil wir es schon immer leben. Wir alle, die dort zusammen saßen hatten schon als Kinder Ferien in Dänemark verbracht und schon immer das Lebensgefühl dort geschätzt. Vielleicht aber auch, weil es mit Ferien, Müßiggang und Gemeinschaft einherging.

Urlaub in Dänemark war für mich immer verbunden mit einem Sommerhaus dicht an den Dünen, drinnen ein Bollerofen.Und wenn ich nicht am Strand oder auf der Holzterrasse liegen und stundenlang in den vielen Büchern lesen konnte, dann lag ich eben vor dem Ofen. Wir kochten alle zusammen und wuschen gemeinsam ab, den die Häuser hatten damals noch keine Spülmaschine. Es gab auch keinen Fernseher, aber wir hatten jede Menge Spiele mit und haben damals Nächtelang mit Familien aus den anderen Ferienhäusern, aus Berlin und Hannover ( die wir dort erst kennengelernt hatten), Canasta gespielt. Ich habe damals wunderbare Brieffreundschaften geschlossen. Manchmal haben wir mit mehreren Familien zusammen gekocht und jedes Jahr Bergfest in der Mitte des Urlaubs mit Waffelbergen gefeiert! Unser Nissan Sunny war das reinste Raumwunder und bekam obendrauf einen Gepäckträger, da kamen die Koffer rauf (da gab es keine Tulekoffer ;-), unter den Autositzen lagen jede Menge Dosen und Nudeln, Freunde schmuggelten unter dem Reserverad die Salami -Fleischeinfuhr war streng verboten wegen Schweinepest. Hach, wenn ich so zurück denke bekomme ich ein ganz glückseliges Gefühl! Und ich denke gerne daran zurück, wie viele Menschen wir damals im Urlaub dort kennen gelernt und Jahr für Jahr wieder getroffen haben. Wir fuhren nicht mit Freunden, aber wir trafen neue Freunde, manchmal mehrere Jahre hintereinander.

Inzwischen leben wir das ganze Jahr ein hyggeliges Leben in unserer Reetdachkate nördlich von Hamburg, haben Freunde, die in Dänemark und Schweden leben und sind genauso glücklich, wie man es den Dänen nachsagt ( schaut mal in diesen Post ).



Wenn ihr dieses Gefühl nachspüren möchtet und das dänische Lebensgefühl auch in euer Zuhause holen wollt, dann habe ich einen Buchtipp für euch. Inken Henze alias Amalie loves denmark  hat ein neues Buch geschrieben.


Ihr erinnert vielleicht meinen Post vom letzten Sonntag, als ich mich mit dem Buch aufs Sofa verkrümmelt habe...

Inzwischen habe ich ausgiebig darin gelesen, mich an den schönen Bildern erfreut, Lust auf geselliges Beisammensein und...


... auf Feuer im Garten und Stockbrot und Kochen über dem Feuer unten am Fluss. 

Außerdem habe ich die Fragen rund um  Hygge, die Inken in Interviews einigen Dänen, wie z.B. Michael Ring von Stelton oder Sus Bojesen Rosenqvist, Inhaberin von Kay Bojesen gestellt hat, für mich beantwortet.

Hier ein paar meiner Antworten:

WAS MACHST DU, UM ES IM ALLTAG HYGGELIG ZU HABEN ?
Ich mache es mir mit meiner Tasse Kaffee auf dem Sofa oder dem Deich bequem, im Winter zünde ich mir Kerzen an, gerne habe ich frische Blumen um mich rum. Wenn es kalt ist, nehme ich mir eine schöne Decke und meine Kissenbezüge wechsle ich ja nach Jahreszeit. Auch neben meinem Arbeitsplatz gibt es ein bisschen Deko, gerade sitzt der Affe neben mir. An den Wänden finden sich Fotos aus dem Urlaub und überall gibt es Bücher.

WENN DU VERREIST, WAS NIMMST DU MIT, DAMIT ES DORT RICHTIG HYGGELIG IST ?
Kerzen. Kuscheldecken. Bücher. Und immer einen schönen Becher.

Und was macht ihr, um es euch hyggelig zu machen? Seid ihr drinnen im dänischen Lebensgefühl oder braucht ihr noch ein paar Inspirationen? Ganz wunderbar finde ich auch Inkens Tipps für ein hyggeliges Wochenende in Kopenhagen (steht auf meiner Bucketlist ganz oben!)  und ihre Shoppingtipps.

Ich mache es mir heute am Sonntag  mit ein paar Bloggerfreundinnen  in einem Stoffladen in Flensburg gemütlich und nähe einen ganzen Tag. Natürlich gibt es auch leckeres Essen und das Klönen kommt nicht zu kurz . Mein Søndagshygge und ganz bestimmt auch mein Sonntagsglück!






Donnerstag, 1. März 2018

Bei der eisigen Kälte da draußen freue ich mich über meine neuen Handschuhe

BABY IT´S COLD OUTSIDE


In diesen schönen Wintertagen laufe ich am liebsten in meinen Stricksachen herum. Sie sind super kuschelig und halten angenehm warm. Zu meinem Monochrome Sweater und meinem Dohne trage ich meine neuen Handschuhe aus der Alb Lino von Schoppel Wolle.



Die Wolle ist angenehm kuschelig, etwas dicker als Sockengarn und ein Gemisch aus Schurwolle und Leinen. Leider sind die beiden schönen Farben, die ich mir ausgesucht habe nicht sehr kontrastreich. Dadurch kommt das schönen Muster nicht genug raus.  Ich werde mir also noch ein Paar stricken müssen ;-)



Aber sie halten warm und lassen auch nicht so schnell etwas durch... Wie man sieht klebte der Schnee ... schade eigentlich, denn die Innenflächen sind auch sehr hübsch.


Mit den Handschuhen nach einer kostenlosen Anleitung von Drops husche ich am späten Abend noch schnell zu RUMS und zu Maschenfein

Danke Stini für die spontane Fotosession und deine Bilder