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Mittwoch, 26. August 2020

Ende August starte ich voller Elan in die neue Stricksaison - mit dabei jede Menge Strickinspirationen

 Stricken unterliegt bei mir ja keiner bestimmten Saison. Ich stricke immer und überall und bei jedem Wetter. Auch bei Oberknaller Sommerwetter!



Da ich ja bekanntlich immer ein paar angefangene Sachen hier rumfliegen habe, habe ich auch Strickzeug auf unterschiedlichen Nadeln, in verschiedenen Wollsorten und ganz unterschiedlicher Dicke. So lässt sich immer etwas passend zum Wetter finden. Und wenn mir so gar nicht danach ist (äußerst selten), dann blättere ich in meinen Strickbüchern, stöbere auf Ravelry und schmiede Pläne für kühlere Tage. Und der Altweibersommer steht nun mal vor der Tür... da ist nichts dran zu rütteln. Das H*Wort kommt mir noch nicht über die Lippen und nimmt man es ganz genau kommt auch der Altweibersommer erst Ende September mit fliegenden Spinnweben. Aber wer wie ich unterm Reetdach wohnt weiß, dass die Spinnweben schon jetzt fliegen ;-)

Sonntag, 22. März 2020

Inseln im Corona Alltag: Wie wir uns es in diesen Zeiten Zuhause gemütlich machen können

Puh, einmal tief durchatmen und losschreiben. 

Jetzt habe ich so unfassbar lange nicht gepostet, weil mir meine Hardware ja einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte und habe so lange überlegt, wie ich dieses Jahr starte, viele tolle Ideen gehabt und doch noch mal verschoben und jetzt sind wir am Beginn ( noch lange nicht mittendrin) einer großen Krise und es fühlt sich echt beknackt an, wieder zu starten. Aber ich habe den Blog vermisst und ich habe gefühlt eine Million schöne Fotos und Themen, die ich mit euch teilen möchte, Dinge die mich und wahrscheinlich auch euch bewegen und deswegen starte ich jetzt. Da bin ich also wieder. Diese Pause war keineswegs geplant und auch nicht so kreativ, wie ich es mir gewünscht habe, aber es sind einige schöne Dinge entstanden.


Das ist mein Ratzfatz Sweater. Pattern coming soon

Ich habe viel gelesen in der Zeit ohne Computer, stapelweise Bücher aus der Bücherei und die Schließung der Büchereien jetzt zu Corona Zeiten finde ich echt hart. Ganz besonders weil ich es nicht mehr geschafft habe, mich schnell mit einem Korb voll schöner Literatur einzudecken. Aber natürlich liegt hier noch das eine oder andere Buch, dass ich noch nicht gelesen habe und auch ein paar Fachbücher, Kochbücher, Magazine und Artikel liegen hier und werden mir bestimmt ein paar Stunden Zerstreuung bringen. Und dann gibt es da ja auch immer noch die Lösung Nachschub im Internet zu bestellen. Denkt daran, ruhig bei den kleinen Buchhandlungen zu bestellen, nicht nur beim großen Riesen, denn es wäre verdammt traurig, wenn die kleinen wunderbaren Buchhandlungen, in denen man stundenlang schmökern kann, der Krise zum Opfer fallen.

Wenn ich an meinen neuen Designs arbeite und manchmal stundenlang vor mich hinstricke höre ich seit einiger Zeit gerne Hörbücher oder Podcasts. 

Meine Lieblingspodcasts sind:
Elbsoda - die Beiden von Elbsoda , Caro und Jasmin sind witzig, unterhaltsam, informativ und Interior verrückt. Das mag ich ja sehr gerne.  

Hello Holly - Der Podcast über Interior, Trends und Friends. Holly talkt mit interessanten Menschen. aus dem Interiorbereich. Zu Gast waren schon Nici Brandmark vom Blog Scandinavian Style, Trend Stefan / Stefan Nilsson, Charlotte Heidemann von Rice und einige mehr. Der Podcast ist auf Englisch.  

Bestatten, Hauda - Ein Podcast von Bianca Lauda über den Tod. Klingt in diesen Zeiten vielleicht fies, aber ich finde, der Tod ist ein Thema, welches man nie ausklammern darf, weil man den Zeitpunkt, an dem man sich damit auseinandersetzen muss, nicht aussuchen kann. Sehr stark fand ich die Folgen über die Bestatterin und den Tatortreiniger. Unbedingt mal reinhören.

Nur noch eine Reihe - der Maschenfein Podcast Nach dem Maschenfein Blog gibt es nun auch den Podcast. Leider nur zum Hören.

Da ich Wolle und Gestricktes allerdings schwer zu beschreiben finde, gucke ich lieber Strickpodcasts auf Youtube und hier kommen meine liebsten: 

Kammebornia   Sofia und Dennis senden von Gotland. Da ich ein Fan der Insel bin, stört es mich nicht, dass der Podcast überwiegend auf Schwedisch, jedoch mit englischen Untertiteln, ist. Ich mag Sofias ruhige Art, ihre Musterstrickereien, ihre eigenen Designs und die schönen Landschaftsaufnahmen.

fibertales podcasts  Lærke sendet von Fynen in Dänemark. Der Podcast ist in Englisch und auch Lærke mag ich wegen ihres schönen Strickdesigns, der Bilder, ihrer Liebe zu Gotlandschafen und vielem mehr.

The gentle Knitter Podcast  Nicole sendet aus Kanada. Sie designed nicht selber, strickt aber unheimlich viel und vielfältig und stellt diese Strickstücke dann vor. Sie spricht über Wollfestivals und Retreats (Rückzugsorte an denen gestrickt und in kleinen Kursen unterrichtet wird ). Nicoles ruhige Art erdet mich immer.

Truly myrtle Podcast   Libby lebt mit ihrer Familie in Neuseeland, entwirft und strickt und hat so einen fantastischen Charme und eine mitreißende Ausstrahlung, dass man beim Gucken einfach nur gute Laune bekommen kann. 

Joji's Journal   Joji, Argentiniens bekannteste Strickdesignerin stellt in ihrem Podcast ihr Design vor, die Wolle, mit der sie arbeitet, spricht über ihre derzeitigen Projekte und manchmal talkt sie mit ihrer Mum, dem heimlichen Star dieser Unterhaltungen. Der Podcast ist in Englisch, manchmal ein kleines bisschen chaotisch, aber einfach aus dem wirklichen Leben und wunderbar authentisch. 

fruity knitting podcast   Andrea und Andrew leben in Deutschland, da sie aus dem englischsprachigen Raum kommen reden sie Englisch. Der Podcast besteht aus mehreren immer wiederkehrenden Elementen und ist wahnsinnig informativ und fast wie ein Magazin aufgebaut.  Jeder Podcast hat ein Thema, bzw. stellt einen DesignerIn und /oder eine StrickerIn vor. Andrea führt Interviews, manchmal via Skype, weltweit, oft aber auch vor Ort, auf Wollfesten oder anderen Veranstaltungen. Neben den neusten Trends, schöner Wolle, die sie sich gekauft haben, erfährt man viel über die Dinge, die die Beiden zur Zeit gerade stricken. Dabei werden Änderungen genau erklärt und oft durch Tutorials von Andrea ergänzt. 

Mandarine's  Melodie lebt in Frankreich, spricht im Podcast jedoch Englisch, zeigt viele kleine Vlogs aus ihrem täglichen Leben, ihre Strickprozesse, ihre Strickentwürfe und die Wolle 🧶 mit der sie arbeitet.  Sie arbeitet ähnlich wie fibertales und the gentle knitter viel mit Naturtönen und erdet einen ganz wunderbar.

Welches sind eure liebsten Podcasts? Ich freue mich immer über neue Anregungen, also her damit und schreibt gerne in den Kommentaren, damit alle eure Vorschläge sehen können.

Und jetzt macht es euch gemütlich Zuhause und bleibt gesund!

Claudia


Freitag, 5. Juli 2019

Sommerzeit: Schweden - Der Bus ist bis unters Dach bepackt, mein Strickzeug und ein paar Bücher passten noch rein und jede Menge Sehnsucht



SOMMERFERIEN - das schmeckt wie Salzwasser auf der Haut, wie Softeis bis zum Abwinken, wie Erdbeeren satt. Das riecht nach Sonnencreme und Wald, das fühlt sich an, wie nicht enden wollende Sommerabende, das schreit nach Kaffee gleich nach dem Aufstehen am Wasser, nach permanent nassen Badeanzügen, Pizza auf die Hand und körbeweise Urlaubslektüre.

Während wir schon in Schweden sind hat die arme Stine noch zwei Wochen Uni und muss noch ein paar Klausuren schreiben, bevor sie mit dem Haus- und Schafesitter tauscht und nachkommt. Wir aber haben schon kleine Kisten gepackt, haben den Bus auf Vordermann gebracht und freuen uns wie Bolle.

Vorher mussten noch die üblichen Prüfungen in der Berufsschule über die Bühne gebracht werden, hunderte Zeugnisse unterschrieben werden (der Lehrer), bergeweise Schulbücher abgegeben, Klassenzimmer getauscht und das Zeugnis in Empfang genommen werden (die Schülerin) , der Hund zum Tierarzt, Wäsche schnell noch gewaschen und  eingekauft werden, der Rasen gemäht, der Bus eingeräumt, der Insulinkram bestellt und und und (ich). 


Ich habe mich schon auf das Leben im Bus eingegroovt, in dem ich Bettinas Buch : Tietjen auf Tour gelesen habe… Eine herrliche Urlaubslektüre, falls ihr noch ein Buch braucht. 
Beim Lesen sind mir tausend eigene lustige Geschichten aus dem Leben im und mit dem Bus eingefallen. Ich könnte direkt eine Fortsetzung schreiben. 

Und sollten wir eines Tages zufällig neben Bettina und dem Ingenieur (ihrem Mann) mit unserem Bus stehen, bin ich mir schon mal sicher, das uns nicht der gemeinsame Gesprächsstoff ausgehen würde. Schließlich haben beide Männer die Busse selbst ausgebaut, haben jeder eine Werkzeugkiste bzw. -Schublade und immer eine Lösung parat.  Oh und die Tietjens kommen aus Harburg, wo ich mein halbes Leben verbracht habe. Wir alle lieben eher ungewöhnliche Campingurlaube, stehen gerne in der ersten Reihe mit Blick aufs Wasser (wir Frauen), aber bitte auf festem ordentlichen Boden (die Männer). Unnötig zu sagen, dass ich mir in St. Peter Ording auf dem Strand ganze Zitatensammlungen anhören musste, als wir  (also eigentlich Bernd… ich bin rauf gefahren - bis ganz vorne… und er musste "nur" wieder runter fahren ;-) uns festgefahren hatten. Es war ein bisschen, als würden Bettina Tietjen und Udo neben uns sitzen. Bernd hat das Buch zuerst gelesen und kann stundenlang aus dem Buch seine Lieblingsstellen wiedergeben. Eigentlich hatte ich das halbe Buch schon als Hörbuch gehört, bevor ich es gelesen habe..

Bettina hat das Buch so herzerfrischend geschrieben, wie sie redet. 
Nix beschönigt (ich sag nur Portapotty…), die herrlichsten Anekdoten von Mitcampern (FKK) erzählt, in mir große Lust auf Korsika entfacht und zwischen den Zeilen ein paar Ausbautipps* für den Bus gegeben. Absolut lesenswert!

*Anekdote aus unserem Bus: Auch unsere Tochter schlief über den Vordersitzen auf einem gepolsterten Brett. Wir verstauten es während der Fahrt unter der Rückbank. Ergänzen sollte ich allerdings, das wir immer die Sicherung für die Hupe ausbauen mussten, sonst hätte unsere Kleene alle geweckt im Schlaf, da sie immer so randaliert hat.


Für uns geht es nicht in den Süden, sondern wieder nach Schweden. Zuerst für eine Woche nach Boda in unser Lieblingsferienhaus und dann mit dem Bus weiter. Wenn Stine zu uns stößt wollen wir nach Gotland. Ich schwelge schon mal in Erinnerungen und Vorfreude, während ich den Post vorbereite und Bilder sichte.







Die Zeit auf Fårö im Norden von Gotland zählt zu unseren schönsten Erinnerungen. Die Insel ist karg, ursprünglich, spannend, voller Gotlandschafe und voller Kultur. Man bekommt auf Fårö einen Eindruck, wie das Leben früher auf den Inseln war. Es stehen noch viele Reetdachhäuser und alte Fischersiedlungen.
Schön sind auch die Dünenlandschaften  und die Raukgebiete. Das  sind diese Felsen auf dem ersten Bild.

Mehr von unserem Sommertrip seht ihr auf Instagram bei @reetselig und bei @meer_bus .


Und was habt ihr in den Sommerferien vor?

Sonntag, 14. Oktober 2018

Ein Geschenk, das Sehnsüchte weckt, ein Blogtipp und die Aussicht auf ein paar Tage Schweden

Morgen geht es nach Schweden. Malin, Jette und ich werden es uns in der Bodastuga gemütlich machen, den schwedischen Wald im Herbst genießen, am See sitzen, durch den Wald streifen. Malin wird bei den Pferden rumhängen und ich werde natürlich stricken und lesen. Und dann freuen wir uns auf unsere Freunde. Es ist immer wieder schön, an einen Ort zurückzukehren, den man mag, wo man sich hundertprozent wohlfühlt und von lieben Menschen umgeben ist.

Gerade komme ich von der abendlichen Hunderunde zurück. Heute Abend ist ein phantastischer Sternenhimmel, es ist wunderbar lau und überall hörte man Tiere im Gebüsch. Schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf Schweden. Die Dunkelheit im Wald ist immer wieder beeindruckend. Hier bei uns hört und sieht man in der Ferne ja immer noch ein Auto, geht mal an einem Haus vorbei oder sieht die Flugzeuge am Himmel. In Boda ist man alleine mit der Natur.


Ach und wie gerne würde ich noch ein bisschen durch Schweden fahren und schönen Orte entdecken. Boda liegt ja bei Oskarshamn und damit in Småland an der Ostküste. Ich würde ja nur zu gerne über die Westküste wieder nach Hause fahren… aber leider reicht die Zeit nicht und mein heißgeliebter Bus ist gerade in der Werkstatt und warte auf die eine Lösung… leider haben schon vier kluge Menschen drauf geguckt, gemessen und getan und er ist immer noch kaputt. 

Dabei würde ich so gerne mal zur Stömmar Farm Lodge.  Das möchte ich schon so lange. Britta hat auf ihrem Blog  my daily mee(h)r so einen schönen Artikel darüber geschrieben und jetzt möchte ich ganz unbedingt hin. Außerdem war sie so lieb und hat mir ein Buch mitgebracht. 


Bed und Breakfast statt Klappcouch und Spoiler wäre natürlich auch eine Alternative.


Diese Fotos sind ganz mein Style. Ich mag es ja, wenn die Gebäude so belassen werden, wie sie sind. Natürlich braucht man in Wohnräumen Licht und die eine oder andere weiße Wand kann auch nicht schaden. Aber ich finde, dass das Holz im alten Stall gerne natura sein darf und nicht weiß strahlen muss.


Vielleicht im nächsten Sommer und dann hoffentlich mit heilem Bus!

Für alle die jetzt meinen, dass wir uns doch einen neuen kaufen sollen…, gute Busse zu einem fairen Preis stehen leider nicht überall so rum. Außerdem ist unser selbstausgebaut und das macht man natürlich nicht mal so eben… Also Daumen drücken!

Nach Schweden geht es, wenn jetzt endlich alles so klappt wie gedacht morgen mit dem Auto meines Schwiegervaters. Dazu müssen wir aber erstmal nach Flensburg kommen.

Aber die Klamotten sind gepackt und ich versuche jetzt mal optimistisch nach vorne zu gucken.


Ps. Die Fahrt hat geklappt, aber der Post hing im Nirwana….

Donnerstag, 30. August 2018

Anschlagen und Abketten, eine Buchvorstellung und ein Sneakpeek

Stricken ist im Prinzip keine Hexerei. Wenn man  Maschen anschlagen  und rechte Maschen stricken kann, dann kann man schon die tollsten Sachen stricken. Schal, Babydecke oder Loop, kein Problem.  Am Ende werden die Maschen abgekettet und fertig.


Ich habe als junges Mädchen die Grundzüge des Strickens gelernt und mir noch das eine oder andere angeeignet und bin lange mit meiner Art Maschen aufzunehmen und abzuketten gut durchs Leben gekommen. Ich nehme meine Maschen gerne mit dem gestrickten Maschenanschlag auf und kette traditionell ab.  Manchmal gibt es aber Projekte, da sind andere Techniken durchaus sinnvoll.
Wenn ich Socken anschlage benutze ich zum Beispiel den Kreuzanschlag, weil das Bündchen dann elastischer ist. Immer wieder brauchte ich in der letzten Zeit auch einen provisorischen Maschenanschlag… wenn das für euch böhmische Dörfer sind, hätte ich da etwas für euch:


Das Buch ist nicht neu, aber ein wunderbares Nachschlagewerk und deshalb immer aktuell. 


Längst habe ich noch nicht alle Techniken ausprobiert, weshalb ich bei neuen Projekten immer mal wieder blättere und lese um zu sehen, ob es eine Technik gibt, die gut zu meinem Projekt passt. In der Regel stehen in einer Anleitung ja nur die Anweisung Maschen anzuschlagen oder abzuketten. Manchmal eventuell noch der Hinweis locker abketten.

Ich mag es beim Abketten gerne, wenn der Abschluss ordentlich und gleichmässig aussieht, und mit der traditionellen Methode kriege ich es sehr hübsch hin. Aber wenn man ein Tuch mit einer Lacetechnik strickt, dann braucht es einen lockeren Abschluss, damit das Lacemuster sich schön entfalten kann.


Bei der Ava ( das Tuch habe ich Testgestrickt, es erscheint in den nächsten Tagen, dann gibt es mehr Fotos) habe ich im oberen Foto traditionell abgenommen. Schön gleichmässig, aber im Verhältnis zu den Reihen darunter viel zu schmal. Ich habe mich nach einigem Ausprobieren für das Elastische Abketten / Elastic Bind Off entschieden. So entstand die gleiche Spannung im Abschluss wie auch in den Reihen darunter.



Seht selbst den Unterschied: Die ersten Maschen ( ganz rechts) sind traditionell abgekettet, die letzten vier elastisch. Jetzt kann sich das Tuch auch in seiner vollen Breite beim Waschen und Spannen entfalten.




Die Anleitungen der Techniken finde ich sehr gut erklärt. Auch die Eignungsmerkmale und das Ansehen der Ränder machen es einfach im Vorfeld eine geeignete Methode auszuwählen.


Ganz besonders reizend finde ich die Zeichnungen, die die verschiedene Methoden in einem Strickstück zeigen. Dieses hier ist meine Lieblingszeichnung.


Manchmal sind die Unterschiede der verschiedenen Techniken ganz fein, aber dennoch gibt es für alles verschiedene Lösungen. Abhängig vom Projekt, der Wolle und der Strickerin.

Mein Fazit: Dieses Buch von Leslie Ann Bester “Anschlagen und Abketten“ gehört in jedes Woll- äh Bücherregal. Und das Ausprobieren der verschiedenen Möglichkeiten ist unbedingt empfehlenswert! Es gibt so viele tolle Techniken, da ist für jeden und für jedes Projekt etwas dabei.
Das Buch ist mir vom Stiebner Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt worden. Meine Meinung hat dies jedoch nicht beeinflusst und ich habe es schon ein paar Wochen ausgiebig ausprobiert.


Geht es euch eigentlich auch so? 

Ich wünsche mir diese wunderbare ewige Draußen-Rumsitz-und-Strickzeit zurück. Es war so ein abgefahrener Sommer, dass ich mich nur schwer daran gewöhnen kann, erst den Himmel anzugucken, bevor ich draußen den Tisch decke. Schuhe finde ich höchst befremdlich und Jacken will ich auch nicht. Höchstens mal einen Wollpulli oder eine Wolljacke. Aber Stricken - Stricken geht immer!

Ps. Ich kann euch heute leider noch nicht das fertige Tuch zeigen… aber ich mach trotzdem bei der Sew La La Linkparty mit, da dürfen auch Bücher vorgestellt werden, die man zum Nähen, Stricken etc braucht. 

Mittwoch, 15. August 2018

Socken gehen immer, auch im Sommer… das neue Soxxbuch und Kerstin im Interview

Ihr habt es bestimmt schon gesehen, dass neue Soxxbook von Kerstin Balke, im Netz besser bekannt als Stine & Stitch, ist da. Wir können also wieder Socken in den schönsten Farben und Mustern für den Herbst stricken. Und diesmal für die ganze Familie, denn das Buch heißt Family + Friends und bietet Socken von Größe 20 bis 47. Lest meine kleine Rezension und das Interview mit Kerstin.


Ich habe meine kleine Auszeit am Strand von St.Peter Ording genutzt und das SoxxBook von vorne bis hinten durchgearbeitet. 
Da ich schon ein paar Socken als Teststrickerin gestrickt habe ( die zeige ich euch in den nächsten Tagen hier und auf Instagram) und die Socken vorab sehen durfte, kann ich euch sagen, dass es wieder viele schöne neue Muster gibt. 

Das SoxxBook Family + Friends enthält Anleitungen für 25 Socken. Wie immer lassen sie sich in vielen Farbkombinationen stricken und es ist faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich die gleichen Socken in den verschiedenen Farben aussehen. Aber natürlich lassen sich auch diese Sockenmuster teilweise austauschen oder durch weglassen bzw. hinzufügen von anderen Musterteilen verändern und zu deiner eigenen Socke machen. Da die Mustercharts in einzelne Abschnitte unterteilt sind, also jedes Muster für sich ist das Austauschen einfach. Außerdem hat Kerstin auch in diesem Buch wieder mit Mustern gearbeitet, die durch 4 teilbar sind. Die Musterabfolgen sind einfach zu merken, der Faden muss nicht verwoben werden und wenn man Breite oder Länge der Socken verändern möchte, ist es leicht möglich.

Schaut einfach mal bei Instagram unter #soxxbook, wenn ihr Anregungen braucht. Da findet ihr Socken zum neuen und zum ersten Buch in tollen Farbkombinationen und vielen Variationen.

Ein extra Kapitel im Buch widmet sich dem Stricken von Socken in Wunschgrößen. Dort beschreibt Kerstin wie sich die Muster für Kindersocken ändern bzw. anpassen lassen. Den Socken im Partnerlook für Große und Kleine steht also nix mehr im Weg.

Das neue SoxxBook bietet für Anfänger und Könner eine breite Palette an neuen Socken
Sockenanfänger finden auf jeden Fall auch ein paar einfachere Modelle für den Einstieg. Es gibt Muster in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und eine gute Grundanleitung für das Sockenstricken. Und weil es so beliebt ist YouTube Videos zu schauen, wenn man mal nicht mehr weiter weiß, gibt es zum Buch auch Videos. Den Code findet ihr im Buch.

Also an die Nadeln fertig los! Aber vorher lassen wir noch Kerstin selbst zu Wort kommen.



Kerstin im Gespräch mit der Moderatorin auf dem Sofa auf der h&h, natürlich in Wollsocken


Liebe Kerstin, wir kennen uns ja schon ein paar Jahre, teilen die Liebe zu Design, Stricken und Nähen und haben schon so manche kreative Stunde gemeinsam verbracht. Durch das Probestricken für dich habe ich Spaß am Socken stricken gefunden und unsere Sockenschubladen ordentlich gefüllt.
Inzwischen können wir dein zweites Buch in den Händen halten, wieder prall gefüllt mit neuen Sockenmustern in allen Farben .
Erzähle doch mir und meinen LeserInnen ein bisschen über dich:

Du bist ja praktisch immer nur mit Stricknadeln in der Hand an zu treffen. Was fasziniert dich denn eigentlich am Stricken? 
Ich finde es sehr spannend, dass man beim Stricken zusehen kann wie etwas “wächst”, außerdem werde ich ganz hibbelig wenn ich meine Hände still halten soll.

Die Soxx no. 15 möchte ich ganz bald anschlagen

Ich bin ja immer wieder erstaunt wie unendlich viele Sockenmuster dir einfallen. Wenn du eine neue Socke entwirfst, womit beginnst du? Und weißt du schon zu Beginn wie die Socke am Ende aussehen soll?
Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal weiß ich ganz genau wie eine fertige Socke aussehen soll und wenn ich Glück habe klappt es auf Anhieb. Es kommt aber oft vor, dass ich Farben aussuche und auch weiß welches Muster ich stricken möchte, aber dann kommt es ganz anders und die Socke entwickelt ein Eigenleben. Eigentlich sind das die spannendsten Projekte.

Wo findest du deine Inspirationen?
Ganz oft finde ich in Wohnzeitschriften tolle Muster. Tapete, Stoffe und Papier sind meine größte Inspiration. Dann probiere ich rum, ob sich die Muster als Jacquardmuster umsetzten lassen.

Hast du ein Lieblingsmuster?
Meistens ist es das Muster, dass ich gerade auf den Nadeln habe. Ganz häufig findet man bei mir Zick-Zack, also scheine ich es besonders zu mögen.

Ich habe ja immer ein paar Projekte gleichzeitig auf den Nadeln… Was strickst du denn gerade? Mehrfachnennungen möglich ;-)
Ich stricke gerade für eine Instagramfreundin eine Socke zur Probe, dann entwerfe ich gerade Socken für Lana Grossa, außerdem findest Du eine Strickjacke und eine Pullover in meinem Strickkorb. Und dann ist da auch noch ein Häkeltuch ...

Wir beide teilen ja nicht nur die Liebe für das Stricken, sondern auch die Liebe zu schöner Wolle. Du selber hast einen Wollshop, in dem man unter anderem die Wolle für deine Socken kaufen kann und auch ein paar neue Garne habe ich gerade entdeckt. Gibt es ein Garn dass du am liebsten immer wieder stricken würdest?
Bei Sockengarnen ist es Jawoll von LangYarns, denn hier findet man über 70 Farben ... es ist ein bisschen wie bei einem Tuschkasten. Da ich besonders gerne Sockengarne mit schönen Beimischungen (Yak, Cashmere, Seide) verstricke, verarbeite ich momentan gerne Garne von Schachenmayr und Lana Grossa.
Ich habe gerade zum zweiten mal ein Projekt aus Gillliat von De rerum natura auf den Nadeln. Das Garn ist einfach klasse.

Kannst du uns ein paar Lieblingsshops nennen, in denen du gerne kaufst bzw. bestellst?
Meistens bestelle ich bei Wollenberlin und bei Mylys. Beide Shops haben eine tolle Auswahl an etwas anderen Garnen und der Service ist einfach spitze.

Na dann sollten wir uns unbedingt mal wieder zum Stricken bei mylys verabreden (und vielleicht ein bisschen Wolle shoppen) Herzlichen Danke für deine Antworten!

Kerstin findet ihr übrigens bei Instagram unter Stine & Stitch , bei Ravelry und auf stineundstitch.de, da gibt es übrigens auch die Wollpakete passend zu den Socken und natürlich die SoxxBücher.






Und welche Socke ist bei mir gerade auf den Nadeln? Die Soxx no. 17 stricke ich gerade für Herrn Reetselig. Ich habe es mit dem Addi Sockenwunder probiert, aber das ist glaube ich nix für mich. Ich stricke am liebsten mit einem kurzen Nadelspiel ( 15 cm lange Nadeln). Wahrscheinlich Macht der Gewöhnung… Aber für alle die mit dem Nadelspiel nicht klarkommen ist die kurze Rundstricknadel vielleicht eine gute Möglichkeit. Die Soxx no. 17 wird mit der Lana Grossa Meilenweit gestrickt und ich bin sehr gespannt wie meine Socke nach dem Waschen und Spannen aussieht. Im Moment finde ich das Maschenbild eher gruselig und ich finde die Wolle flutscht auch nicht so. Aber ich habe die Hoffnung, dass die Wolle haltbar genug ist für Männersocken, die nicht nur auf dem Sofa getragen werden. 


So, jetzt aber ran an die Nadeln! Dieser phantastische Sommer kann ja nicht mehr ewig dauern… obwohl ich nix dagegen habe noch ein paar Wochen Barfuss zu laufen.
Ich danke dem Frechverlag für das Rezensionsexemplar und Kerstin für das Interview. 

                                     Claudia

Verlinkt mit Auf den Nadeln August / Maschenfein 

Sonntag, 12. August 2018

Søndagshygge, eine Kiste voller Sommer und Strickspaß und meine Urlaubslektüre


So langsam geht dieser unglaubliche Sommer zu Ende. Die Temperaturen sind vorerst gesunken und der Boden hat eine leichte Grundfeuchtigkeit. Das heißt aber auch, dass man mal wieder etwas anderes tun kann, als in der Sonne sitzen, leichtes Baumwollgarn verstricken und Eiskaffee schlürfen, immer unterbrochen von einem Bad im See / Meer / Fluss…

Ich habe jede Menge schöne Ideen im Kopf und freue mich auf die Umsetzung. Die Wood Addict Water rechts in der Holzkiste oben im Bild habe ich bereits angestrickt und in einer Maschenprobe das eine oder andere ausprobiert. Ich freue mich schon darauf, dass es bald losgehen kann. Vorher habe ich noch ein paar Projekte abgelichtet. Seid gespannt. Coming soon. 



Auf dieses tolle Kid Mohair Lace Garn von Walk Collection freue ich mich auch schon wie eine Schneekönigen. Es sah schon im Strang so Hammer aus! 70 % Mohair und 30 % Silk. Ich hatte so viel Spaß beim Wolle wickeln (und abends müde Muskeln ;-) 



In meiner Kiste sind auch jede Menge Bücher. Diese drei hier habe ich in Schweden am See gelesen. Sie sind also Sommer erprobt!




Super gefallen hat mir Sommer in Atlantikblau von Miriam Covi. Etwas unvorhergesehen findet sich Lotte mit ihren Schwestern und ihrer Mutter an der kanadischen Ostküste wieder. Statt Zuhause ihre Hochzeit mit Lennart vorzubereiten hängt sie in Nova Scotia wegen eines Vulkanausbruches fest. Weil das Unvermeidliche sich nicht ändern lässt, lassen sich alle 4 Frauen von der Insel verzaubern und genießen mehr und mehr ihre Zeit im Maple Tree Bed and Breakfast, in das Connor, ihre Zufallsbekanntschaft vom Flughafen, sie gebracht hat. Die Frauen können unterschiedlicher nicht sein. Da ist Lotte, die im väterlichen Betrieb arbeitet, obwohl sie viel lieber Romane schreiben würde und nun Lennart, der dort ebenfalls arbeitet, heiraten wird. Ihre Schwester Luise, die in der Firma die rechte Hand des Vaters ist und ständig in Telefonkonferenzen steckt. Und  die schwangere Sophie, die die unverhoffte Auszeit erst einmal zum Ausschlafen nutzt. Man erfährt viel über die unterschiedlichen  Charaktere und obwohl die Liebesgeschichte schnell klar auf der Hand liegt, erfährt die Geschichte so manche Wendung.
Fazit:  Es macht Spaß diesen Roman zu lesen. Er ist sehr unterhaltsam geschrieben und wer nach dem Lesen keine Lust verspürt mit mir im Maple Tree abzusteigen und sich von Hazel mit ihren Backkünsten verwöhnen zu lassen, dem ist nicht zu helfen. Ich jedenfalls habe schon mal Nova Scotia auf meine Reiseliste geschrieben und möchte paddeln gehen, Yoga machen und im Smilling Whale Café Salat essen.



Die kleine Inselbuchhandlung von Janne Mommsen  habe ich mir bei unserem Urlaubsschmonzettentausch geschnappt, weil ich kleine Buchhandlungen liebe. 
Die Stewardess Gretha erholt sich bei ihrer Tante auf einer nordfriesischen Insel von ihrem Zusammenbruch während eines Fluges. Um auf andere Gedanken zu kommen hilft sie ihrer Tante die umfangreiche Büchersammlung zu verkaufen und eröffnet dafür ein Antiquariat. Schon bald überlegt Gretha, ob sie ganz auf der Insel bleiben und eine kleine Buchhandlung eröffnen sollte.  Das versucht allerdings jemand zu verhindern. 

Mir hatte dieser Roman zu wenig Tiefgang, aber an einem sonnigen Urlaubstag ist er schnell gelesen. Ein bisschen Liebe ist natürlich auch dabei. Und die beschriebene Bibliothek klingt einfach zauberhaft.



Ebenfalls lesenswert für alle Schmonzettenliebhaberinnen ist Die kleine Sommerküche am Meer von Jenny Colgan. Und ich verspreche euch, danach habt ihr noch ein Reiseziel mehr!

Die junge Anwaltsassistentin Flora wird von ihrem Chef auf ihre schottische Heimatinsel Mure geschickt um ein schwieriges lokales Mandat vorzubereiten. Sie ist darüber allerdings gar nicht glücklich, denn sie hat die Insel im Streit verlassen und würde viel lieber in London bleiben, als auf dem heimatlichen Hof sich mit ihren Brüdern und dem Vater auseinander zu setzen. Zu dem zieht sich ihr Job ziemlich in die Länge. Um nicht zu versauern, beginnt sie die Rezepte ihrer verstorbenen Mutter nachzukochen und das mit viel Erfolg. So entsteht die kleine Sommerküche am Meer.

Mein Fazit: Nicht hungrig lesen! Und, ich habe ziemlich schnell auf meinem Felsen in der Sonne gelegen und mehr über die Shetlands gegoogelt und muss dort nur ebenfalls hin, da Jenny Colgan  die (zugegebenermaßen fiktive Insel) und ihre dort lebenden Charaktere so herrlich beschrieben hat, dass ich glaube, dass es mir dort gefallen wird. Die Landschaft fasziniert mich schon länger und gestrickt wird dort auch überall - auch wenn es darum in diesem Roman überhaupt nicht geht. Aber ein ordentlicher Schuss Liebe ist natürlich dabei, ein wenig Spannung und ein gepflegtes Unwetter. Ganz wie es sich für einen schönen Roman gehört.

Und was habt ihr in diesem Sommer bisher gelesen? Immer her mit den guten Büchern!
  
                          Claudia

Verlinkt mit dem Sonntagsglück von Soulsister meets friends

Sonntag, 4. März 2018

Hygge - der neue Hype oder einfach schon immer dagewesen ?

Als Hamburgerin, am und mit dem Wasser groß geworden und am liebsten im Norden unterwegs, habe ich Hygge quasi schon mit der Muttermilch aufgesogen  ;-)  Ich habe schon als Kind das tolle Kirschholzregal unserer Freunde geliebt, das bei Ihnen die damals in deutschen Wohnzimmern typische Schrankwand ersetzte. Ich wollte, so lange ich denken kann, den Holz Affen von Kay Bojesen haben, den Herr Reetselig - in Flensburg aufgewachsen - als ganz normalen Einrichtungsgegenstand kannte. Ich liebte es schon immer, den Flammen im dänischen Bollerofen zuzuschauen, mit einem großen Pott Tee in der Hand und meinem Strickzeug auf dem Schoß.



Was hat es also mit Hygge auf sich?

Samstag, 19. August 2017

Hygg Hygg Hurra


Ich liebe Bücher und ich bin ein ausgesprochener Skandinavienfan. Deshalb musste das Buch von Helen Russell « Hygg Hygg Hurra « einfach mit. 





Vorweg gesagt, es ließ sich einfach so runterlesen, war wunderbar kurzweilig und dennoch sehr informativ. Eine wunderbare Urlaubslektüre.

Helen Russell, eine Londoner Journalistin zieht mit ihrem Mann zu Jahresbeginn nach Dänemark, weil dieser seinen neuen Job bei Lego antritt. Um einen Einstieg in das Leben in Dänemark zu finden, beschließt sie ihr persönliches Glücksprojekt zu starten.

“Mein grober Plan für das neue Jahr war, so schnell wie möglich zu verstehen, wie Dänemark tickte und was seine Einwohner so glücklich machte. Bis dahin hatten meine  typischen gutenVorsätze fürs neue Jahr «mehr Yogamachen«,  «Stephen Hawking lesen « oder «drei Kilo abnehmen« gelautet. Für dieses Jahr hatte ich nur einen: «dänisch zu  leben«. Innerhalb der nächsten zwölf Monate würde ich alle Aspekte dieser Daseinsform erforschen, Experten verschiedener Bereiche befragen und sie durch Bitten, Drohungen und Bestechung dazu bringen, mir die Geheimnisse der viel gerühmten dänischen Zufriedenheit zu offenbaren und mir zu zeigen, wie die Dänen die Dinge angingen.“

Nach ihren Interviews, die sie führte bat sie die Interviewten, sich selbst auf einer Skala von 1 - 10 einzuschätzen, wie glücklich sie seien. Habt ihr euch dies schon mal gefragt? Ich würde mich bei einer 8 sehen. Liegt vielleicht daran, dass ich im Norden lebe, schon fast in Dänemark...

Also, wenn ihr schon immer wissen wolltet, wie die Dänen so leben, warum sie so leckeres Gebäck haben, wie die Dänen feiern (bei Konfirmationen und Abifeiern war ich schon dabei) und wie gemütlich sie das Essen mit Freunden zelebrieren, dann lest das Buch.

Und während ihr dies lest bin ich mit Amalie loves denmark auf der Formland und schaue für euch nach neuem dänischen Design und was Trend wird. Wenn ihr schon mal reinschnuppern wollt folgt mir auf Instagram  da berichte ich direkt.


                                                              Claudia

Sonntag, 23. Oktober 2016

Hamburg for Women only


Heute ist ein Herbstsonntag, wie man ihn sich vorstellt: Ein wenig Grau, ein wenig Laub, ab und zu mal ein durchblitzen der Sonne und drinnen ein wärmendes Feuer im Schwedenofen.

Wenn ich an den wärmeabstrahlenden Kacheln langgehe habe ich jedes mal ein Grinsen im Gesicht. Auch nach drei Jahren freue ich mich wie Bolle, das er uns jeden Tag die Bude wärmt.

Zu einem Herbstsonntag gehören natürlich auch Kerzen, Schoko, ein paar Blumen und Herbstmitbringsel von draußen, sowie ein gutes Buch.

Mein Buchtipp heute für euch ist: HAMBURG FOR WOMEN ONLY. Wenn ihr schon immer wissen wolltet, wo es in meiner Lieblingsstadt leckeren Kaffee gibt, welche Läden in welchem Stadtteil klasse sind oder wo es an der Elbe besonders schön ist, dann schaut unbedingt in den Stadtführer von Lisa van Houtem, Anna Weilburg und Katharina Charpian. Er ist nicht nur hübsch anzusehen in Mint mit goldener Schrift, sondern enthält eine Menge tolle Tipps, zu allem, was uns Frauen Spaß macht.

Ich fand ihn so gut, dass ich ihn gestern verschenkt habe und jetzt hoffe ich, dass ich bald mit meiner Freundin zusammen neue schöne Ecken entdecke.

Jetzt verkrümel ich mich aber erstmal wieder aufs Sofa und strick ein paar Runden, dann gibt es One Pot Pasta und eine Runde Tatort.

Verlinkt mit dem Sonntagsglück und bei Miss Red Fox  und bei Lotta, da es fast so etwas wie ein Stilleben ist...

Dienstag, 11. Oktober 2016

Der Sommer der Wildschweine und meine fast fertige Strickjacke

Einen Monat ist das Wollfest nun bereits her und die schöne graue Wolle wächst zu einem Hood on the moon heran. Zeitgleich mit der schönen Wolle von Walk Collection ist auch das Buch  >Der Sommer der Wildschweine<  von Birgit Vanderbeke hier eingezogen. Eine persönliche Empfehlung aus meiner Lieblingsbuchhandlung hier vor Ort. Weil ich so gerne stricke, müsste ich dieses Buch unbedingt lesen, wurde mir gesagt.


Und tatsächlich fand ich das Buch sehr lesenswert. Birgit Vanderbeke beschreibt die Familiengeschichte von Leo und Milan, die Urlaub in Südfrankreich machen , schreibt, wie die Wirtschaftskrise die Familie immer wieder traf, da beide als Selbständige immer als erste betroffen waren und deshalb mehrere Standbeine brauchten. Über Ravelry, das strickende soziale Netzwerk.  Über Anouk , die Tochter, die eine gefragte Teststrickerin ist und die Familie schon mit dem Designen von Strickmustern über Wasser gehalten hat. Über das Bloggen, Content und Keywords im Zeitalter des Contents. Dann bricht das Unwetter los, das den Strom ausfallen und die Verbindung zur Außenwelt drastisch reduziert und die Beiden mit den Dorfbewohnern zusammenbringt. Sie erfahren bei den anderen Dorfbewohnern nicht nur etwas über die Wildschweine, sondern auch über die merkwürdige Engländerin, die in den Bergen eine Spinnerei betrieb und dort hochwertige fantastische Garne herstellte.

Ein schönes Buch, das mich die vielen Erlebnisse auf dem Wollfest, die Begegnungen mit tollen Strickdesignerinnen und vielen strickenden Frauen aus einem anderen Blickwinkel betrachten lässt.
Das mich über Bloggen, Content und mein eigenes Treiben schmunzeln lässt und mich mit seiner Sprache fasziniert und verwirrt hat.


Mein Hood on the moon wächst inzwischen weiter. Da ich Angst hatte, dass die Wolle nicht reichen könnte, habe ich Ärmel und Kapuze erst fertig gestrickt und stricke nun noch das untere Bündchen.
Natürlich habe ich die Jacke auch schon anprobieren können, dies ist ja das Tolle an den Top-Down-Projekten und ich freue mich schon riesig auf die bald fertige Kapuzenjacke.




Jacke: Hood on the moon
Wolle : Linea von Walk Collection
Link: Creadienstag und Maschenfein und HOT

Donnerstag, 2. Juni 2016

Summerbucketlist 2016

Zeit für eine Summerbucketlist!

Die Temperaturen sind bei uns zur Zeit herrlich, die Sonne verwöhnt uns und ich liebe es, mir zu überlegen, was ich in diesem Sommer alles machen möchte.


Ganz oben steht die Produktion von Holunderblütensirup! Und auch wenn die Blüten noch rar sind, habe ich mich gleich heute morgen an die erste Produktion gemacht.


Dazu habe ich 500 g Zucker  zusammen mit 15 g Zitronensäure in einem halben Liter Wasser durch aufkochen aufgelöst. Das ganze etwas abkühlen lassen und dann eine in Scheiben geschnittene Zitrone und die 10-15 Blütendolden dazu. 
Das ganze nun 3 Tage ziehen lassen, dann alles rausnehmen, durch ein Mulltuch gießen und noch einmal aufkochen und in sauberen Flaschen verschließen. 

Übrigens mein ganz spontanes RUMS heute morgen, denn den Holunderblütensirup genieße meist nur ich.



Einen Stapel Bücher habe ich mir am Dienstag gegönnt, als ich unverhofft meine Zeit in der Stadt umkriegen musste…. Es gibt nun wahrlich schlimmeres, als seine Zeit in einer Buchhandlung zu vertrödeln, aber da es ziemlich viel Zeit war, finde ich den Stapel recht klein.

Zum Sommer gehört Urlaub, Zeit am Meer oder im Freibad oder auf der Schaukel am Fluss und überall gehört etwas zu lesen für mich dazu!


Ist das nicht ein herrlich schattiges Plätzchen?  Jette findet es auch.


Auf meiner To Do Liste für den Sommer stehen neue Kissen und Kissenhüllen für all die vielen Stühle und Bänke in unserem Garten. Die meisten sind nicht mehr sauber zu kriegen oder einfach nicht mehr mein Geschmack.. Bei den nächsten Regenwolken hoffe ich auf ein bisschen Zeit.

Neben diversen Nähprojekten, die mir sonst für mich Selbst vorschweben, möchte ich dann noch einen Quilt nähen. Meine Ideen dafür sammle ich schon ganz lange bei Pinterest. Ich hoffe, ich schaffe es diesen Sommer.


Der Steg steht mehr so auf der To Do Liste von Herrn Reetselig, ist aber ein schon lange gewünschtes Projekt. Das da oben im Bild war ein provisorischer Versuch, mal eben schnell, ist aber fehlgeschlagen, da die Bretter schon zu morsch waren.


Ein paar der Gartenmöbel könnten auch Farbe vertragen. Dafür wäre es aber hilfreich, wenn es windstill ist und nicht gerade wie zur Zeit massiver Samenflug unterwegs ist… Und für den Tisch oben rechts fehlt mir noch die Farbe, denn die muss ich mir noch bei Herzberg/ Wohnwerkstatt Stukenbrook  abholen.


Schon am Wochenende will ich mal wieder Marinierten Spargel machen, das Rezept findet ihr hier. Die Spargelsaison kosten wir immer voll aus.

Und auch von Erdbeeren kann es nicht genug geben, weshalb ich unbedingt ein Erdbeer Tiramisu machen möchte und Erdbeer Bienenstich.


Das Rezept für den Erdbeer Bienenstich habe ich euch schon mal hier aufgeschrieben. 



Meinen Sommer läute ich immer mit einem Besuch bei der Park & Garden auf Stockseehof ein. Samstag treffe ich mich mit ein paar Bloggerfreundinnen dort. Auf meiner Wunschliste steht ein Rosenstock, denn der neben dem Stalltor war nicht mehr schön.


Auch die Hornveilchen machen bei der Wärme jetzt allmählich schlapp und müssen ausgetauscht werden. Dafür macht sich zwischen den Steinen nicht nur das Unkraut breit, sondern auch Frauenmantel. Der Garten ist aber ein ganz anderes Kapitel…



Die meisten der Fotos heute habe ich für den DekoDonnerstag geschossen - ich finde die Natur hat so üppig dekoriert, da brauchte es nichts weiter an Deko. Spontan ist dann meine Sommerwunschliste daraus entstanden.

Und was steht auf eurer Summer Bucket List ?

Claudia